Roel Brouwers muss für die Partie am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg passen. „Und auch Lukas Rupp wird nicht im Kader stehen“, sagte VfL-Coach Lucien Favre heute bei der Pressekonferenz.
Rupp ist mit Hüftbeschwerden angeschlagen und wird geschont. Brouwers setzte bereits gestern mit dem Training aus und kann wegen seiner muskulären Reizung am Sitzbein nicht helfen, gegen Nürnberg die Punkte im BORUSSIA-PARK zu behalten. Das eröffnet Martin Stranzl die Chance, sich seinen Stammplatz zurückzuholen. „Martin wird in der Verteidigung spielen“, eröffnete Favre einen seltenen Blick auf die Mannschaftsaufstellung zu diesem Zeitpunkt.
Die Pressekonferenz wurde von zwei Themen beherrscht: Einmal Borussias Höhenflug und zum zweiten Ralf Rangnicks Rückzug. Der Trainer von Schalke 04 war am Vormittag wegen eines Erschöpfungssyndroms zurückgetreten, was Favre und Sportdirektor Max Eberl kommentieren sollten. „Ich glaube und hoffe es nicht, dass diese ehrliche und offene Begründung seiner Karriere schaden wird“, sagte beispielsweise Eberl, der sich aber natürlich nicht allzu sehr auf dieses Thema versteifen wollte, „denn ich bin kein Psychologe. Ich denke aber, dass diese Krankheit zu heilen ist, und Ralf in ein paar Monaten wieder bereit für den Profifußball sein kann.“
Realistisch sein
Favre musste eigehender erklären, ob seine Mannschaft nun ein Spitzenteam und was noch von ihr zu erwarten sei. „Die Siege gegen Lautern und Hamburg waren verdient, aber es waren zwei sehr enge Spiele. Ich weiß nicht, ob wir zurück ins Spiel finden, wenn der HSV seine halbe Torchance nutzt. Aber ich weiß, dass wir um jeden Punkt kämpfen müssen und werden, die Spieler wissen das auch, sie sind sehr realistisch und können den bisherigen Verlauf der Saison gut einschätzen.“ Ob sie auch träumen dürften, das verneinte der Trainer: „Im Fußball kann alles sehr schnell gehen, aber denken Sie ein paar Monate zurück: Das Wunder fand schon statt!“ Und Favre machte auf zwei Unterschiede zu seiner Zeit in Berlin aufmerksam, die nun wiederholt mit der Situation Borussias verglichen wird: „In Berlin war ich erst im zweiten Jahr mit der Mannschaft erfolgreich. Und dort haben wir sehr effektiv gespielt, meist haben ein oder zwei gute Chancen zum Sieg gereicht. Wir erarbeiten uns aber sehr viel mehr Torchancen“, erklärte der Schweizer und stellte damit zumindest indirekt in Aussicht, dass es auch einmal keinen 1:0-Sieg für den VfL geben kann.
Viele Torchancen unwahrscheinlich
Ob es gegen den FCN mehr Torchancen als zuletzt geben wird, ist aber eher unwahrscheinlich. „Sie verteidigen sehr gut, sind sehr engagiert und immer gefährlich. Das wird eine schwierige Aufgabe für uns“, warnte Favre, der die Euphorie rund um Borussia natürlich mitbekommen hat. „Die Zuschauer sehen und honorieren, dass wir neben den guten Ergebnissen kämpfen und laufen und manchmal auch sehr, sehr gut spielen.“ Am Samstag werden um 15.30 Uhr vermutlich mehr als 50.000 Besucher im Stadion sein, aktuell sind 48.800 Tickets verkauft. Für die Südkurve gibt es noch etwa 1.000 Karten zu 19,90 Euro. Und auch die nächste Begegnung im BORUSSIA-PARK gegen Leverkusen ist schon jetzt mit 45.000 verkauften Karten ein Renner. Wer noch ein Ticket kaufen möchte, kann das in den Fanshops, an den Tageskassen und bis zwei Stunden vor dem Anpfiff am heimischen Rechner tun (print at home).
Als Schiedsrichter kommt Knut Kircher ins Stadion, er hat Borussia zuletzt beim 0:1 gegen Kaiserslautern in der vergangenen Saison gepfiffen – Borussias letzte Heimniederlage in der Bundesliga. Doch der Warnung nicht genug: Nürnberg hat in dieser Spielzeit zwei seiner drei Auswärtsspiele gewonnen, 1:0 in Berlin und 2:1 in Köln. „Und sie haben beim Stand von 0:0 in Dortmund zwei glasklare Chancen, in Führung zu gehen“, ergänzt der VfL-Trainer. Endstand damals 0:2 aus FCN-Sicht, hätten sie gewonnen, wären sie mit Borussia punktgleich.
Die Highlights des Spiels gibt es am Samstag zeitnah im Fohlen.TV, alle wichtigen Infos zum Spiel finden sich auf dieser Homepage. Und wer ohne Ticket oder Abo live dabei sein möchte, dem sei der Liveticker aus dem BORUSSIA-PARK empfohlen.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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