Am Freitagabend feierte Marco Reus beim 3:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft sein Debüt in der DFB-Elf. Heute sprachen wir dem 22-Jährigen darüber.
Marco, was war es für ein Gefühl, mit dem Adler auf der Brust zu spielen?
Reus: Ich habe mich natürlich riesig gefreut, dass es endlich mit meinem Debüt geklappt hat. Auch wenn ich nicht allzu lange gespielt habe, war es trotzdem ein tolles Gefühl. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich am Dienstag gegen Belgien noch einmal ran darf und vielleicht etwas mehr Spielzeit bekomme.
Hast du damit gerechnet, noch ins Spiel zu kommen. Es lief ja immerhin schon die 90. Minute ...
Reus: Der Bundestrainer hat uns zur zweiten Hälfte zum Warmmachen geschickt – und ab diesem Moment bereitet man sich natürlich auch auf seinen Einsatz vor. Mit dem 3:1 durch den verwandelten Elfmeter von Bastian Schweinsteiger war die Partie ja entschieden, und so habe ich gehofft, noch hereinzukommen – und glücklicherweise ist es dann ja auch so gekommen.
Beinahe hättest du ja sogar auch gleich dein erstes Tor erzielt ...
Reus: Stimmt, in der einen Szene hätte Mario Gomez mich anspielen können, dann hätte es geklingelt (lacht). Nein, Quatsch, es war natürlich schade, dass er da selbst abgeschlossen hat, sonst wäre ich zumindest noch zu einem Torschuss gekommen. Aber Hauptsache, wir haben das Spiel gewonnen – nur das zählt am Ende.
Fühlst du dich denn schon als fester Teil der Nationalmannschaft?
Reus: Ja, auf jeden Fall. Die Mannschaftskollegen haben mir die Integration wirklich sehr leicht gemacht. Ich fühle mich sehr wohl hier.
Am Dienstag geht es in Düsseldorf gegen Belgien – und damit auch gegen deinen Mönchengladbacher Teamkollegen Igor de Camargo. Wirst du vorher noch mal mit ihm sprechen?
Reus: Vielleicht rufe ich ihn heute Abend mal an. Für Belgien geht es ja an diesem Abend um alles, aber Schützenhilfe braucht er von uns nicht zu erwarten. Wir wollen den zehnten Sieg im zehnten Qualifikationsspiel holen – das wäre eine Marke, die vorher noch keine deutsche Mannschaft geschafft hat.
Hat der Bundestrainer schon mit dir gesprochen, ob du erneut zum Einsatz kommen wirst?
Reus: Nein, bislang nicht. Aber natürlich hoffe ich sehr, zu spielen. Ein paar Spieler sind ja verletzt oder sollen geschont werden, vielleicht ist das die Gelegenheit für mich, etwas länger zu spielen als am Freitag.













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