In der Regionalliga West bezwang Borussias U23 den Wuppertaler SV Borussia nach einer turbulenten Partie 4:3 (2:0) und holte damit ihren fünften Sieg in Serie.
Die Borussen, unterstützt von den Profis Joshua King, Matthias Zimmermann und Yuki Otsu, legten im Grenzlandstadion gegen den Wuppertaler SV gleich los wie die Feuerwehr. In der sechsten Minute köpfte Tim Heubach, aktuell Borussias Torschütze vom Dienst, den Ball nach einer Ecke zum 1:0 ein, danach dauerte es nur zwei Minuten, bis Borussia bereits 2:0 führte. Nach einem Anspiel über die linke Seite machte der schnelle King Meter um Meter, umspielte auch den früh kapitulierenden Gästekeeper Sascha Samulewicz und schob sicher ein. Dazwischen hatten auch die Gäste ihre erste Möglichkeit, als ein Schuss von Bekim Kastrati, einziger Ex-Borusse in der Startformation der Gäste, in der VfL-Abwehr hängen blieb.
Borussia wollte nach dem 2:0 mehr
Das frühe 0:2 hinterließ zunächst geschockte Wuppertaler, die es in der Folge mit einigen wütenden Angriffen versuchten, die allerdings komplett im Sande verliefen. Anders auf der Gegenseite, denn die Elf von U23-Coach Sven Demandt schien noch lange nicht genug zu haben. In der Folge stand zweimal Amin Younes im Mittelpunkt, der zunächst jedoch auf der linken Seite in einem Dribbling hängen blieb, anstatt den Pass in die Mitte zu wählen (16.), um sich nur eine Minute später selbst in der Mitte gegen zwei Gegenspieler durchzusetzen. Diesmal blieb er im Abschluss hängen. Nach 25 Minuten ging es dann für Elias Kachunga nicht weiter, der nach einem Zusammenstoß mit einer Platzwunde am Kopf für Marcel Platzek das Feld verließ. In der 31. Minute brachte Younes einen Schuss auf das Tor, den Samulewicz jedoch parierte. Danach setzten sich die Wuppertaler bis zur Pause etwas stärker in Szene, auch dadurch bedingt, dass die Hausherren es etwas ruhiger angehen ließen. Eine echte Chance zum Anschluss hatten die Gäste dann auch, bei der die Borussen-Defensive ins Schwimmen geriet. Doch Kastrati konnte daraus letztlich kein Kapital schlagen (41.).
Wuppertal kam zurück ins Spiel
Nach dem Pausenpfiff wollte Borussia das Spiel zügig entscheiden. Die meisten der 535 Zuschauer hatten ihre Plätze noch nicht wieder eingenommen, als es schon 3:0 stand. Nach einem Freistoß war es wieder Heubach, der mit dem Kopf seinen bereits sechsten Saisontreffer besorgte. „Ich hatte in der Pause gesagt, dass die Partie entschieden ist, wenn wir das dritte Tor machen“, verriet Demandt. „Aber da lag ich daneben.“ Denn durch ein unglückliches Eigentor von Muhittin Bastürk kamen die Gäste zurück ins Spiel (55.) und fanden nur kurz darauf durch Christian Knappmann sogar wieder Anschluss (66.).
„Da war das 4:2 durch Amin Younes natürlich ganz wichtig“, kommentierte der Borussen-Trainer den Treffer in der 69. Minute, dem jedoch nur eine Minute später nach einem berechtigten Strafstoß das 3:4 durch Knappmann folgte. „Danach war die Begegnung gegen Wuppertaler, die mit den vielen langen Spielern mit hohen Bällen operiert haben, auch noch einmal ganz eng“, räumte Demandt ein, der in der Schlussminute eine Riesenchance der Wuppertaler sah, die Torhüter Janis Blaswich bravourös vereitelte. So aber blieb es beim 4:3, dem fünfte Sieg in Folge, der die U23 weiter in der Spitzengruppe der Regionalliga West hält.
Borussia: Blaswich – Zimmermann, Bastürk, Heubach, Odenthal – Korb, Bieler – Otsu (58. Tobor), Younes (75. Schumacher) – Kachunga (26. Platzek), King
Tore: 1:0 Heubach (6.), 2:0 King (8.), 3:0 Heubach (46.), 3:1 Bastürk (Eigentor, 55.), 3:2 Knappmann (66.), 4:2 Younes (69.), 4:3 Knappmann (Foulelfmeter, 70.)
Zuschauer: 535













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