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Borussia News

NEWS: 30.10.2011

Freude ja, Träumen nein

Freude ja, Träumen nein
Nach dem 2:1-Sieg über Hannover jubelten die Borussen gemeinsam mit den Fans.

Die kleine "Negativserie" von drei sieglosen Bundesligaspielen beendet, dazu die weiße Weste im heimischen BORUSSIA-PARK behauptet – die Stimmung beim Auslaufen am heutigen Sonntagvormittag hätte kaum besser sein können.

Mit dem vierten Sieg im sechsten Heimspiel stockte Borussia gestern ihr Punktekonto auf 20 Zähler auf. Wenn man die ominöse 40-Punkte-Marke als Maßstab nimmt, die immer reichen, um in der Ersten Liga zu bleiben, ist damit bereits nach elf Spieltagen die Hälfte des Ziels „Klassenerhalt“ erreicht. „Nachdem ich hierher gekommen bin, haben wir aus den ersten zwölf Partien 20 Punkte geholt. Nun sind es 20 Zähler aus elf Spielen. Das ist nicht schlecht, aber es wird schwierig, so weiterzumachen. Wir dürfen nicht zu viel träumen“, warnte VfL-Coach Lucien Favre vor zu großen Erwartungen.

Denn auch gestern musste sein Team ein hartes Stück Arbeit verrichten, ehe der 2:1-Erfolg über Hannover 96 unter Dach und Fach gebracht wurde. „Wenn man das Chancenverhältnis betrachtet, ist dieser Sieg jedoch absolut verdient“, sagte Angreifer Mike Hanke. Vor allem, was den ersten Durchgang betrifft, lag er mit dieser Einschätzung vollkommen richtig. Während die Gäste lediglich zweimal gefährlich vor VfL-Keeper Marc-André ter Stegen auftauchten und eine diese beiden Möglichkeiten zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich nutzten, waren die Gastgeber klar spielbestimmend und hatten gleich mehrere gute Einschussgelegenheiten. Es langte aber nur zu einem Treffer in der 21. Minute durch Marco Reus – und deshalb ging es trotz mehr als 60 Prozent Ballbesitz und wesentlich mehr Spielanteilen mit einem 1:1-Unentschieden in die Pause.

Belohnung durch Reus

Nach dem Wechsel machte Borussia zunächst genau so weiter und belohnte sich nach nur sechs Minuten mit dem zweiten Treffer – wiederum durch Reus. „Marco wurde zuletzt kritisiert, weil er einige Chancen vergeben hat. Man darf aber nicht vergessen, dass er sich diese Chancen in der Regel auch alle selbst erarbeitet. So war es gestern auch wieder – und umso mehr freuen wir uns für ihn, dass er doppelt getroffen hat“, meinte Kapitän Filip Daems.

Nach der Führung zogen sich die Hausherren etwas zu weit in die eigene Hälfte zurück – und mussten in der Folge mehrere brenzlige Situationen überstehen. „Nach der Pause haben wir zu tief gestanden, haben im Mittelfeld keinen richtigen Zugriff mehr bekommen, da hat Hannover bewiesen, warum sie so weit oben stehen“, analysierte Daems. Borussia spielte in dieser Phase ihre Kontergelegenheiten zu selten aus, erst in den letzten 15 Minuten hätten Reus, Hanke oder Herrmann für die Entscheidung sorgen können. Doch mit großem Kampfgeist und ein wenig Glück verteidigte die Favre-Elf das 2:1. „Natürlich hatten wir das Leverkusen-Spiel im Hinterkopf, in dem wir kurz vor dem Ende noch den Ausgleich kassiert haben. Umso wichtiger war es für die Psyche, dass wir das Spiel diesmal nicht mehr aus der Hand gegeben haben“, sagte Hanke.

In Roman Neustädter und Martin Stranzl mussten gestern zwei Spieler verletzt ausgewechselt werden. Stranzl hatte einen schmerzhaften Pferdekuss am Oberschenkel erlitten, konnte aber bereits heute wieder am Auslaufen teilnehmen. Neustädter klagte über probleme am Sprunggelenk, eine MRT bei Mannschaftarzt Dr. Stefan Porten im Laufe des Tages wird Aufschluss über die genaue Art seiner Verletzung geben. Erst dann wird sich auch entscheiden, ob der Mittelfeldspieler am Dienstag (15.30 Uhr) wieder bei der nächsten Einheit gemeinsam mit seinen Kollegen auf dem Platz stehen wird. „Dann beginnt für uns die Vorbereitung auf das Spiel am nächsten Samstag in Berlin, in dem wir unbedingt nachlegen wollen“, so ter Stegen.

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