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Borussia News

NEWS: 26.10.2011

Das Weiterkommen zählt

Das Weiterkommen zählt
In dieser Szene wehrt Marc-André ter Stegen den entscheidenden Elfmeter ab.

Mit einem blauen Augen davon gekommen – unter diesem Motto kann man Borussias gestrigen 4:3-Sieg beim 1. FC Heidenheim abhaken. Denn letztlich zählt im DFB-Pokal nur eins: in die nächste Runde einzuziehen.

Genau dieses Ziel erreichte der VfL – auch wenn er dafür die Verlängerung und sogar das Elfmeterschießen benötigte. „In ein paar Tagen fragt keiner mehr danach, wie wir weiter gekommen sind. Es zählt nur der Sieg und ich bin froh, dass ich zwei Elfmeter halten und damit meinen Beitrag dazu leisten konnte“, sagte Borussias Nummer eins, Marc-André ter Stegen. Er avancierte im Elfmeterschießen zum Pokalhelden. Während auf Gladbacher Seite alle vier Schützen die Nerven behielten, parierte ter Stegen die Versuche von Andreas Spann und Florian Tausendpfund und sicherte seinem Team damit den Einzug ins Achtelfinale. „Das war ein Sieg der gesamten Mannschaft, denn es gehören ja auch die Schützen dazu, die die Elfer rein machen“, gab ter Stegen das Lob an Filip Daems, Dante, Havard Nordtveit und Martin Stranzl weiter, die allesamt sicher verwandelten.

„Es sind die angetreten, die sich in diesem Moment sicher gefühlt haben“, erklärte Stranzl. Der Österreicher vertrat Tony Jantschke, der geschont wurde, auf der rechten Abwehrseite und machte seine Sache auf der für ihn ungewohnten Position sehr ordentlich. Allerdings wurde die VfL-Defensive sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der Verlängerung auch nicht allzu oft gefordert. In den gesamten 120 Minuten ließ sie nur eine klare Torgelegenheit der Hausherren zu. In der 80. Minute hätte Sandro Sirigu beinahe den Spielstand auf den Kopf gestellt. Er lief allein auf ter Stegen zu, doch Borussias Schlussmann eilte aus seinem Kasten und verkürzte den Winkel exzellent.

Unangenehmer „Underdog“

Über weite Strecken beschränkte sich der Drittligist aufs Verteidigen – und das machte er sehr gut. Heidenheims Trainer Frank Schmidt hatte das System umgestellt und zur Absicherung einen dritten „Sechser“ gebracht. Gepaart mit einem hohen läuferischen Aufwand und der nötigen Portion Aggressivität schaffte es der „Underdog“, die Borussen mächtig zu ärgern. „Es war sehr schwer für uns. Aber das war keine Überraschung für mich. Für Heidenheim war es das Spiel des Jahres und es sind auch alles Profis, das darf man nicht vergessen“, sagte VfL-Coach Lucien Favre.

Seine Mannschaft kam dennoch zu vielen guten Tormöglichkeiten, unter anderem scheiterten Marco Reus und Mike Hanke am Außenpfosten. Bei Kopfbällen von Dante und Stranzl reagierte FCH-Keeper Lehmann glänzend und einige weitere Schüsse flogen teils knapp an seinem Kasten vorbei. „Wir hatten unglaublich viele Chancen, haben das Tor aber nicht gemacht. In Summe ist es aber verdient, dass wir eine Runde weiter gekommen sind“, meinte Sportdirektor Max Eberl. „Wir haben es häufig zu kompliziert gespielt und haben die Chancen nicht richtig vorbereitet, dazu hatten wir zu wenig Tempo nach der Ballannahme im Spiel“, ergänzte Favre. Zu kritisch ging er mit seiner Mannschaft allerdings nicht um, denn auch für den Schweizer gilt: „Wichtig ist im Pokal nur, eine Runde weiterzukommen, das Wie ist zweitrangig.“

Achtelfinale am 20./21. Dezember

Wie im vergangenen Jahr steht Borussia somit in der Runde der letzten 16. Damals war nach einem 0:2 bei 1899 Hoffenheim Endstadion, diesmal möchte der VfL natürlich gerne im Cup-Wettbewerb überwintern. Dazu müsste er aber noch die nächste Runde überstehen. Wer der Gegner am 21. oder 22. Dezember sein wird, entscheidet sich am Sonntag ab 17.10 Uhr bei der Auslosung im Rahmen der ZDF-Sportreportage. „Ein Wunschlos habe ich nicht. Aber natürlich wäre es schön, wenn wir kurz vor Heiligabend noch einmal ein Heimspiel hätten“, sagte Eberl.

Bevor sich Borussia mit dem kommenden Pokalkontrahenten befassen kann, steht aber zunächst am Samstag ab 15.30 Uhr noch das wichtige Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 auf dem Plan. Nach drei sieglosen Spielen in Folge möchte der VfL nun auch in der Liga in die Erfolgsspur zurückkehren. „Ich hoffe, dass wir das Selbstvertrauen aus dem Pokalspiel mitnehmen und wir gegen Hannover wieder einen Dreier landen können“ sagt ter Stegen.

Marco Reus plagen seit gestern Achillessehnenbeschwerden, Patrick Herrmann klagt über leichte Probleme am Innenband. Beide gingen deshalb beim heutigen Auslaufen nicht mit auf den Platz. Ebenfalls nicht mit seinen Kollegen trainieren konnte Raul Bobadilla, der aber am morgigen Donnerstag (10 Uhr) voraussichtlich wieder einsteigen wird.

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