Rob Friend, inzwischen bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag, hat noch mit zahlreichen Borussen- und Hertha-Profis zusammen gespielt. Vor der Bundesligapartie der Fohlen in Berlin, haben wir mit dem Stürmer über das Spiel gesprochen.
Rob, die Saisonvorbereitung hast du noch in Berlin absolviert, dich dann aber kurz vor Transferschluss zu einem Wechsel zur Eintracht entschieden. Was hat den Ausschlag dazu gegeben?
Rob Friend: Ich wusste, dass es in Berlin schwer wird, sich einen Stammplatz zu erkämpfen und ich auf meine Chance hätten warten müssen. Als Fußballer will man aber natürlich so viel wie möglich spielen und dafür habe ich in Frankfurt bessere Chancen gesehen. Es war aber eine Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist. Leider haben sich die Dinge für mich bei der Eintracht noch nicht so entwickelt wie gehofft, aber die Saison ist noch sehr lang. Jetzt gilt es, Geduld zu haben und sich im Training anzubieten.
Hertha hatte einen etwas holprigen Saisonstart, hat sich aber inzwischen im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt. Was kann die Mannschaft im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg erreichen?
Rob Friend: Nach der sehr schlechten letzten Bundesligasaison und dem daraus resultierenden Abstieg hat sich bei Hertha etwas entwickelt. Wir waren in der letzten Saison kein wirkliches Zweitliga-Team und haben verdient die Meisterschaft gewonnen. Die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer stimmt und das spiegelt sich in den Resultaten wider. Man muss natürlich abwarten wie es weitergeht, aber ich bin absolut davon überzeugt, dass Hertha die Qualität hat, sich im Mittelfeld der Tabelle festsetzen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird.
Das Team scheint sich dabei in der Fremde sogar etwas leichter zu tun, als auf heimischem Platz. Was könnten die Gründe dafür sein?
Rob Friend: Das war ja schon in den letzten Jahren so! Die Berliner Fans erzeugen einen großen Druck und wenn man als Spieler einen Fehler macht, lassen sie dich das auch spüren. Daher fehlt in den Heimspielen ein wenig die absolute Überzeugung an die eigene Stärke. Auswärts dagegen tut man sich leichter, gerade jetzt in der Bundesliga, da man nicht in der Favoritenrolle steckt. Aber Hertha hat zum Beispiel gegen Köln gezeigt, dass sie auch vor heimischem Publikum eine starke Leistung zeigen kann.
Starke Leistungen hat auch Borussia in den letzten Wochen gebracht. Überrascht dich die Entwicklung am Niederrhein?
Rob Friend: Es ist schon erstaunlich, wie sich Borussia mit eigentlich den gleichen Spielern der letzten Saison inzwischen Auftritt. Ein großes Kompliment an Lucien Favre, der es geschafft hat, die richtige Mischung zu finden. Ich war immer schon davon überzeugt, dass in der Mannschaft die Qualität steckt, nicht immer gegen den Abstieg zu spielen. Es freut mich persönlich sehr, wie sich die Dinge in Mönchengladbach entwickelt haben.
In Mo Idrissou, Bamba Anderson und Karim Matmour spielst du nun mit drei Spielern zusammen, die vor kurzem noch bei Borussia unter Vertrag standen. Ist das zwischen euch ein Thema?
Rob Friend: Mit Mo und Bamba habe ich zwar nicht wie mit Karim eineinhalb Jahre zusammen gespielt, aber trotzdem unterhalten wir uns über unsere Zeit beim VfL. Ich persönlich kann sagen, dass ich tolle Jahre am Niederrhein erlebt habe, an die ich mich sehr gerne erinnere.
Frankfurt muss in der Zweiten Liga erst am Montag ran. Wirst du dir die Partie im Fernsehen anschauen und wie lautet dein Tipp?
Rob Friend: Leider weiß ich nicht genau, ob unsere Trainingszeiten dies zulassen. Ich denke aber, dass es ein sehr interessantes Spiel wird. Wenn man sich die Spieler anschaut, fällt es schwer, einen Favoriten auszumachen. Borussia steht zwar in der Tabelle noch etwas besser da als Berlin, trotzdem begegnen sich beide Teams auf Augenhöhe. Auf einen Tipp möchte ich mich deshalb nicht festlegen.













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