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Borussia News

NEWS: 15.10.2011

Leverkusen will Aufwärtstrend fortsetzen

Leverkusen will Aufwärtstrend fortsetzen
Leverkusens neuer Trainer Robin Dutt.

Borussias heutiger Gegner, Bayer Leverkusen, ist wieder auf Kurs. Nach dem 2:0-Sieg in der Champions League gegen den KRC Genk gewann die Werkself auch am vergangenen Bundesligaspieltag gegen den VfL Wolfsburg (3:1).

Trotzdem dürfte sich Robin Dutt den Start in seine erste Saison als Trainer von Bayer Leverkusen sicher etwas anders vorgestellt haben: In der ersten DFB-Pokalrunde verlor Bayer nach einer starken ersten Halbzeit und einer zwischenzeitlichen 3:0-Führung noch 3:4 nach Verlängerung bei Zweitligist Dynamo Dresden. Ein paar Tage später folgte die 0:2-Niederlage in der Bundesliga beim 1. FSV Mainz 05. Alles andere als ein Start nach Maß für Dutt und seinen neuen Club. Aber in Leverkusen bewahrte man die Ruhe. „Der Start ist natürlich anders gelaufen als erhofft. Aber ich mache die Qualität unserer Mannschaft nicht von zwei verlorenen Spielen abhängig“, sagte Dutt. Auch Rudi Völler blieb nach dem missglücktem Start ruhig: „Wir lassen uns von den Ergebnissen nicht schocken.“ Der Sportdirektor fügte aber auch hinzu, dass man „schnell die Kurve bekommen“ müsse.

Zehn Punkte aus vier Spielen

Bayer bekam sie. Mit Bernd Leno im Tor, der seit dem zweiten Spieltag bei Bayer zwischen den Pfosten steht, holte die Werkself zehn Punkte aus den folgenden vier Spielen gegen Werder Bremen (1:0), den VfB Stuttgart (1:0), Borussia Dortmund (0:0) und dem FC Augsburg (4:1). Gegen Borussia steht der 19-Jährige mit einem extra angefertigten Spezialhandschuh zwischen den Pfosten, der seinen verletzten Finger schützen soll. Bayer schien gerüstet für die Champions League. Beim Ex-Club von Michael Ballack, dem englischen Spitzenteam FC Chelsea, hielt es auch lange Zeit gut mit und hatte durch Ballack die große Chance zur Führung, musste sich letztlich aber 0:2 geschlagen geben. Es folgte die 1:4 Niederlage im Derby gegen Köln, dann verlor Bayer 0:3 beim deutschen Rekordmeister Bayern München. Aber auch in dieser schwierigen Phase bewahrte man in Leverkusen die Ruhe. Trainer und Team setzten sich zusammen und man analysierte die Probleme. „Wir haben wahnsinnig viele Gespräche geführt, einzeln und in der Gruppe. Ich habe meine Spieler darin bestärkt, dort weiterzumachen, wo sie vor den drei Niederlagen aufgehört haben“, sagte Dutt vor dem wichtigen zweiten Spiel in der Champions League gegen Genk. Und die Mannschaft nahm sich die Worte zu Herzen. Dutts Team bot gegen den belgischen Meister keine Galavorstellung, siegte aber durch Tore von Lars Bender und Michael Ballack letztlich völlig verdient 2:0. Nur wenige Tage später folgte der 3:1-Sieg in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg. Damit ist Leverkusen nun Neunter, hat aber nur drei Punkte Rückstand auf den Zweiten, Werder Bremen. Gegen die Wölfe zeigte Bayer eine ganz starke Leistung und hätte auch durchaus höher gewinnen können. „So sieht es aus, wenn ein Team zusammensteht. Das war eine Leistung, die von Teamgeist und Kollektiv geprägt war", freute sich Dutt, der aber auch weiß: „Unser Aufwärtstrend wird nur zementiert, wenn wir jetzt am Samstag und nächste Woche gegen Schalke nachlegen."

Schürrle nach Sperre wieder dabei

Dabei kann Dutt auch wieder auf Neuzugang André Schürrle setzen, der seine Rotsperre abgesessen hat und unter der Woche starke Leistungen im DFB-Dress zeigte und beim 3:1-Sieg gegen Belgien einen Treffer beisteuerte. Bleibt abzuwarten, ob Schürrle gegen Borussia wieder von Beginn an spielt oder ob Dutt an der erfolgreichen Startaufstellung vom Wolfsburg-Spiel festhält. Zu Borussia sagt der Bayer-Coach: „Wir erwarten einen starken Gegner, der schwer zu spielen ist. Trainer Lucien Favre hat nach dem Klassenerhalt weiter seine Handschrift walten lassen. Sie agieren in einer sehr guten Ordnung. Aber man darf auch nicht vergessen, dass sie auch einen sehr guten Fußball spielen." Ein besonderes Augenmerk müsse sein Team auf Marco Reus richten. „Er ist ein Ausnahmespieler, der die Eins-gegen-Eins-Situationen auflösen kann", warnte der Trainer, der beim VfL neben den schon länger verletzten René Adler, Tranquillo Barnetta und Michael Ortega (Ausleihe vom mexikanischen Club Atlas Guadalajara bis zum Saisonende) nun auch noch auf Renato Augusto verzichten muss. Wie die anderen drei Spieler wird auch der Brasilianer von Knieproblemen geplagt und muss operiert werden.

Schiedsrichter der heutigen Partie ist Wolfgang Stark.

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