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NEWS: 20.10.2011

Kein Angstgegner

Kein Angstgegner
Mike Hanke und Marco Reus könnten auch am Samstag in Hoffenheim das Sturmduo des VfL bilden.

Lucien Favre ist ein Trainer, der eher pragmatisch mit dem zur Verfügung stehenden Spielerpersonal umgeht. Das gilt auch im Hinblick auf das am Samstag stattfindende Spiel bei 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr).

„Was hilft es, darüber zu reden, wir können es sowieso nicht ändern“, sagte der Schweizer, angesprochen auf die Tatsache, dass er beim Spiel in Hoffenheim in Igor de Camargo (Teilabriss des Innenbandes im Knie), Raul Bobadilla (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) und Mathew Leckie (Muskelfaserriss im Oberschenkel) auf gleich drei Angreifer verzichten muss. „Wir werden auch so unsere Chancen erspielen“, ist Favre überzeugt. „Und wir haben noch genug Leute, die ebenfalls Tore schießen können.“

Die hat der Gegner unbestritten auch, Favre spricht bei Hoffenheim von einem „unglaublichen Offensivpotenzial“ und „großer Qualität“. Die Heimspiele der Kraichgauer haben den VfL-Coach beeindruckt: „Sie haben 1:0 gegen Dortmund gewonnen, unverdient 1:2 gegen Werder Bremen verloren, Wolfsburg 3:1 besiegt und gegen die Bayern beim 0:0 ein gutes Spiel gezeigt.“ Vergangenes Wochenende, beim 0:2 beim VfB Stuttgart, „hätte Hoffenheim eigentlich 2:0 führen müssen.“

Die Bilanz bei Spielen in Hoffenheim ist ausbaufähig: In der Zweiten Liga verlor man in der Saison 2007/08 2:4, in den darauf folgenden Bundesligaspielen gab es nacheinander aus Borussensicht ein 0:1, ein 2:2 und ein 2:3. „Ein Angstgegner sind sie aber deswegen noch nicht, dazu ist die gemeinsame Geschichte beider Vereine noch zu jung“, sagt Sportdirektor Max Eberl. Zudem: In der Rückrunde der vergangenen Saison, dem letzten Aufeinandertreffen beider Teams, besiegte man Hoffenheim im BORUSSIA-PARK mit 2:0. „Aber es wird ein schweres Spiel. Sie haben sehr viel Qualität im Kader, sie hatten ja schon in der Zweiten Liga eine Bundesligamannschaft – das hat man ja spätestens gesehen, als sie ein halbes Jahr nach dem Aufstieg gleich Herbstmeister waren. Sie haben den Kader umgebaut und haben wieder eine starke Mannschaft, sind ein unangenehmer Gegner, der sein Offensivpotenzial vor allem in Heimspielen ausschöpft. Aber – wir fahren da hin und wollen das Spiel erfolgreich bestreiten.“

Angriff mit Hanke und Reus möglich

Wenig überraschend, dass Lucien Favre bei der heutigen Pressekonferenz nicht verraten wollte, mit welchem Personal das geschehen soll. Gut möglich, dass wieder Mike Hanke gemeinsam mit Marco Reus den Angriff bildet, „das haben sie beim 2:2 gegen Leverkusen gut gemacht, sie verstehen sich beide schon sehr, sehr gut“, so Favre. Und im zentralen defensiven Mittelfeld? Da kam zuletzt wieder Havard Nordtveit zum Einsatz, nachdem der Norweger in den Wochen zuvor für Thorben Marx weichen musste. „Roman Neustädter und Havard Nordtveit haben in der Rückrunde gut zusammen gespielt“, so Favre. „Aber ich habe einen Kader von 20 Feldspielern, dass da auch einmal andere Spieler zum Einsatz kommen, ist doch klar.“

Klar ist, dass die Rhein-Neckar-Arena ausverkauft ist, unter den 30.150 Zuschauern werden auch rund 4.000 Borussen sein.

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