Hannes Bongartz, der von 1996 bis 1997 knapp ein Jahr lang Trainer bei Borussia war, feierte am heutigen 3. Oktober seinen 60. Geburtstag. Der VfL wünscht auf diesem Wege alles Gute!
Seine aktive Laufbahn begann Bongartz beim Bonner SC, ehe er 1971 zur SG Wattenscheid in die damalige Regionalliga West wechselte. Mitte der 70er Jahre galt der Mittelfeldspieler, den man auf Grund seiner schlaksigen Figur später den Spitznamen „Spargeltarzan“ verpasste, als eines der größten Talente und wagte den Schritt in die Erste Bundesliga zum FC Schalke 04. Um seine Ablöse zu finanzieren, kam der Club damals auf die Idee, den Preis der Eintrittskarten leicht zu erhöhen. „Selbst wenn ich heute noch in Gelsenkirchen unterwegs bin, werde ich von den älteren Herren darauf angesprochen und sie fordern ihre zwei Mark zurück“, so Bongartz, der auch vier Länderspiele für Deutschland absolvierte. Er gehörte auch zum Kader der deutschen Nationalmannschaft, die 1976 bei der EM in Jugoslawien Vize-Europameister wurde. Nach 131 Partien (24 Tore) für den FC Schalke ging Bongartz zum 1. FC Kaiserslautern, für die er insgesamt 167-Mal (15 Tore) im Oberhaus auflief.
Nachdem Bongartz seine aktive Laufbahn wegen eines Bandscheibenvorfalls im Alter von 32 Jahren beendet musste, begann er 1985 bei den „Roten Teufeln“ seine Trainerkarriere. „Ich war damals dabei, meine Trainerlizenz zu erwerben, als mich der FCK anrief. Bei diesem Angebot konnte ich nicht zögern und habe die Prüfungen später nachgeholt“, erzählt Bongartz. Über die weiteren Stationen SG Wattenscheid und den MSV Duisburg landete er dann im Dezember 1996 bei Borussia. Hier hatte Bongartz als Nachfolger des bei den Fans sehr beliebten Bernd Krauss allerdings keinen leichten Stand. Dabei verlief seine erste Halbserie beim VfL sehr erfolgreich. Der Ex-Nationalspieler holte in der Rückrunde aus 16 Spielen noch 25 Punkte und führte Borussia von einem Abstiegsplatz auf Rang elf. Doch nach der Hinserie der Spielzeit 1997/98 fand sich der so optimistisch gestartete Trainer mit Borussia erneut auf einem Abstiegsplatz wieder. Zudem hatten die Fans nur wenig attraktive Spiele gesehen, so dass Bongartz schließlich nach der 0:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg seinen Rücktritt erklärte.
Im Anschluss war Bongartz als Trainer erneut für die SG Wattenscheid und bei den Sportfreunden Siegen und zuletzt knapp ein Jahr lang als Sportlicher Leiter von Skoda Xanthi tägig. „Es war ein schönes Leben in Griechenland. Fußballerisch war es nicht so gut. Aber ich bin wie bei allen Vereinen im Guten auseinander gegangen“, sagt Bongartz. Inzwischen lebt der Übungsleiter in Bottrop („Im Ruhrpott fühle ich mich einfach pudelwohl“) und ist als Spielerberater unterwegs. Er betreut junge Spieler und versucht sie so hoch wie möglich zu vermitteln. Zudem geht Bongartz seiner zweiten großen Leidenschaft neben dem Fußball, dem Trabrennsport, nach.














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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
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