In dieser Woche erinnern wir an das legendäre 7:1 im Europapokal gegen Inter Mailand vor vierzig Jahren. Noch mehr "Büchsenwurf" gibt es am Ende des Textes über den Link.
Es gibt solche Spiele, die für immer und ewige Zeiten im kollektiven Erinnerungsschatz von Fußballfans verhaften bleiben. Es gibt sie in jedem Verein. Spiele, die man nie vergisst. Die als historische Momente in keinem Rückblick fehlen dürfen. Die zu Meilensteinen in der Klubgeschichte werden.
Fragt man Anhänger von Borussia Mönchengladbach nach dem besten Spiel der Vereinsgeschichte, dann wird eine große Mehrheit von ihnen das 7:1 gegen Inter Mailand vom 20. Oktober 1971 nennen. Was auf den ersten Blick nicht wundert, denn ein solch deutlicher Triumph in einem Europapokalspiel gegen einen der renommiertesten Klubs des Kontinents drängt sich förmlich auf bei der Suche nach einem Ereignis von historischer Bedeutung.
Auf den zweiten Blick aber gibt die Auswahl dieses Spiels zu denken. Denn der hohe Sieg hatte nicht lange Bestand, die UEFA annullierte das Spiel, weil Inter-Stürmer Boninsegna von einer Cola-Dose am Kopf getroffen zu Boden gegangen war und nicht weiterspielen konnte. Die Partie musste wiederholt werden, Borussia konnte den Triumph nicht wiederholen und schied in der zweiten Runde aus dem Europapokal der Landesmeister aus. Hinzu kam, dass in Borussias altem Bökelbergstadion, der Stätte des Triumphs, damals nur 27.000 Zuschauer Augenzeugen des Spiels waren, denn das Stadion wurde gerade umgebaut und Teile der neuen Tribünen waren noch nicht zugänglich. Eine Live-Übertragung im Fernsehen gab es nicht, weil sich Borussia und das ZDF nicht über die Höhe der Übertragungsrechte einigten. Nur ein paar Minuten gab es zu später Stunde als Zusammenfassung zu sehen, mit Mühe konnte man alle Tore in dem kurzen Film unterbringen.
Niederlage am grünen Tisch, wenig Zuschauer – trotzdem ist das 7:1 gegen Inter Mailand mit dem Büchsenwurf vom Bökelberg Mythos geworden in der Geschichte von Borussia Mönchengladbach. Oder gerade deshalb?
In den 1970er Jahren, der erfolgreichsten Epoche des deutschen Fußballs, in der die Nationalmannschaft und drei Bundesligaklubs innerhalb von sieben Jahren acht große Titel gewannen (Europameister 1972, Weltmeister 1974, sechs Vereinstitel im Europapokal), dominierten zwei Vereine die Bundesliga: Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Von 1969 bis 1977, neun Jahre hintereinander, machten sie die Deutsche Meisterschaft untereinander aus. Allerdings in ganz unterschiedlichem Stil. Verkürzt: Der FC Bayern mit pragmatischem Ergebnisfußball, die Borussia mit begeisterndem, zuweilen etwas naiven Offensivfußball. Die Gladbach-Fans hatten viel zu feiern, aber auch immer mal wieder zu leiden.
So schön gespielt und doch verloren!
So wie nach dem 7:1 gegen Inter Mailand. So schön gespielt und doch verloren! Weil einer der ihren eine Büchse geworfen hatte! Weil man ohnmächtig war gegen den Einfluss der Italiener in der UEFA! Ganz Europa drückte den Borussen vor dem Wiederholungsspiel die Daumen. Vergeblich. So ein Moment des gemeinsamen Leidens ist vermutlich größer als ein 7:1-Sieg. Aus solchen Momenten werden Mythen.














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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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