Einen Tag nach der ärgerlichen 0:1-Niederlage in Freiburg stand ein kurzer Lauf an, danach schickte VfL-Trainer Lucien Favre sein Team bis Donnerstag früh in "Kurzurlaub".
Die „große Überraschung“, die sich nach Meinung vieler Berichterstatter am gestrigen Samstag im Stadion des SC Freiburg zugetragen hat, war für die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach keine. Sicher, ein bloßer Blick auf die Tabelle hatte verraten, dass hier der Vorletzte gegen den Dritten gewonnen hat. Aber die war vom siebten Spieltag und hat noch zu wenig Aussagekraft, um zu viel hinein zu interpretieren. „Man darf außerdem nicht vergessen, welch starke Saison Freiburg im letzten Jahr gespielt hat, sie sind ein schwerer Gegner“, so Trainer Lucien Favre. Die erst zweite Niederlage setzte es für Borussia im achten Spiel bei fünf Siegen, nach diesem guten Start geht die Elf vom Niederrhein nicht nur mit 16 Zählern in die Länderspielpause, sondern auch mit dem Wissen, in jedem Spiel dem Gegner zumindest ebenbürtig gewesen zu sein. „Wir spielen momentan das Maximum, mehr geht nicht“, so Favre.
Die letzte Chance des gestrigen Spiels: Freiburgs Nicu schlägt über den Ball, Marco Reus taucht ein finales Mal vor SCF-Keeper Oliver Baumann auf – und scheiterte am blendend aufgelegten Freiburger Schlussmann. Es hat nicht sollen sein, Borussia scheiterte wie schon am vierten Spieltag auf Schalke denkbar knapp und wieder mit 0:1. Beim Freiburger Siegtreffer stand auch der Zufall ein wenig Pate: Thorben Marx fälschte den Schuss von Johannes Flum unhaltbar ab. VfL-Trainer Lucien Favre ärgerte sich hinterher über die Entstehung des Tores: „Da waren wir einen Schritt zu spät, haben etwas gezögert.“
Überhaupt bemängelte Favre im ersten Abschnitt die fehlende Präsenz seiner Spieler und das fehlende Tempo im Spiel. Nicht groß reden wollte er darüber, dass das 0:1 aus abseitsverdächtiger Position fiel („Es war ein Tor, und fertig“) und Tony Jantschke möglicherweise einen Elfmeter hätte zugesprochen bekommen müssen. Nein, gekehrt wurde vor der eigenen Haustür: Es habe „das letzte Bisschen gefehlt, damit es mit einem Tor klappt“, so der Schweizer, der erklärte: „Es ist kein Problem, wenn Spieler ihre Chancen vergeben. Nicht allein in der Torchance, sondern in deren Vorbereitung entscheidet sich oft, ob der Ball reingeht. Wir hatten in Freiburg ein Problem beim Vorbereiten der Chancen, die Beschleunigung und der richtige Moment, einen Ball zu spielen, stimmten nicht. Wir hatten technische Probleme in der Bewegung.“ Doch es war natürlich nicht alles schlecht in Freiburg. Borussia spielte auf fremdem Platz gut mit und erspielte sich Chancen.
"Marco hat sich seinen Einsatz verdient"
Die meisten davon hatte vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw Marco Reus, der jedoch keine davon nutzen konnte. „Marco ist immer gefährlich, er provoziert Chancen“, sagt Favre, und im Hinblick auf die kommenden Länderspiele der DFB-Elf in der Türkei und gegen Belgien schiebt er hinterher: „Wir hoffen, dass Marco seinen Einsatz bekommen wird, er hat es sich verdient.“
Und nicht nur Reus ist für sein Heimatland unterwegs, in den kommenden Tagen wird es sehr leer auf dem Trainingsplatz im BORUSSIA-PARK, gleich zehn Spieler sind zu Länderspielen quer durch die ganze Welt unterwegs. Die verbliebenen Lizenzspieler können sich ein paar Tage zurücklehnen, nach dem trotz der gestrigen Niederlage tollen Saisonstart gönnt Favre seinen Jungs einen Kurzurlaub bis einschließlich Mittwoch – auch ein Zugeständnis dafür, dass die Mannschaft, bedingt durch die Relegationsspiele, nur kurzen Sommerurlaub hatten. Filip Daems etwa kann seine Wunde im rechten Unterschenkel, die ihn in Freiburg an einem Einsatz gehindert hatte, auskurieren: Der Belgier musste ein Antibiotikum schlucken und fühlte sich schlapp, Borussias Ärzteteam riet von einem Einsatz im Breisgau ab. Am Donnerstag sollte der Belgier aber wieder mit an Bord sein. Joshua King musste die Reise zur norwegischen U21-Nationalmannschaft absagen, der Angreifer bleibt im BORUSSIA-PARK und lässt seine Rückenbeschwerden hier behandeln.
Durch den in den Vorwochen heraus gespielten Vorsprung geht Borussia unabhängig von den heutigen Ergebnissen als Dritter in die Länderspielpause, danach steht am Samstag, 15. Oktober, ab 15.30 Uhr das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen an. „Wir haben noch einiges zu verbessern“, so der ehrgeizige Trainer. „Bei allem Respekt vor unseren bisherigen Gegnern, diese Spiele waren schon schwer genug. Aber: In den kommenden Wochen warten auf uns noch andere Kaliber, nacheinander Leverkusen, Hoffenheim, Hannover, Hertha, Bremen. Und wartet Arbeit, Arbeit, Arbeit.“













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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