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NEWS: 03.10.2011

"Jetzt ist es wichtig, Kraft zu tanken"

"Jetzt ist es wichtig, Kraft zu tanken"
Teammanager Steffen Korell.

Die Bundesliga atmet nach den ersten acht Spieltagen erst einmal durch, es stehen Länderspiele an. Nach knapp dem ersten Viertel der Saison sprachen wir mit Teammanager Steffen Korell.

Steffen, wie ist die Partie in Freiburg aus deiner Sicht gelaufen?

Steffen Korell: Natürlich ärgern wir uns über diese Niederlage. Wenn man die zweite Spielhälfte beobachtet, hätten wir aufgrund unseres Spiels und unserer Chancen einen Punkt mitnehmen müssen. Die erste Hälfte war insgesamt betrachtet doch recht ausgeglichen, da ist es schade, wenn man so ein bitteres Tor bekommt. In den zweiten 45 Minuten hatten wir einige Chancen auf den Ausgleich, die wir leider nicht nutzen konnten - da müssen wir uns an die eigene Nase fassen, das nicht konsequent gemacht zu haben. Dass wir aber uns wieder einige Chancen heraus gespielt haben, gehört zu den positiven Dingen, die trotz der Niederlage zu beobachten waren.

Für dich sind Spiele in Freiburg immer auch eine Reise in die Vergangenheit …

Steffen Korell: Ja, ich freue mich jedes Mal, wenn ich wieder nach Freiburg komme. Ich habe dort ja immerhin fünf Jahre lang gespielt, da trifft man schon einige alte Bekannte. Aber das war es dann auch. Mittlerweile bin ich längst Borusse und habe mich sehr über unsere Niederlage geärgert.

Eine Niederlage ist in dieser noch jungen Saison glücklicherweise eine doch recht ungewohnte Situation für die Mannschaft, leider geht man mit diesem Ergebnis in die Länderspielpause, erst am 15. Oktober geht es mit dem Spiel gegen Bayer Leverkusen weiter. Ein Problem?

Steffen Korell: Wir hatten diese Situation ja bereits nach dem Schalke-Spiel, dass wir nach einer Niederlage in die Spielpause gegangen sind. Das hat uns damals auch nicht aus dem Konzept gebracht. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Freiburg, unabhängig von deren Saisonstart, eine gute Mannschaft hat – das haben sie eindrucksvoll in der vergangenen Saison bewiesen.

Gleich zehn Spieler sind in den kommenden Tagen mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. In wie weit kümmerst du dich als Teammanager um sie?

Steffen Korell: Gemeinsam mit unseren Physiotherapeuten halten wir den Kontakt zu unseren Nationalspielern. Wir erkundigen uns: Spielen sie? Sind sie gesund geblieben? Ist sonst etwas passiert? Funktioniert alles mit den Rückflügen, so dass sie rechtzeitig wieder hier zum Training im BORUSSIA-PARK sind? Spiele, die hier in der Gegend sind, schauen wir, das heißt, jemand aus dem Trainerteam oder einer unserer Scouts, persönlich und vor Ort an. Das Länderspiel Deutschland gegen Belgien am übernächsten Dienstag in Düsseldorf mit Marco Reus und Igor de Camargo gehört natürlich dazu.

Am Samstag ist Filip Daems kurzfristig ausgefallen, für ihn hat Oscar Wendt hinten links verteidigt. Wie hat er seine Sache aus deiner Sicht gemacht?

Steffen Korell: Ich denke, dass er das gebracht hat, was man von ihm im ersten Spiel erwarten konnte. Er hat solide gespielt, hat keine Nervosität gezeigt und bewiesen, dass er über eine gewisse Erfahrung verfügt. Insgesamt war sein Spiel ordentlich, fand ich.

Als Teammanager bist du ganz nah dran an der Mannschaft. Ähnlich wie in der Rückrunde der vergangenen Saison, als Borussia diese großartige Aufholjagd gestartet hat, spielt sie auch jetzt erfolgreich – mit dem Unterschied, dass sie sich nun auch Niederlagen erlauben kann. Wie ist denn die Stimmung im Team im Vergleich zur Vorsaison?

Steffen Korell: Zunächst: Die beiden Situationen lassen sich nicht miteinander vergleichen. Und auch, wenn wir gut in die Saison gestartet sind und uns einen Abstand zu den Abstiegsplätzen erarbeitet haben, ist jetzt auch Druck da. Aber es ist anderer Druck, den machen sich die Spieler selbst. Sie wollen jede Partie gewinnen. Die Anspannung vor dem Spiel und im Spiel ist genauso da, aber das muss auch so sein. Wir müssen immer 100 Prozent geben, um ein Spiel zu gewinnen und dürfen keinen Deut weniger bringen.

Cheftrainer Lucien Favre gönnt der Mannschaft bis einschließlich Mittwoch trainingsfreie Tage.

Steffen Korell: Das haben wir ja nach der ersten Länderspielpause nach dem vierten Spieltag auch so gemacht. Bedingt durch die Relegationsspiele hatten unsere Spiele ja nur eine sehr kurze Sommerpause, das darf man nicht vergessen. Da ist es wichtig, jetzt nach den ersten acht Spielen noch einmal durchzuschnaufen und Kraft zu tanken. Donnerstagvormittag geht es dann weiter, das Testspiel am Freitag gegen KAA Gent ist am spielfreien Wochenende eine gute Gelegenheit vor allem für die Spieler aus der zweiten Reihe, sich zu zeigen und im Rhythmus zu bleiben.

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