In Freiburg hat Oscar Wendt sein Bundesligadebüt gefeiert. Wir sprachen heute nach dem Auslaufen mit dem Abwehrspieler.
Oscar, gestern standest du das erste Mal in der Bundesliga auf dem Platz. Wie war es?
Wendt: Es war für mich persönlich wichtig zu spielen, aber ich ärgere mich sehr über diese Niederlage. Natürlich fehlen bei mir auch noch ein paar Prozent, aber die bekommt man nur über die Spiele. Aber ich denke, dass es für meinen ersten Einsatz in Ordnung war. Die Mannschaft funktioniert. Die Kollegen machen es einem einfach. Und es ist doch ein gutes Zeichen, wenn Spieler wie Roel, Thorben oder ich erst auf der Bank sitzen, dann reinkommen und es dann im Zusammenspiel so gut funktioniert. Wir trainieren die Abläufe so häufig, da funktioniert es einfach im Zusammenspiel.
Warst du nervös?
Wendt: Nein, ich war nicht besonders nervös. Fußball ist Fußball. Sicherlich ist die Bundesliga besser als die dänische Liga, aber es ist und bleibt Fußball und da bin ich nicht so nervös. Wenn ich Motorrad fahre, dann bin ich nervöser. Aber ich spiele in einem sehr guten Team, in dem mir jeder versucht hat, zu helfen. Es gab also keinen Grund, richtig nervös zu sein.
Wie denkst du über die gestrige Niederlage?
Wendt: Wir haben gestern nicht unser bestes Spiel gemacht. Aber wenn man sich die Anzahl der Chancen, die wir kreiert haben, anschaut, dann hätten wir mindestens einen Punkt verdient gehabt. So waren wir natürlich enttäuscht. Und auf der langen Rückfahrt war es natürlich auch nicht so lustig. Natürlich hat Freiburg eine gute Mannschaft, die vor allem zu Hause gute Leistungen zeigt, aber wie gesagt, wir hatten genug Chancen auf das 1:1.
Was ist beim Gegentor von Flum deiner Meinung nach schief gelaufen?
Wendt: Ich habe mir das Gegentor noch nicht angeschaut. Aber es war ein unglücklich abgefälschter Schuss, den Marc sonst ganz sicher gehalten hätte. Manchmal hat man das Glück auf seiner Seite, gestern hatten wir es leider nicht.
Wie hast du gestern auf dem Platz mit Juan Arango kommuniziert?
Wendt: Auf Spanisch. Ich spreche ein bisschen Spanisch. Und die Kommunikation mit Juan hat gut funktioniert. Außerdem kann man die wichtigen Worte auf dem Fußballplatz eigentlich in fast jeder Sprache.
Gestern hattet ihr wie in den letzten Spielen auch, wieder zahlreiche Chancen. Wird das Auslassen dieser Möglichkeiten langsam zu einem Problem?
Wendt: Ich glaube nicht, dass die vergebenen Chancen ein Problem sind. Es wäre ein größeres Problem, wenn wir uns keine Chancen erspielen würden. In manchen Spielen hat man kaum Chancen und nutzt sie, in anderen Spielen ist es umgekehrt. Solange man sich Chancen erspielt, kann man auch Tore erzielen.
Jetzt ist erst mal Länderspielpause, du wurdest diesmal nicht für Schweden nominiert ...
Wendt: Ich habe mit dem Nationaltrainer darüber gesprochen. Der Hauptgrund ist, dass ich, als der Kader nominiert wurde, noch kein Pflichtspiel gemacht habe. Beim nächsten Länderspiel kann das schon wieder anders aussehen. Wir wollen die Qualifikation für die Europameisterschaft natürlich schaffen – entweder als Gruppensieger oder als bester Zweiter. ich gehe davon aus, dass wir das schaffen.
Was machst du jetzt mit deiner freien Zeit? Immerhin hat der Trainer euch bis Donnerstag früh frei gegeben...
Wendt: Ich fahre jetzt nach Hause und kümmere mich um Flüge in die Heimat nach Schweden – hoffentlich ist dort genau so schönes Wetter wie hier. Ich will gemeinsam mit meiner Freundin meine Familie besuchen, Mittwochabend fliege ich dann natürlich wieder zurück nach Deutschland.













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