Oscar Wendt stand gestern zum zweiten Mal in der Startelf. Wir sprachen heute mit dem Abwehrspieler.
Oscar, wie bewertest du die 0:1-Niederlage in Hoffenheim mit etwas Abstand?
Wendt: Zunächst muss ich sagen, dass Hoffenheim ein sehr schwerer Gegner war. Was sie drauf haben, hat man schon bei den Spielen gegen Dortmund und Bayern gesehen. Wir wollten aber natürlich gewinnen, hatten gestern aber Probleme, Chancen zu kreieren.
Du standest gestern zum zweiten Mal in der Startelf. Wie siehst du deine Leistung?
Wendt: Ich denke, dass es in Ordnung war, aber ich hätte natürlich lieber gewonnen. Von daher bin ich einerseits zufrieden, andererseits nicht. Für mich war es schön, dass ich gespielt habe, denn je mehr man spielt, umso mehr Selbstvertrauen bekommt man und umso besser wird man.
Was hat in deinen Augen gestern schon besser funktioniert als bei dem Spiel in Freiburg?
Wendt: Ich war insgesamt ruhiger am Ball und hatte mehr Sicherheit. Außerdem habe ich aktiver am Spiel teilgenommen als in Freiburg, ich hatte mehr Ballbesitz. Wie schon gesagt, je mehr Spielpraxis man bekommt, umso besser läuft es und man merkt schon, wenn man länger nicht gespielt hat. Es fehlt das Selbstvertrauen und das bekommt man nur, wenn man spielt.
Kurz nach der Pause hast du dich auf der linken Seite schön durchgesetzt und auf Patrick Herrmann geflankt, der den Ball leider nicht rein gemacht hat. Wieso konntest du dich nicht häufiger in die Offensive mit einschalten?
Wendt: Ich wollte mich schon mehr nach vorne einbringen. Aber wir hatten gestern insgesamt einige Probleme, ein gutes Offensivspiel aufzuziehen. Wir haben in der Vorwärtsbewegung zu schnell den Ball verloren und für mich als Verteidiger ist es dann schwierig. Ich bin nicht Usain Bolt. Ich habe es gestern auch ein paar Mal versucht, bin gestartet, habe dann aber den Ball nicht bekommen.
Wie hast du die Situation gesehen, die zum Gegentor geführt hat?
Wendt: Es war eine gute Flanke von der rechten Seite und der Ball kam zwischen Dante und mir herunter. Ich hätte in dieser Situation einfach schneller herüber schieben und den Ball klären müssen.
Du standest jetzt zweimal auswärts in der Startelf, zweimal hat Borussia verloren. Was ist dir lieber: Bei einem Auswärtssieg in der Startelf zu stehen oder endlich auch mal im BORUSSIA-PARK von Anfang an auf dem Platz zu stehen?
Wendt: Ich möchte immer spielen und immer gewinnen. Und zwar am liebsten erst Dienstag in Heidenheim und dann Samstag im BORUSSIA-PARK. Das ist doch ganz klar: Dafür trainiert und arbeitet man die ganze Zeit.
In den vorherigen Spielen habt ihr euch zahlreiche Chancen heraus gespielt. Warum habt ihr euch gestern so schwer getan?
Wendt: Ich weiß es auch nicht genau. Manchmal greifen die Automatismen nicht richtig. Da kann man machen, was man will, es funktioniert einfach nicht so, wie man es gerne hätte. Aber so ist Fußball und Hoffenheim ist auch eine gute Mannschaft, die es uns sehr schwer gemacht hat.
Dienstag geht es in Heidenheim im Pokal weiter. Meinst du, dass du wieder in der Startelf stehst und was erwartest du für ein Spiel?
Wendt: Ich hoffe, dass ich spiele und ich erwarte eine sehr schwierige Aufgabe in Heidenheim. Für sie ist es das Spiel der Saison. Sie haben nichts zu verlieren und können eigentlich nur gewinnen. Heidenheim kann, wie sagt man so schön: befreit aufspielen. Außerdem werden bestimmt auch ihre Fans alles geben und sie ordentlich anfeuern. Fakt ist aber auch, dass wir unbedingt eine Runde weiterkommen wollen.













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