Innenverteidiger Martin Stranzl nach dem heutigen Mittwochstraining über Borussias Defensive, Bremens Offensive - und alte Bekannte aus der österreichischen Nationalmannschaft.
Martin, am Wochenende sind die ersten Vier der Tabelle unter sich. Während die Bayern Borussia Dortmund empfangen, habt ihr ein Heimspiel gegen Werder Bremen.
Martin Stranzl: Für die einen Medien ist es ein Topspiel, für die anderen das Duell Claudio Pizarro gegen Marco Reus – für uns aber ist es einfach nur unser kommendes Bundesligaspiel, das Heimspiel gegen eine starke Mannschaft von Werder Bremen, in dem wir eine sehr gute Leistung abliefern wollen und müssen.
Du hast den Namen Claudio Pizarro erwähnt. Er hat in elf Bundesligaspielen elf Tore erzielt, zuletzt gleich dreimal gegen den 1. FC Köln. Bereitet man sich auf so einen Gegenspieler als Abwehrmann anders vor?
Martin Stranzl: Nein. In der Bundesliga musst du ohnehin immer zu 100 Prozent konzentriert sein, da ist es egal, ob dein Gegenspieler Pizarro, Gomez oder sonst wie heißt. Claudio Pizarro ist sicher einer der besten Stürmer der Liga, aber ja auch nicht erst seit dieser Saison. Er spielt ja schon seit Jahren auf diesem Top-Niveau, und im Moment profitiert er auch von den Vorlagen seiner Mitspieler. Das bedeutet natürlich, dass wir alle im Defensivverhalten auf der Hut sein müssen und natürlich nicht nur auf einen einzigen Spieler achten dürfen.
Bisher ist Borussias Defensive sehr stabil, mit nur acht Gegentoren hat Borussia momentan statistisch die zweitbeste Abwehr der Liga. Was macht eure Defensive denn so stark?
Martin Stranzl: Die ganze Mannschaft arbeitet geschlossen sehr gut gegen den Ball. Wir verteidigen sehr hoch, können dadurch Bälle früher abfangen, schneller Gegenstöße nach vorne fahren. Das Verteidigen fängt genauso vorne an wie das Angriffsspiel hinten beginnt. Es herrscht zurzeit eine gute Balance im Team, das bekommen wir gut hin und müssen das aber auch in den kommenden Wochen zeigen…
…in denen einige schwierige Aufgaben auf euch warten. Nach dem Spiel gegen Werder steht das Derby in Köln an, danach kommt der Meister aus Dortmund. Momentan hat Borussia 23 Zähler auf dem Konto. Wie viele werden es in der Winterpause sein?
Martin Stranzl: Es mag abgedroschen klingen. Aber wichtig ist jetzt nur das Spiel gegen Werder Bremen. Da müssen wir, wie in jeder Woche, das, was wir in dieser Saison bisher geleistet haben, bestätigen. Woche für Woche, Schritt für Schritt. Und am Samstag wollen wir damit anfangen, unsere sehr gute Heimbilanz auszubauen.
Werder Bremen hat zwei Österreicher im Team, was kannst du über deine Landsleute Prödl und Arnautovic sagen?
Martin Stranzl: Sebastian Prödl hatte bei Sturm Graz und dann bei Werder einen sehr guten Start in die Profikarriere. Danach hatte er aber sehr viel Verletzungspech, da musste er sich erst einmal fangen. Jetzt ist er wieder voll dabei und auf einem sehr guten Wege. Ich freue mich für ihn, dass er wieder sehr stabil spielt.
Und Marko Arnautovic?
Martin Stranzl: Marko ist einer der besten Fußballer, mit denen ich je in der Nationalmannschaft zusammengespielt habe. Er ist aber auch ein Verrückter – im positiven Sinne. Er kann ein Spiel entscheiden. Ich bin gespannt, wie bei ihm die Entwicklung weitergeht.












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