Zwei Minuten vor dem Ende gab Borussias U23 den siebten Sieg in Folge in der Regionalliga West noch aus der Hand.
Nach den Einwechslungen vor einer Woche und in der Nachwuchsrunde stand Dennis Dowidat nach seiner Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf von Borussias Trainer Sven Demandt. Dowidat begann vor der Abwehr neben Julian Korb, und die neue taktische Formation benötigte nicht viel Zeit, sich zu finden. Bereits in der ersten Minute nahm Alexander Bieler aus 20 Metern Maß und verfehlte nur knapp, zwei Minuten später hätte Yuki Otsu beinahe von einem gescheiterten Klärungsversuch der Leverkusener profitiert. Und so gelang die Führung schon in der sechsten Minute. Nach einer Ecke von Maik Odenthal wurde Innenverteidiger Niklas Dams nicht eng genug bewacht, so dass er aus fünf Metern zum 1:0 einköpfte. Borussia blieb am Ball, und schon nach zwölf Minuten hätte ein sehenswerter Angriff mit einem Pass von Bieler auf Amin Younes fast zum 2:0 geführt, doch der Abschluss geriet etwas schwach.
Gladbach diktierte nach Belieben
Auch in der Folge waren die Borussen haushoch überlegen. Es gab nicht nur keine Leverkusener Chancen, es gab auch kaum Ballbesitz der Gäste in der Hälfte des VfL. An fast allen Offensiv-Aktionen war der starke Alexander Bieler beteiligt, so auch nach 17 Minuten, als Younes letztendlich beim Versuch einer Volley-Abnahme scheiterte. Die Chancen-Häufigkeit ließ nun bei den Borussen ein wenig nach, nicht aber die klare Überlegenheit. Mehr als 30 Minuten waren vergangen, als Niko Opper der erste Bayer-Torschuss überhaupt gelang, den Janis Blaswich im Borussen-Tor locker mit dem Fuß klärte. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte es dann beinahe noch eine Kopie des Tores zum 1:0 gegeben, und das hätte auch deutlich eher den Spielanteilen der ersten 45 Minuten entsprochen.
Ausgleich zwei Minuten vor dem Ende
Die Gäste kamen zwar etwas aktiver aus der Kabine, aber zu mehr Effektivität führte das zunächst nicht. Die war weiter eher bei den Borussen zu erkennen, so etwa in der 49. Minute, als Amin Younes nach einem Anspiel von Elias Kachunga aus knapp 20 Metern nur den Pfosten traf (49.) oder als Yuki Otsu in der Mitte frei zum Schuss kam, aber das Spielgerät volley nicht richtig traf (52.). Nur eine Minute später setzte Younes einen Torschuss zu hoch an. Nach einer Stunde trafen jedoch auch die Gäste dann den Pfosten, was ihnen aufgezeigt haben dürfte, dass das Spiel noch nicht verloren ist. „Sie haben dann alles mobilisiert und sind mit dem letzten Angriff dann wirklich noch zum 1:1 gekommen“, erklärte Demandt, der zwei Minuten vor dem Ende mit ansehen musste, wie ein Schuss zunächst noch von Janis Blaswich glänzend gehalten wurde, dann jedoch Hamadi Al Ghaddioui den Abpraller zum Ausgleich nutzte, der erst seit der 79. Minute im Spiel war.
Insgesamt zeigte sich Demandt verständlicherweise nicht unzufrieden mit der Partie. „Das war halt Pech. Wir hatten auch kurz vor dem 1:1 noch drei, vier Kontermöglichkeiten, die wir ungenutzt gelassen haben. Insgesamt haben wir für mich aber auch weit besser verteidigt als in Spielen, die wir zuletzt gewonnen haben.“ Der Verlust der zwei Zähler bietet ihm aber auch wieder eine Erkenntnis, woran seine Mannschaft noch arbeiten muss. „Wir sind noch nicht immer in der Lage, so ein 1:0 über die Zeit zu bringen.“
Borussia: Blaswich – Khalil Mohammad (68. Stuckmann), Dams, Heubach, Odenthal – Korb, Dowidat – Younes (61. Platzek), Bieler, Otsu (79. Schaaf) – Kachunga
Tore: 1:0 Dams (6.), 1:1 Al Ghaddioui (88.)
Zuschauer: 303













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