Wie Borussia hat auch der heutige Gast des VfL, der 1. FC Nürnberg (Anpfiff: 15.30 Uhr), einen glänzenden Saisonstart hingelegt.
Da sich beide Teams in der bisherigen Saison durch eine stabile Grundordnung und eine gute Abwehrarbeit auszeichnen, glaubt Hans Meyer – früher FCN- und VfL-Coach und heute Präsidiumsmitglied bei Borussia – nicht, dass wir beim heutigen Duell „sehr viele Tore sehen werden“, wie er anfangs der Woche im Standpunkt auf unserer Homepage verriet. Nürnbergs Trainer Dieter Hecking ist da anderer Meinung: „Weil alle sagen, es fallen keine Tore, sage ich, dass viele fallen werden. Und ich hoffe, dass wir eins mehr schießen als der Gegner“, so der Trainer, dessen Team einen sehr guten Start hingelegt hat. Nach sechs Spieltagen steht der FCN mit zehn Punkten auf Rang acht der Tabelle – vor so hoch gehandelten Vereinen wie dem FC Schalke 04 oder Borussia Dortmund.
Dabei hatten nicht wenige der so genannten Experten dem 1. FC Nürnberg eine ganz schwere Saison prophezeit. Nach Platz sechs in der Vorsaison – der zweitbesten Nürnberger Bundesligasaison der letzten 22 Jahre – und den Abgängen der vier Leistungsträger Andreas Wolf, Mehmet Ekici (beide Werder Bremen), Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund) und Julian Schieber (VfL Stuttgart) trauten sie dem „Club“ in dieser Runde nicht allzu viel zu. Trainer Dieter Hecking konnte diesen Prognosen nur ein müdes Lächeln abgewinnen. „Es gibt eben viele Ahnungslose. Und die haben vergangenes Jahr schon danebengelegen“, sagte er vor Beginn dieser Saison – und bislang sieht es so aus, als würde seine Mannschaft erneut alle Skeptiker Lügen strafen.
Abgänge der Leistungsträger sehr gut kompensiert
Denn Hecking schaffte es, die Abgänge gleichwertig zu ersetzen. Für die Innenverteidigung holte er Timm Klose vom FC Thun. Der Schweizer U21-Nationalspieler hatte keinerlei Anpassungsprobleme und avancierte im Abwehrzentrum gleich zu einer festen Größe. Auf der Position im defensiven Mittelfeld spielt nun Markus Feulner, der beim FCN wieder an seine starken Zeiten bei Mainz 05 anknüpft. Im Angriff erwies sich die Verpflichtung von Tomas Pekhart, der nach abgesessener Sperre gegen Borussia in die Startelf zurückkehren dürfte, bislang als guter Griff. Der Torjäger, der mit der Empfehlung von 18 Treffern für Sparta Prag in der Vorsaison an die Noris kam, traf in den ersten fünf Partien bereits zwei Mal.
Natürlich wäre es verfrüht, die Nürnberger jetzt schon aus dem Kreis der Abstiegskandidaten zu streichen. Doch nach den bisher gezeigten Leistungen haben sie gute Chancen, auch in dieser Spielzeit frühzeitig die obligatorische 40-Punkte-Marke zu erreichen, um dann viel weiter vorne anzugreifen. Denn die Mannschaft zeichnet sich durch eine gute Organisation – meist ein 4-2-3-1, das je nach Bedarf auch ein 4-1-4-1 werden kann – aus: Defensiv kompakt stehen, aggressiv gegen den Ball agieren, nach Ballgewinn schnell umschalten und den Abschluss suchen – auf diese Weise ist der „Club“ vor allem auf fremden Plätzen ein gefürchteter Gegner. So ist es auch kein Zufall, dass er die ersten beiden seiner drei Auswärtspartien (1:0 bei Hertha BSC, 2:1 beim 1. FC Köln) für sich entschied.
Respekt vor Reus, de Camargo und Bobadilla
Entsprechend optimistisch geht Hecking in die Partie im BORUSSIA-PARK: „Natürlich kann man in Gladbach auch verlieren, aber wir gehen da mit offenem Visier ran und wollen dann auch was mitnehmen“, sagt der Coach, der aber auch genau weiß, auf welche Borussen sein Team besonders achten muss: „Auf Reus muss man immer aufpassen. Aber auch de Camargo und Bobadilla haben ihre Qualitäten. Es wird ein zähes Ringen in Gladbach.“ Verzichten muss der Trainer dabei auf die Verletzten Raphael Schäfer, Patrick Rakovsky, Per Nilsson und Daniel Didavi. Schiedsrichter der heutigen Partie ist Knut Kircher.
Übrigens: Zehn Punkte wie heute hatte der FCN auch in der Saison 2006/2007 nach sechs Spieltagen auf dem Konto. Mit zwei Siegen und vier Unentschieden war er damals sogar noch ungeschlagen. Seinerzeit landete Nürnberg am Ende der Saison auf einem hervorragenden sechsten Platz. Und der damalige Club-Trainer hieß Hans Meyer.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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