Mittelfeldspieler Thorben Marx spricht über Borussias guten Saisonstart, seine persönliche Situation und das nächste Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.
Thorben, nach sechs Spieltagen seid ihr Tabellendritter. Wie fühlt sich das an?
Marx: Es ist natürlich viel angenehmer als letzte Saison. Wir erleben gerade eine richtig schöne Zeit, die Euphorie im Umfeld ist zu spüren. Die Fans standen auch in der vergangenen Saison, als es nicht so gut lief, immer hinter uns, aber es ist viel schöner, gemeinsam mit ihnen Siege zu feiern. Das gelingt uns momentan relativ häufig, und wir hoffen, dass es möglichst lange so weitergeht. Das alles ist kein Zufall, wir arbeiten hart dafür und wollen das auch so fortsetzen.
In den letzten beiden Partien standest du in der Startelf. Wie froh bist du darüber?
Marx: Natürlich freue ich mich, wieder von Anfang an zu spielen, denn ich habe ja keine leichte Zeit hinter mir. Ich habe mich aber nie hängen lassen, im Training immer weiter 100 Prozent gegeben und gehofft, dass irgendwann die Chance wiederkommt. Dass ich sie so früh in der Saison erhalte, damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet. Bislang lief es ganz gut und natürlich hoffe ich, dass ich die nächsten Partien auch wieder von Beginn an ran darf.
Man hat derzeit ein wenig das Gefühl, egal welche elf Spieler auf dem Platz stehen, die Mannschaft funktioniert. Woran liegt das?
Marx: Es trainieren ja nicht nur elf Spieler, sondern der gesamte Kader, daher weiß jeder, was er zu tun hat, wenn er auf dem Platz steht. Der Trainer weiß, dass er auch den Spielern, die hinten dran sind, vertrauen kann. Man sieht auf dem Platz, dass die Mannschaft sehr konstant spielt, auch wenn vielleicht mal eine etwas schwächere Hälfte wie die erste in Hamburg dabei ist. Wir stehen im Moment hinten sehr stabil, und vorne machen wir in fast jedem Spiel unser Tor – und das reicht oftmals zum Sieg. Ich denke, wir sind auf einem richtig guten Weg.
In der vergangenen Saison habt ihr mehrfach knappe Führungen in der Schlussphase noch verspielt. Woher kommt das Vertrauen, diese nun fast immer über die Zeit zu bringen?
Marx: Das Wichtigste ist, dass sich kein Spieler mehr herausnimmt, jeder auch in der Schlussphase noch weite Wege geht und alle im System bleiben. Wie schon gesagt, jeder weiß, was er auf dem Platz zu tun hat, und das setzen wir bis zur letzten Minute um. Zudem haben wir durch die Erfolgserlebnisse das nötige Selbstvertrauen, und wir versuchen, auch wenn wir in Führung liegen, uns nicht hinten rein zu stellen, sondern weiter offensiv zu spielen. Das ist für den Gegner unangenehm, und deswegen ist es momentan sehr schwierig, gegen uns, ein Tor zu erzielen.
Am Samstag gastiert der 1. FC Nürnberg im BORUSSIA-PARK. Was erwartest du für eine Partie?
Marx: Es wird ein sehr schwieriges Spiel, denn die Nürnberger haben eine sehr kompakte und aggressive Mannschaft. Da stehen nicht elf Einzelkämpfer, sondern eine richtige Einheit auf dem Platz. Es ist sehr schwer, gegen sie Torchancen herauszuspielen, denn sie lassen gemeinsam mit Bayern München die wenigsten Chancen zu, daher werden wir auf jeden Fall viel Geduld benötigen. Aber wenn wir das spielen, was wir können, hinten gut stehen und wir wieder mehr Ballbesitz haben als zuletzt in Hamburg, hoffe ich, dass wir am Ende das eine Tor mehr schießen werden als der FCN.













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