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Borussia News

NEWS: 18.09.2011

Sicher und selbstbewusst

Sicher und selbstbewusst
Igor de Camargo und Roel Brouwers jubeln nach dem Tor des Tages.

Den guten Saisonstart fortgesetzt, erneut ohne Gegentreffer geblieben und sich damit in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt – der gestrige 1:0-Sieg beim Hamburger SV sorgte auch noch einen Tag danach für gute Stimmung im VfL-Lager.

„Es ist ein sehr schönes Gefühl, oben in der Tabelle zu stehen“, sagte Roman Neustädter, ohne dabei aber den Blick für das Wesentliche zu verlieren. „Es sind erst sechs Spiele absolviert und noch haben wir nichts erreicht“, fügte der Mittelfeldspieler an. Trotz des besten Saisonstarts seit 35 Jahren und dem vorläufigen Sprung auf Platz zwei hebt bei Borussia niemand ab. „Ich schaue nicht viel auf die Tabelle, wir stehen erst am Anfang und haben noch eine lange Saison vor uns“, sagte VfL-Coach Lucien Favre. „Nach sechs Spielen 13 Punkte auf dem Konto zu haben, ist schön. Wir dürfen jetzt aber nicht anfangen zu träumen, sondern müssen weiter hart arbeiten“, ergänzte Sportchef Max Eberl.

Harte Arbeit war auch die Basis des gestrigen Erfolgs in Hamburg. Vor allem im ersten Durchgang zeigte der VfL spielerisch nicht allzu viel, konnte sich aber auf seine hervorragende Defensive verlassen, die keine Chance der Hausherren zuließ. „Im ersten Durchgang haben wir nicht gut gespielt. Es war zu wenig Bewegung und zu wenig Tempo nach Ballannahme, dazu hatten wir zu viele Ballverluste“, monierte Favre. „Aber die Mannschaft hat das in der zweiten Hälfte sehr schnell korrigiert.“

Tor im richtigen Moment

Tatsächlich schien der Schweizer in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach dem Wechsel kamen die Borussen wie verwandelt aus der Kabine und spielten wesentlich mutiger und entschlossener nach vorne. Igor de Camargo und Juan Arango hätten bereits kurz nach Wiederbeginn für das 1:0 sorgen können. So dauerte es bis zur 66. Minute, ehe die beiden im Zusammenspiel das Tor des Tages erzielten. Nach einer langen Freistoß-Flanke von Arango köpfte de Camargo ein. „Der Treffer ist genau im richtigen Moment gefallen. Es war ein Super-Vorbereitung von Juan, und ich habe beim Kopfball ein gutes Timing gehabt“, schilderte der Angreifer den Treffer.

Statt sich danach in die eigene Hälfte zurückzuziehen, um den knappen Vorsprung zu verwalten, suchte Borussia auch in der Folge immer wieder den Weg nach vorne. Sie versäumte es lediglich, ihre teils guten Kontermöglichkeiten zu nutzen. „Der Führungstreffer hat uns noch mehr Vertrauen gegeben. Wir sind danach ruhig geblieben, haben sehr gut verteidigt und selbst noch ein paar Chancen kreiert“, sagte Favre. Dass letztlich kein zweiter Treffer mehr fiel, konnten die Gäste verschmerzen, denn am Ende stand der zweite Auswärtssieg der Saison. „Wir haben die Relegation für uns entschieden und dieses Erfolgserlebnis mit in die Saison genommen. Wir sind dadurch sicherer und selbstbewusster geworden und haben jetzt das Gefühl, jedes Spiel gewinnen zu können", sagte Eberl.

Doch auch die gestrige Partie bewies wieder einmal, wie eng es in der Bundesliga zugeht. „Man muss gegen jeden Gegner 100 Prozent bringen, das hat man gestern gesehen und das wird auch am kommenden Wochenende so sein“, meinte Favre. Am Samstag ab 15.30 Uhr empfängt seine Mannschaft den 1. FC Nürnberg im BORUSSIA-PARK. „Die Nürnberger stehen sehr kompakt und lassen kaum etwas zu. Das wird eine ganz schwere Partie“, warnte Favre. Die Vorbereitung darauf nimmt er mit seiner Mannschaft am Dienstagmorgen ab 10 Uhr auf. Dort könnten dann wieder alle Borussen mit auf dem Trainingsplatz stehen. Thorben Marx erlitt in Hamburg einen Pferdekuss, sollte diesen aber auskurieren können. Mike Hanke (Innenbandreizung) war zwar heute noch nicht mit seinen Teamkollegen auf den Platz, wird morgen aber noch einmal intensiv behandelt und soll am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

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„Es ist schade, dass es nicht zum angestrebten Sieg gereicht hat. Aber wir können auch nicht erwarten, dass wir jetzt jeden Gegner in der Bundesliga aus den Schuhen spielen“, schätzte Tony Jantschke die Situation nach dem gestrigen 1:1 gegen den HSV völlig richtig ein.

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