Heute um 15.30 Uhr empfängt der VfL Hannover 96 im BORUSSIA-PARK. Die Gäste mischen auch in dieser Bundesliga-Saison wieder oben mit.
Wer Anfang dieser Saison dachte, die Mannschaft von Coach Mirko Slomka würde die Kontinuität verlieren, der hat sich bisher geirrt. Bis zum fünften Spieltag blieben die „Roten“ ungeschlagen, und in diesen Zeitraum fiel auch der größte internationale Erfolg in der Vereinshistorie: die 96er schafften erstmals den Einzug in die Europa League.
Dort liegen sie aktuell mit fünf Punkten aus drei Spielen auf dem zweiten Rang, punktgleich mit Tabellenführer Standard Lüttich. In der vergangenen Woche gaben die Landeshauptstädter gegen den FC Kopenhagen einen dreifachen Punktgewinn noch aus der Hand. Die Slomka -Elf bestimmte die Partie nach Belieben und hatte einige gute Möglichkeiten, den Sieg frühzeitig perfekt zu machen. In der 89. Minute kamen die Dänen aber zum glücklichen 2:2-Remis.
2:1 gegen Bayern, Aus im Pokal
Positiv gesehen, sind es aber solche Erlebnisse, die ein junges Team reifen lassen. Vor allem dann, wenn die Aussichten auf ein Weiterkommen in der Europa League immer noch hervorragend sind. Die Doppelbelastung beziehungsweise sogar Dreifachbelastung mit dem DFB-Pokal stecken die Hannoveraner bislang gut weg. Der beste Beweis war der 2:1-Erfolg gegen Bayern München am vergangenen Wochenende. Die Bayern sind seit Jahren an die Mehrfachbelastung gewöhnt, es waren aber die Hannoveraner, die dem Rekordmeister dank einer starken kämpferischen Leistung völlig verdient die erste Auswärtsniederlage beibrachten. Der Sieg hatte allerdings seinen Preis: Steven Cherundolo sah die Gelb- Rote Karte, Sergio Pinto bereits zum fünften Mal in dieser Saison Gelb – beide sind damit heute gegen Borussia gesperrt.
Für Kapitän Cherundolo dürfte Sofian Chahed auf die Position hinten rechts rücken. Als Eins-zu-Eins-Ersatz für Pinto stehen Lars Stindl oder Altin Lala bereit, Ya Konan könnte wie zuletzt gegen Kopenhagen im rechten Mittelfeld beginnen. Unabhängig vom Personal auf dem Platz hofft Slomka nach der 0:1-Niederlage am Mittwoch im DFB-Pokal gegen Mainz auf eine Reaktion seiner Mannschaft. „Ich erwarte eine deutliche Steigerung“, so Slomka. Vor allem bei Angriffen über die Außenbahn sieht er Luft nach oben: „Da muss mehr Druck kommen. Wir müssen da mehr Akzente setzen“ Dass die Mannschaft nach dem unglücklichen Pokal-Aus zu lange mit den Gedanken bei der Niederlage ist, glaubt Slomka nicht: „Natürlich waren wir niedergeschlagen. Aber wir sollten uns damit nicht zu lange beschäftigen, es bringt nichts, nur zurückzublicken.“
So schnell wie möglich nach vorne
Schließlich bietet die heutige Partie in Mönchengladbach die Möglichkeit, die gute Ausgangsposition in der Bundesliga weiter auszubauen. Am Erfolgsrezept hat sich zur Vorsaison nicht viel geändert: Nach eigenem Ballgewinn lautet die 96-Devise: so schnell wie möglich nach vorne. „Wir wollen möglichst jedes Mal den ersten Ball in die Spitze spielen“, so Slomka. Statistiker haben errechnet, dass im modernen Profi- Fußball vier von fünf Treffern spätestens zwölf Sekunden nach der Balleroberung fallen. Dabei geht es vor allem darum, die die kurze Phase der taktischen Unordnung des Gegners auszunutzen. Mit der Maxime „maximal zehn Sekunden“ ließ Slomka in der gesamten Republik aufhorchen und meinte damit die angestrebte Zeit zwischen Balleroberung und Torabschluss. Die Slomka-Schützlinge haben diese Philosophie mittlerweile perfekt verinnerlicht, und die überfallartigen Konter der 96er sind stets gefährlich.
Dabei läuft dies meist nach ähnlichem Muster ab – simpel wie effektiv. Die Stürmer stehen etwas gestaffelt (zum Beispiel Abdellaoue und Schlaudraff) und die die äußeren Mittelfeldspieler (meist Rausch und Stindl) rücken sofort nach vorn. Die Defensivspieler spielen den zuvor gewonnen Ball entweder ins Zentrum (in der Regel Pinto und Schmiedebach) oder per langem Diagonalpass auf die Flügel. In der nächsten Aktion soll der Ball schnell ins Zentrum befördert werden, um die beiden Spitzen in Schussposition zu bringen. In den letzten anderthalb Jahren ist so aus dem Überraschungs- Effekt mittlerweile eine Erfolgs-Kontinuität geworden und Hannover damit auf dem besten Weg, sich oben fest und vor allem dauerhaft zu etablieren.











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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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