Julian Korb verbringt seit einigen Wochen auch seine freien Tage im BORUSSIA-PARK, obwohl er nicht mehr im Internat lebt. Am Samstag hofft der Youngster auf einen Einsatz gegen Rot-Weiß Oberhausen. Warum Testspiele etwas Besonderes für ihn sind, erzählt er uns in unserem kleinen Interview.
Julian, welchen Stellenwert hat ein Testspiel wie das am Samstag für dich?
Julian Korb: Keinen geringen, denn für mich ist es eine gute Möglichkeit, mich dem Trainer zu zeigen. Er kennt mich vom Training, aber ein Spiel ist immer nochmal etwas ganz anderes. Und da die Profis oft zeitgleich mit der U23 spielen, kann mich Lucien Favre dort nicht oft beobachten. In den Testspielen kannst du dir zudem unter wettkampfähnlichen Bedingungen Spielpraxis holen, für mich ist das eine gute Sache.
Du warst in der letzten Saison mit 27 Einsätzen Stammspieler bei der U23, auch in diesem Jahr bist du bislang meistens in der Regionalliga dabei. Gehörst du schon zu den erfahrenen Leuten in diesem Team?
Julian Korb: Richtig erfahren sind sicher andere. Aber ich habe schon vorletzte Saison zum Schluss in der Regionalliga gespielt und habe somit schon mehr Spiele auf dem Buckel als viele andere Kollegen aus der U23 – das stimmt.
In der Sommervorbereitung hast du auf dich aufmerksam gemacht, jetzt scheint es etwas ruhiger um dich geworden zu sein. Wie siehst du deine Situation?
Julian Korb: Ich gebe im Training, in den Testspielen und bei der U23 richtig Gas und möchte meine Chance nutzen, wenn ich sie bekomme. Derzeit läuft es erfreulicherweise bei uns richtig gut, das macht die Sache aber auf der anderen Seite für mich nicht einfacher, in die Mannschaft zu kommen.
Und doch kann es dann schnell gehen, wie das Debüt in der Bundesliga von Matthias Zimmermann beim 2:1-Sieg in Berlin zeigt.
Julian Korb: Ja, und er hat auch zuletzt häufig mit mir in der U23 gespielt. Es freut mich sehr für Matthias, ich kenne ihn ja schon lange aus der Zeit, als er noch nicht bei Borussia war. Er ist mein Jahrgang und hat mich jetzt noch einmal mehr angespornt, weil ich es ihm natürlich nachmachen möchte.
Wo würdest du dich am liebsten in der Mannschaft sehen, du kannst ja einige Positionen im defensiven Bereich spielen?
Julian Korb: Am liebsten spiele ich aber zentral vor der Abwehr als klassische Sechs. Das mache ich auch bei der U23 in der Regel, wobei ich die beiden letzten Spiele auf der rechten Mittelfeldseite gemacht habe.
Und du hast noch einen Nebenjob angefangen, wir haben dich kürzlich im Fanshop hinter der Verkaufstheke gesehen.
Julian Korb: Ja, aber das ist natürlich kein Nebenjob. Ich mache für mein Fachabitur eine Art Praktikum, das als Abschluss dient. Das dauert insgesamt ein Jahr und ich durchlaufe verschiedene Bereiche bei Borussia. Schön ist, dass ich so die Leute kennenlerne, die um die Mannschaft herum im Verein arbeiten. Diejenigen, dich ich bislang kennen gelernt habe, sind nicht nur super nett, sondern auch total fußballbegeistert. Sie stehen voll hinter unserer Mannschaft, das ist ein gutes Gefühl.
Und mit der Doppelbelastung kommst du klar?
Julian Korb: Ja klar, ich muss ja nicht hart körperlich arbeiten. Wenn ich in der trainingsfreien Zeit im Shop arbeite, dann macht mir das nichts aus. (lacht)














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