Zwei Tage vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr) beim Hamburger SV bangt Borussia um den Einsatz von drei Spielern.
Die beiden Angreifer Igor de Camargo (Probleme im Adduktorenbereich) und Mike Hanke (Innenbandreizung im Knie) konnten heute erneut nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. „Wir müssen bei beiden abwarten, ob sie morgen bei der Abschlusseinheit dabei sein können. Erst danach fällt die Entscheidung, ob sie mit nach Hamburg fahren“, sagte VfL-Coach Lucien Favre bei der heutigen Pressekonferenz. Ein dritter verletzter Spieler gesellte sich beim Vormittagstraining dazu. Schlussmann Marc-André ter Stegen prallte mit Torwarttrainer Uwe Kamps zusammen und brach sich dabei an zwei Zähnen kleine Ecken ab. „Es war ein harter Zweikampf, so etwas kommt im Fußball vor. Ich bin aber optimistisch, dass Marc-André trotzdem am Samstag spielen kann“, so Favre. Ter Stegen wird heute Nachmittag vom Zahnarzt behandelt. Die Entscheidung über seinen Einsatz fällt ebenfalls morgen.
Aber selbst wenn die drei oben genannten Akteure ausfallen sollten, ist Favre nicht angst und bange, denn er hat gute Alternativen in der Hinterhand. „Spieler wie Oscar Wendt, Matthias Zimmermann oder Lukas Rupp trainieren momentan sehr gut und üben Druck auf die anderen auf. Das ist gut für die Mannschaft“, sagte der Schweizer. Zuletzt überraschte er beispielsweise damit, dass er Roel Brouwers – trotz der Genesung von Martin Stranzl – in der Startelf beließ, und Thorben Marx für Havard Nordtveit in die Anfangsformation berief. „Oftmals entscheiden Details, warum jemand spielt“, erklärte Favre, der sich bei der Wahl seiner ersten Elf für die Partie in Hamburg nicht in die Karten blicken ließ. Lediglich bei der Frage des Systems legte sich Borussias Trainer fest: „Egal, ob Igor und Mike spielen können, wir werden wieder im 4-4-2 spielen.“
"Großen Respekt vor dem HSV"
Gegner Hamburg erwischte alles andere als einen guten Saisonstart. Nach fünf Spieltagen findet er sich mit einem Zähler auf dem letzten Platz wieder. Große Rückschlüsse auf das Spiel gegen Borussia lassen sich daraus für Favre aber nicht ableiten: „Wir haben großen Respekt vor dem HSV, der über einen herausragenden Kader mit vielen guten Spielern verfügt. Und die Mannschaft, die zum Auftakt in Hamburg verloren hat, ist nicht mehr mit der aktuellen zu vergleichen, denn jetzt sind vier, fünf neue Spieler dabei“, meinte Favre. Zudem sei der HSV viel besser als es der Tabellenplatz aussage. „Ich habe alle Spiele der Hamburger gesehen, sie waren zum Teil nicht so schlecht. Zuletzt hätten sie in Bremen ein Unentschieden erreichen können, das sagt doch alles aus“, so Favre.
Nichtsdestotrotz stellt die bisherige Punktausbeute die Gastgeber natürlich nicht zufrieden, sie dürften am Samstag darauf brennen, den ersten Saisonsieg einzufahren, um damit eine Kehrtwende einzuleiten. „Wir sind darauf vorbereitet, dass die Hamburger möglicherweise viel Druck machen werden, denn sie wollen unbedingt zuhause punkten“, sagte Favre. „Aber auch wir wollen etwas aus Hamburg mitnehmen. Daher werden wir versuchen, hoch zu stehen und mutig nach vorne zu spielen.“ Der HSV hat bisher 54.200 Tickets für die 57.000 Zuschauer fassende Imtech-Arena verkauft. Borussia rechnet mit der Unterstützung von rund 5.500 VfL-Fans.













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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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