Es war keine Galavorstellung, aber es war ein ordentlicher Test, der gestrige 4:1-Sieg der Borussen beim Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen.
„Die Leistung war ok. Für sieben, acht Spieler war es wichtig, einmal über 90 Minuten zu spielen. Sie brauchen das“, sagte VfL-Coach Lucien Favre. Einer davon ist Roel Brouwers, der in der Innenverteidigung eine gewohnt solide Leistung bot und in der Offensive einmal mehr seinen guten Torriecher unter Beweis stellte, als er nach einem Freistoß von Oscar Wendt erst per Kopf am gegnerischen Keeper scheiterte, den Abpraller dann aber in Stürmer-Manier zum zwischenzeitlichen 2:1 über die Linie drückte. „Der Kopfball hätte eigentlich schon rein gemusst, aber es hat ja noch geklappt“, so Brouwers, der insgesamt zufrieden war: „Auch wenn es nicht unser bestes Spiel war, denke ich, dass es ein ordentlicher Test war. Zu Beginn haben wir uns etwas schwer getan, aber in der zweiten Halbzeit haben wir fast nichts mehr zugelassen. Und das wichtige ist, dass wir im Rhythmus geblieben sind.“
Positiv ist der Test auch für Raul Bobadilla verlaufen, schließlich ist es für einen Stürmer immer wichtig, Tore zu erzielen - genau das tat Bobadilla gestern. Zunächst setzte er bei einem Querpass in der RWO-Defensive energisch nach und erzielte bereits in der zweiten Minute die frühe Führung, und nach der Pause tankte er sich in seiner unnachahmlichen Art gegen zwei Gegenspieler durch und lupfte den Ball anschließend über den Torwart in die Maschen. Zudem bereitete der Argentinier den vierten VfL-Treffer mustergültig vor, so dass Roman Neustädter nur noch den Ball ins Tor schieben musste. „Ein Angreifer ist immer zufrieden, wenn er Tore machen kann, und ich habe der Mannschaft und dem Trainer gezeigt, dass man sich auf mich verlassen kann“, sagte Bobadilla. Eine gute Partie zeigte auch Yuki Otsu, der auf der rechten Seite oftmals gleich zwei Gegenspieler beschäftige. „Er hat gut gespielt“, lobte Favre, der den Test auch nutzte, um einiges auszuprobieren.
„Da habe ich das letzte Mal in der A-Jugend gespielt“
So kamen die beiden Nachwuchsspieler Julian Korb und Niklas Dams, die beide gestern auch die kompletten 90 Minuten absolvierten, auf für sie etwas ungewohnten Positionen zum Einsatz. Korb spielte hinten rechts in der Viererkette und Dams bildete in der ersten Hälfte mit Thorben Marx die Doppelsechs. „Da habe ich das letzte Mal in der A-Jugend gespielt. Daran musste ich mich erst gewöhnen“, sagte Dams, der in den Anfangsminuten ein paar Probleme hatte, dann aber besser ins Spiel fand. Nach der Pause rückte der 21-Jährige dann in die Innenverteidigung und bot dort eine solide Leistung. „Die jungen Spieler haben es gut gemacht“, lobte Kapitän Filip Daems.
Ebenfalls auf zwei verschiedenen Positionen pro Halbzeit kam Oscar Wendt zum Einsatz. Der Schwede begann, wie bereits beim letzten Test gegen Gent, im linken Mittelfeld. Nach der Pause rückte er auf die Position von Daems links in der Viererkette, da Borussias Kapitän in der Kabine blieb. Mathew Leckie begann zunächst neben Bobadilla im Angriff, bevor er nach der Pause noch für ungefähr eine Viertelstunde im linken Mittelfeld agierte, da der zur Pause eingewechselte Mike Hanke die Position im Angriff einnahm. „Ich denke, dass es alle ganz gut gemacht haben. Zu Beginn hatten wir ein paar Probleme, aber Oberhausen war auch top motiviert. Aber man hat gesehen, dass wir insgesamt einen guten Kader haben“, bilanzierte Daems.
Bei der heutigen regenerativen Einheit nahmen alle Spieler, die beim gestrigen Test dabei waren, teil. Dante, der in der vergangenen Woche Probleme mit dem Knie hatte, trainierte individuell mit Physiotherapeut Andreas Bluhm und soll aller Voraussicht nach, ebenso wie Torwart Marc-André ter Stegen, der zuletzt wegen einer Zahn-OP und einer Hüftverletzung passen musste, am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Nach dem trainingsfreien Montag beginnt dann nämlich die Vorbereitung auf das kommende Heimspiel am Samstag (Anpfiff: 15.30 Uhr) gegen Werder Bremen.













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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
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