Standpunkt: Sportdirektor Max Eberl über die ersten vier Spiele, die Länderspielpause, die letzten Transfers des Sommers und das weitere Programm des VfL in der Bundesliga.
Max, die Bundesliga macht wegen der Länderspiele die erste kleine Pause. Nach vier Spieltagen hat Borussia sieben Punkte und belegt den fünften Tabellenplatz – hinter Bayern München, Schalke 04, Werder Bremen und Hannover 96. Bist du mit dem Start zufrieden?
Max Eberl: Natürlich bin ich das. Am Anfang einer Saison ist man sich nie sicher, wo man steht und wie weit die anderen Mannschaften schon sind, es ist also immer eine gewisse Unsicherheit da. Hinzu kam bei uns das anspruchsvolle Startprogramm mit vier Gegnern, die nicht unbedingt unsere Kragenweite sind – zumindest nicht, was die finanziellen Möglichkeiten angeht. Sieben Punkte aus diesen vier Spielen sind mehr als man uns zugetraut hat, mit der reinen Punkteausbeute sind wir zufrieden. Und ich denke, wir können es auch mit unserer Spielweise sein. Wir haben über die Sommerpause hinweg unsere gute Organisation behalten, die uns am Ende der vergangenen Saison den Klassenerhalt gesichert hat. Offensiv haben wir beim 4:1 gegen Wolfsburg unsere beste Leistung gezeigt, aber auch in den anderen drei Spielen haben wir da viele gute Dinge gesehen.
Der Trainer wirkte nach dem 0:1 in Schalke dennoch etwas enttäuscht…
Max Eberl: Wir gehen in jedes Spiel mit dem Ziel, es zu gewinnen. Also darf man direkt nach einem Spiel enttäuscht sein, wenn man verloren hat. Nicht nur der Trainer, auch die Spieler. Es spricht doch für die Entwicklung der Mannschaft, dass man jetzt schon unzufrieden ist, wenn man in Schalke 0:1 verliert. Und wir mussten dort ja auch nicht unbedingt verlieren. Es spricht für sich, dass die Schalker nachher geschwärmt haben, dass dies ihr bestes Spiel seit langem gewesen sei. Sie hatten Respekt vor uns. Den haben wir uns verdient.
In der Vergangenheit war es oft so, dass Borussia gerade nach der ersten Länderspielpause Probleme hatte, einen guten Saisonstart fortzusetzen. Muss man das diesmal auch befürchten?
Max Eberl: Ich glaube nicht, dass man da einen Zusammenhang herstellen kann. Trotzdem muss man ganz sensibel mit dieser Unterbrechung des Spielrhythmus’ umgehen. Bei uns war nach der vergleichsweise kurzen Sommerpause klar, dass wir diese Pause auch noch einmal für eine kurze Regenerationsphase nutzen müssen. Juan Arango zum Beispiel hatte im Sommer nach der Copa América nur drei Tage Urlaub, deshalb hat er jetzt eine Woche frei bekommen.
Die Pause muss Borussia auch nutzen, um die verletzten Marco Reus und Marc-André ter Stegen wieder fit zu bekommen. Sie mussten ihre Teilnahme an den Länderspielen absagen …
Max Eberl: Beide sind für uns sehr wichtig und ich hoffe, dass sie bis zum Kaiserslautern-Spiel wieder gesund sind. Vor allem für Marco tut es mir leid, dass er wieder absagen musste. Ich glaube, dass er diesmal eine gute Chance auf sein Länderspieldebüt gehabt hätte. Ärgerlich war es auch bei Marc, denn er war zum ersten Mal zur U21 eingeladen. Beide waren gestern ziemlich geknickt, aber ich bin sicher, dass sie beim nächsten Mal wieder eingeladen werden.
Bis morgen (Mittwoch) läuft die Transferperiode. Und wie es aussieht, wird sich auch bei Borussia auf den letzten Drücker noch etwas tun.
Max Eberl: Ja, wie es aussieht werden Tobias Levels und Michael Bradley uns verlassen, auch bei Mo Idrissou gibt es Interesse anderer Vereine. Alle drei haben von uns frühzeitig erfahren, dass es für sie sportlich schwierig wird bei uns. Es ist für alle Beteiligten das Beste, vernünftige Lösungen zu finden, daran sind wir genau so interessiert wie die Spieler.
Werfen wir noch einen Blick voraus auf die nächsten vier Spieltage in der Bundesliga. Zu Hause gegen Kaiserslautern, in Hamburg, zu Hause gegen Nürnberg und in Freiburg – danach ist wieder Länderspielpause. Das sind vier Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Wären die sieben Punkte, die wir aus den ersten vier Spielen geholt haben, da ein realistisches Ziel?
Max Eberl: Dieser Ansatz gefällt mir eigentlich gar nicht. Erstens sagt die Tabelle momentan noch überhaupt nichts über die Klasse der Mannschaften aus. Zweitens sind wir gut beraten, nicht so weit voraus zu schauen, sondern nur das nächste Spiel in den Fokus zu nehmen. Reden wir also über das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern: Wer meint, da seien wir der klare Favorit und müssen zwingend gewinnen, den erinnere ich nur an das Spiel gegen die Lauterer aus dem März dieses Jahres. Das wird eine ganz schwierige Sache. Wir wollen gewinnen, das wollen wir immer. Aber wir sollten auch nicht im Entferntesten daran denken, dass das leichter wird als gegen Bayern oder Schalke. Wir müssen in jedem Spiel 100 Prozent geben.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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