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NEWS: 06.11.2011

„Ein super Gefühl“

„Ein super Gefühl“
Hat seit gestern elf Bundesligaminuten auf dem Buckel: Matthias Zimmermann.

Matthias Zimmermann kam beim gestrigen 2:1-Sieg in Berlin zu seinem ersten Einsatz in Deutschlands Eliteklasse. Wir sprachen mit dem Youngster.

Matthias, gestern auf der Rückfahrt mit dem ICE aus Berlin gab es einiges zu feiern …

Zimmermann: Da kam wirklich einiges zusammen. Der Sieg gegen die Hertha, Mikes Geburtstag und mein Bundesligadebüt. Die Rückfahrt hat viel Spaß gemacht.

Gab es eine richtig ausgelassene Party, wie man heute im Boulevard lesen konnte?

Zimmermann: Nein, keine Party. Wir haben zusammen gesessen und etwas getrunken. Die Stimmung war eher gemütlich.

Du hast dein erstes Bundesligaspiel selbst angesprochen. Wie sind die Eindrücke von deinem Debüt?

Zimmermann: Ich konnte es am Anfang gar nicht so recht glauben, als der Trainer mich zur Einwechslung gerufen hat. Da war ich natürlich am Anfang schon ein bisschen nervös. Das hat sich aber schnell gelegt und ist einem super Gefühl gewichen. Auch wenn es nur elf Minuten waren, sein erstes Bundesligaspiel vergisst man nie.

Das Berliner Olympiastadion bietet ja auch eine würdige Kulisse, oder?

Zimmermann: Ja, klar! Ich kenne das Stadion ja schon aus der letzten Saison als ich hier mit Karlsruhe gespielt habe. Trotzdem ist es natürlich ein großer Unterschied, ob man in der 1. oder 2. Bundesliga spielt.

Im letzten Jahr warst du beim KSC unumstrittener Stammspieler, nun musst du dich neu beweisen. Wie gehst du mit der Situation um?

Zimmermann: Ich wusste von Anfang an, dass es nicht einfach wird, sich durchzusetzen. Aber ich lasse den Kopf nicht hängen und versuche weiter an meinen Stärken und Schwächen zu arbeiten. Der Trainer stellt nach Leistung auf und wenn ich im Training immer alles gebe, werde ich meine Chancen bekommen. Der Einsatz gegen Berlin zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Wie wichtig war der Sieg in Berlin nach zuletzt zwei Auswärtsspielen ohne Punkt?

Zimmermann: Wir wussten, dass es in Berlin extrem schwer wird und wir eine gute Leistung zeigen und uns voll in die Zweikämpfe stürzen müssen, um dort zu bestehen. Das hat nach dem schwierigen Start in die Partie auch sehr gut geklappt. Es war extrem wichtig, dass wir nach dem Rückstand ruhig geblieben sind. Am Ende war der Sieg für uns verdient.

Für den Trainer war es sicher ein besonderes Spiel gegen seinen Ex-Verein, hat man ihm das angemerkt?

Zimmermann: Nein, der Trainer war eigentlich wie immer. Klar hat man über die Medien mitbekommen, dass im Vorfeld darüber geredet wurde, aber Lucien Favre hat uns gesagt, dass es ein ganz normales Spiel ist und sich auch so verhalten.

Borussia steht mit 23 Punkten auf Tabellenplatz vier. Als du hier unterschrieben hast, war damit nicht zu rechnen. Überrascht dich die Entwicklung?

Zimmermann: Natürlich habe ich die vergangene Saison verfolgt. Man hat schon nach der Winterpause gemerkt, dass sich die Mannschaft verändert hat. Dass wir den Schwung des Last-Minute-Klassenerhalts so gut mit in die neue Saison genommen haben, überrascht allerdings schon ein wenig. Darüber freuen wir uns sehr und wollen so lange wie möglich oben mit dabei bleiben.

Anders als viele deiner Kollegen hast du aber jetzt nur einen freien Tag, wie wirst du den verbringen?

Zimmermann: Das ist richtig, Lukas Rupp und ich reisen am Dienstag zur U20-Nationalmannschaft. Es steht ein Länderspiel gegen Polen auf dem Programm. Da sich die Mannschaft in Frankfurt trifft werde ich noch einen Abstecher in die alte Heimat Karlsruhe machen. Aber ich freue mich auf die Aufgabe, denn wenn man den Adler auf der Brust trägt, ist das immer etwas Schönes.

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