Wir sprachen einen Tag nach der 0:1-Niederlage beim FC Schalke mit Havard Nordtveit über das Spiel, über die Innenverteidiger- und Sechser-Position und über seine Ziele.
Havard, wie beurteilst du mit etwas Abstand die gestrige Niederlage beim FC Schalke?
Nordtveit: Wir haben nicht schlecht gespielt und hätten einen Punkt verdient gehabt. Schalke ist ein starkes Team, aber wir hatten auch einige Möglichkeiten, um selbst ein Tor zu machen. Schalke hat einfach ein Tor mehr gemacht als wir, so ist Fußball.
Nach dem 4:1-Sieg gegen Wolfsburg seid ihr mit Selbstvertrauen nach Schalke gefahren. Doch die Knappen haben euch das Leben vor heimischem Publikum schwer gemacht …
Nordtveit: Wir wussten, dass Schalke über eine sehr gute Offensive verfügt. Vor allem mit Flanken waren sie gestern auch sehr gefährlich. Wir haben auch nicht so gut gegen den Ball gearbeitet und sind nicht so viel gelaufen, wie gegen Wolfsburg. Wir haben es nicht geschafft, den Ball lange in den eignen Reihen zu halten. Außerdem ist der letzte Pass zu häufig nicht angekommen. Da müssen wir uns steigern. Gegen gute Mannschaften musst du versuchen, lange im Ballbesitz zu bleiben und auf den richtigen Moment zu warten, um dann schnell in die Spitze zu spielen.
Was ist beim Gegentor von Raul in deinen Augen schief gelaufen?
Nordtveit: Wir haben einen unnötigen Freistoß verursacht, haben diskutiert und waren dann nicht richtig konzentriert. So kam Papadopoulos am zweiten Pfosten relativ frei zum Kopfball und Huntelaar verlängerte dann zu Raul, der dann auch ein bisschen Glück hatte, schließlich hat er drei Versuche gebraucht, um zu treffen. Aber wir waren da einfach nicht wach genug.
Ihr hattet gestern viele unnötige Ballverluste. Hat bei euch ein wenig die Konzentration gefehlt oder waren die Schalker so stark?
Nordtveit: Ich denke beides. In den ersten Minuten haben wir guten Fußball gespielt, aber Schalke hat auch eine sehr gute Mannschaft, die dann mehr gemacht hat. Trotz der gestrigen Niederlage müssen wir aber positiv auf das nächste Spiel in zwei Wochen gegen Kaiserslautern schauen, weil ich denke, dass es insgesamt ein guter Start von uns war. Wir sollten froh sein, dass wir nach vier Spielen sieben Punkte auf dem Konto haben. Gegen Kaiserslautern sind wir jetzt Favorit und ich hoffe, dass wir die drei Punkte hier behalten können.
Letzte Woche hast du in der Innenverteidigung gespielt, gestern wieder im Mittelfeld. Ist das eine große Umstellung für dich?
Nordtveit: Nein, als Fußballspieler musst du möglichst flexibel sein. Für mich war das kein Problem, Ich habe die ganze Woche auf der Mittelfeldposition trainiert. Außerdem habe ich auf dieser Position schon in den letzten Monaten gespielt und ich denke, dass das Zusammenspiel mit Roman auch immer besser funktioniert.
Auf welche Position spielst du lieber?
Nordtveit: Im Moment spiele ich lieber auf der Sechs. Aber in der Zukunft, wenn ich mehr Erfahrung habe und mehr Bundesligaspiele absolviert habe, dann möchte ich lieber in der Innenverteidigung spielen. Allerdings muss ich mich erst auf der Sechser-Position verbessern. Ich bin ja erst 21 Jahre alt und habe noch Zeit, mich in Ruhe zu entwickeln. Außerdem ist es immer besser, nicht nur auf eine Position festgelegt zu sein.
Borussia ist jetzt Fünfter in der Tabelle. Welche Ziele hast du dir für diese Saison gesetzt?
Nordtveit: Ich möchte nicht noch einmal so eine Saison wie die letzte spielen und ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind, aber wir müssen weiter hart an uns arbeiten. Ich möchte natürlich gesund bleiben, aber sonst setze ich mir keine langfristigen Ziele, sondern schaue von Tag zu Tag und von Spiel zu Spiel.
Jetzt ist erst mal Länderspielpause. Eigentlich solltest du zusammen mit Joshua King zur U21-Nationalmannschaft Norwegens reisen, mit der ihr Dienstag in einer Woche in Island antreten müsst.
Nordtveit: Ich fahre aber nicht zur U21, sondern zur A-Nationalmannschaft. Ich wurde am Samstag angerufen. Wir haben zwei Qualifikationsspiele gegen Island und Dänemark. Und für mich geht ein Traum in Erfüllung, ich bin ein junger Spieler und darf für mein Land spielen, das ist sehr schön. Ich werde beim Training alles geben, um mich zu empfehlen und dann werden wir sehen, was passiert. Vielleicht kann ich ja ein paar Minuten spielen. Ich werde auf jeden Fall Gas geben und zeigen, was ich kann.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
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