"Das war unser Ding", "Drei Spiele, sieben Punkte – das ist wichtig" - wir haben nach dem 4:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg Reaktionen aus beiden Lagern gesammelt.
Dante: Es bringt noch nichts, jetzt auf die Tabelle zu gucken. Drei Spiele, sieben Punkte – das ist wichtiger als die Tabelle. Wir wissen nicht zuletzt aus den Erlebnissen der vergangenen Saison, dass wir jede Woche alles geben müssen, um in der Bundesliga ein Spiel zu gewinnen. Es reichen keine ein, zwei guten Spiele in einer Saison – man muss sich jede Woche aufs Neue beweisen. Das war ein guter Anfang – mehr aber auch nicht.
Mike Hanke: Es war kein perfektes Spiel von uns. Wir haben aber kaum etwas zugelassen, aber Wolfsburg dominiert, und das über 90 Minuten. Das war heute einfach unser Ding, wir haben uns in einen Rausch gespielt. Das 4:1 zum Beispiel war ein Treffer, den wir so trainiert haben – das ist einfach super, wenn es gelingt, so etwas im Spiel umzusetzen. Jetzt müssen wir nicht mehr die Tabelle drehen, um uns oben zu sehen. Im Ernst: Wir müssen weiter arbeiten und wollen auch auf Schalke ein gutes Spiel zeigen.
Filip Daems: Das war ein richtig schöner Abend. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird und am Anfang haben wir uns auch ein bisschen schwer getan. Aber danach haben wir uns ran gekämpft und ein gutes Spiel gemacht. Letzte Woche hatten wir noch ein paar Probleme, aber heute hat fast alles geklappt. In der Halbzeit haben wir uns gesagt, dass wir nicht nachlassen wollen, sondern aufs vierte Tor gehen. Das hat dann ja auch gut geklappt. Dass wir über Nacht Erster sind, ist schön für die Fans, für uns aber nur eine Momentaufnahme. Wir freuen uns heute, am Dienstag beginnt für uns die Vorbereitung auf unser schweres Auswärtsspiel gegen Schalke.
Marco Reus: Wir wollten von Anfang an drauf gehen, sind dann aber unnötig in Rückstand geraten. Aber wir haben weiter gemacht, und dann hat uns ein Fehler von Kjaer geholfen. Danach haben wir es gut gemacht. Wir versuchen einfach kompakt zu stehen und schnell nach vorne zu spielen. Das hat gut geklappt. Wir haben uns dann zusammen mit den Fans in einen Rausch gespielt. Letztes Jahr hat uns zusammen geschweißt. Wir sind ein richtiges Team geworden und ich denke, dass man das auch gesehen hat. Aber wir dürfen nicht nachlassen, wir haben noch nichts erreicht. Bei dem Elfmeter sehe ich es so, wie in der letzten Woche, den kann man geben. Ich versuche oft, in die Eins-zu-Eins-Situation zu gehen. Aber ich versuche da nichts herauszuholen. Bei meinem zweiten Tor hat Juan Arango mir den Ball super mit dem Außenrist genau in den Lauf gespielt, ich musste ihn nur noch rein machen.
Raul Bobadilla: Ich denke, dass nicht nur ich, sondern die ganze Mannschaft eine sehr gute Leistung gezeigt hat. Ich freue mich sehr über diesen Sieg, über meine Leistung und ich freue mich für Borussia. Ich versuche immer alles zu geben, auch im Training. Und diesmal hat es ganz gut geklappt.
Thomas Hitzlsperger (Wolfsburg): Borussia war ein guter Gegner, der ein gutes Spiel gemacht hat. Wir sind früh in Führung gegangen und müssen dann anders spielen, nicht so offen. Dann haben wir unglücklich das 1:1 bekommen durch diesen strittigen Elfmeter. Danach hat Borussia nachgelegt und war klar überlegen. Wir haben auf dem Platz einfach nicht die passende Antwort gefunden. Wir hatten uns heute hier mehr erhofft.
Lucien Favre, VfL-Trainer: Dieses Spiel war wichtiger als das gegen Bayern oder Stuttgart. Die Mannschaft war zu Beginn etwas nervös, sie wollte unbedingt gewinnen. Es ist nicht einfach, wenn du zwei Heimspiele hintereinander hast, jeder denkt, dass du unbedingt punkten musst. Das haben wir heute verdient getan, ich bin sehr zufrieden, der Sieg war sehr verdient. Aber trotzdem haben wir uns in der zweiten Halbzeit zu viele unnötige Ballverluste erlaubt, haben manchmal zu kompliziert gespielt. Aber wir haben auch viele Chancen durch zum Teil schöne Kombinationen herausgespielt. Das schnelle 1:1 hat uns geholfen, wir haben Selbstvertrauen bekommen und danach viel Druck gemacht. Jeder in der Mannschaft hat heute gut gespielt, mit sieben Punkten aus drei Spielen dürfen wir sehr zufrieden sein.
Felix Magath, Trainer VfL Wolfsburg: Wir haben eine Viertelstunde gut gespielt und haben nicht zufällig geführt. Aber das Gegentor nach dem schweren Fehler haben wir nicht verkraftet. Wir hatten uns viel vorgenommen, aber ich habe Verständnis für meine Mannschaft, dass sie den Faden verloren hat. Die Niederlage war in der Höhe verdient.













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Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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