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NEWS: 10.09.2011

Stimmen zum Spiel

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Marco Reus und die anderen Borussen dürfen sich über drei hart erarbeitete Punkte freuen.

Wir haben nach dem 1:0-Sieg gegen Kaiserslautern Reaktionen aus beiden Lagern gesammelt.

Mike Hanke: Ich bin mit mir selbst heute nicht zufrieden. Ich habe zu viele Fehlpässe gespielt, das ärgert mich total. Aber das wichtigste ist, dass wir heute 1:0 gewonnen haben, und das verdient. Natürlich ist es schöner, in der Tabelle oben zu stehen, das wollen wir natürlich so lange wie möglich schaffen. Dennoch müssen wir auch über die Fehler reden. Wir sind heute nicht so ruhig geblieben wie sonst, wir haben zu oft zu schnell den Weg nach vorne gesucht, statt sichere Pässe zu spielen.

Marco Reus: Es war ein reines Kampfspiel, Kaiserslautern ist über 90 Minuten gut gestanden und hat nur wenige Chancen zugelassen. Aber ich denke, in der vergangenen Saison hätten wir das Spiel nicht gewonnen. Wir haben uns aber weiter entwickelt und bewahren auch in solchen Partien die Ruhe, lauern auf unsere Chance und haben sie dann eiskalt genutzt. Nicht jedes Tor, das wir erzielen, ist vorher im Training einstudiert. Aber es ist tatsächlich so, dass wir gerne versuchen, von der Mitte nach außen zu spielen, und Tony hat dann eine Super-Flanke auf Juan hereingebracht.

Thorben Marx: Natürlich habe ich mich riesig gefreut, dass ich heute spielen durfte. Wir sind im Moment in einer guten Form, diesen Lauf müssen wir so lange wie möglich mitnehmen. Wir müssen weiterarbeiten, klar im Kopf bleiben. Wir sind eine Mannschaft, die es nur kann, wenn alle zu 100 Prozent dran ziehen, sonst klappt es nicht – das haben wir in der vergangenen Saison gesehen.

Tony Jantschke: Wir haben uns heute lange Zeit sehr schwer getan. Das lag auch am Gegner, der seine Sache defensiv gut gemacht hat. Dadurch hatten wir Probleme, uns klare Chancen raus zuspielen. Aber wir haben den Kampf angenommen und am Ende nicht unverdient die drei Punkte hier behalten, auch wenn es lange Zeit ein ausgeglichenes Spiel gewesen ist. Es freut mich natürlich, dass mir meine erste Vorlage in der Bundesliga gelungen ist. Aber ehrlich gesagt wurde es ja auch langsam mal Zeit, dass eine Flanke von mir einen Abnehmer findet. Wie Juan den Ball dann reinmacht, ist natürlich super stark.

Filip Daems: Wir wussten vorher, dass es ein schweres Spiel wird und dass Kaiserslautern eng steht und gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Druck gemacht und auch verdient gewonnen. Natürlich war das keine Leistung wie gegen Wolfsburg, aber das kann ja auch nicht immer so sein. Das wir in der Tabelle jetzt so weit oben stehen, ist natürlich schön für unsere Fans, aber das sagt noch nichts aus. Die Saison ist noch sehr lang. Trotzdem ist es natürlich eine schöne Sache, dass wir nach fünf Spielen zehn Punkte haben.

Oliver Kirch(1. FC Kaiserslautern): Natürlich war es für mich ein besonderes Spiel, weil es gegen meinen Ex-Verein ging. Ich hab mich vorher auch ganz gut gefühlt, bin jetzt aber natürlich nicht zufrieden. Wir haben in der Defensive wenig zugelassen, aber in der Offensive waren wir nicht durchschlagskräftig genug. Borussia hat im Moment einfach einen guten Lauf.

Christian Tiffert (1. FC Kaiserslautern): Das Spiel hätten wir nicht verlieren müssen. Wir hatten zwar viele Ballgewinne, rein auf die Defensive bezogen war es heute ein Fortschritt. Es ist aber wichtig, den zweiten Ballkontakt nach der Eroberung in den eigenen Reihen zu halten. Das ist uns nicht immer gelungen.

Lucien Favre (Trainer Borussia): Wir haben sehr gut angefangen, die ersten 15 Minuten waren sehr gut. Danach hatten wir ein paar Probleme, weil wir zu überhastet und zu viel durch die Mitte gespielt haben. Das hat den Kaiserslauterern viel Selbstvertrauen gegeben, sie waren sehr gut organisiert und sehr gefährlich nach der Balleroberung. Bis zur Halbzeit hatten wir nicht viele Chancen, aber wir wollten unbedingt drei Punkte erreichen. Nach dem Wechsel haben wir mit mehr Geduld und mehr über außen gespielt – und so ist auch das Super-Tor von Juan Arango nach einer Flanke von Tony Jantschke gefallen. Wir hätten das 2:0 nachlegen können, das haben wir leider nicht gemacht. Dennoch war es über 90 Minuten gesehen ein verdienter Sieg, auch wenn es sehr schwer und sehr eng war.

Marco Kurz (Trainer 1. FC Kaiserslautern:): Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir die Stärken der Gladbacher, was die vertikalen Bälle betrifft, nicht zur Geltung kommen lassen. Das haben wir vor der Pause auch schon ordentlich gemacht, allerdings im Verbund zu tief gestanden, deswegen waren die Wege nach vorne zu weit und es hat uns die nötige Durchschlagskraft gefehlt. In der zweiten Hälfte hatten wir sehr ordentliche Momente, haben allerdings in manchen Situationen die falsche Entscheidung getroffen und in der einen oder anderen Aktion zu unsauber gespielt. Und uns hat dann auch der Mumm gefehlt, um entschlossen abzuschließen. Wir haben einen Fortschritt gemacht, was die Organisation angeht. Im Spiel nach vorne haben wir diesen leider nicht gemacht, zudem haben wir beim Gegentor den Flankenball nicht gut verteidigt und sind deswegen verdient als Verlierer vom Platz gegangen.

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