Standpunkt: Wir sprachen mit Präsidiumsmitglied Hans Meyer über Borussias Saisonstart, die Lage in der Bundesliga und das bevorstehende Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.
Herr Meyer, 13 Punkte aus sechs Spielen sind …
Hans Meyer: … wichtig für die Moral, für das Selbstvertrauen und das Vertrauen des Teams in die Arbeit des Trainers.
Rechnen Sie eigentlich noch immer die berühmte Hans-Meyer-Tabelle aus?
Hans Meyer: Natürlich. Soll ich sie euch schon wieder erklären? Na gut: Borussia hat auswärts zweimal gewonnen und einmal verloren, macht plus sechs Punkte. Zuhause gab es zwei Siege und ein Unentschieden, macht minus zwei Punkte. Sechs minus zwei sind in Summe plus vier Punkte – das ist nach sechs Spieltagen richtig gut. Nehmen wir den direkten Vergleich mit unserem nächsten Gegner, dem 1. FC Nürnberg, dann sieht man, wie sich gerade am letzten Spieltag Borussias Situation nochmal deutlich verbessert hat. Der Auswärtssieg in Hamburg hat drei Punkte gebracht, Nürnberg hat zu Hause zwei verloren, also haben wir gegenüber dem „Club“ fünf Punkte gut gemacht.
Und welche Schlüsse lassen sich da nach den ersten Spieltagen ziehen oder ist es dafür noch zu früh?
Hans Meyer: Ich erinnere an die Berichterstattung nach dem ersten Spieltag: Dortmund war nach dem 3:0 gegen den HSV schon der gefühlte Meister und Bayern nach dem 0:1 gegen uns schon abgestiegen. Es ist einfach noch zu früh für irgendwelche Prognosen oder Schlussfolgerungen.
Was hat Sie in der Bundesliga bisher überrascht?
Hans Meyer: Eine erste Erkenntnis scheint zu sein, dass es gegenüber der Vorsaison wieder deutlich normaler verläuft. Damit meine ich, dass es vorne weniger Überraschungsmannschaften gibt als letztes Jahr. Dass Teams wie Kaiserslautern oder Freiburg jetzt vielleicht eher die Rolle spielen, die man von ihnen erwarten darf, als sie das letzte Saison getan haben. Oben sieht es ähnlich aus, wenn man einmal von Borussia absieht. Dass wir nach sechs Spieltagen Dritter sind, darf man getrost als Überraschung bezeichnen. Auffällig ist die dominante Rolle der Bayern, aber das würde ich nicht unbedingt überraschend nennen.
Wenn es an diesem Wochenende gegen den 1. FC Nürnberg geht, wie viele Herzen schlagen dann in Ihrer Brust?
Hans Meyer: Ich sitze bei der Borussia im Präsidium. Da ist es also keine Frage, dass ich uns drei Punkte gegen den 1. FC Nürnberg wünsche, das dürfte auch jeder, dessen Herz am „Club“ hängt, verstehen. Sicherlich wird auch Nürnberg immer eine besondere Sache für mich bleiben, denn ich habe dort wie in Mönchengladbach als Trainer eine sehr schöne Zeit erlebt und mit dem Verein den DFB-Pokal gewonnen – so etwas vergisst man natürlich nicht.
Sie wohnen noch in Nürnberg – besteht aktuell noch Kontakt zum „Club“?
Hans Meyer: Ja, zu ehemaligen Mitarbeitern und auch zu Dieter Hecking. So, dass man sich immer wieder gerne trifft.
Sie haben am Samstag zum ersten Mal in dieser Saison nicht bei Borussias Spiel auf der Tribüne gesessen, sondern in Nürnberg das Spiel gegen Bremen gesehen. Was kommt auf Borussia am Samstag zu?
Hans Meyer: Wie ich gehört habe, hat Lucien Favre nach dem 1:0 in Hamburg gesagt, dass er nicht damit rechnet, dass Borussia gegen Nürnberg so viele Torchancen haben wird wie in Hamburg. Ich schätze es ähnlich ein, das wird am Samstag eine ganz schwierige Sache. Nürnberg ist gut organisiert und schwer zu bespielen – vielleicht gibt es da im Moment sogar Ähnlichkeiten zu uns. Ich glaube jedenfalls nicht, dass wir am Samstag im BORUSSIA-PARK sehr viele Tore sehen werden.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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