Ohne sich richtig warm gemacht zu haben, musste Roel Brouwers gestern in der 28. Minute für Martin Stranzl auf dem Platz. Wir sprachen einen Tag nach dem grandiosen 5:0-Erfolg gegen Werder Bremen mit dem Abwehrspieler.
Roel, wir haben gehört, dass du heute Nacht nicht so gut geschlafen hast. Warum?
Brouwers: Nach einem Spiel schlafe ich häufig nicht so gut, egal wie wir gespielt haben. Man hat einfach noch ziemlich viel Adrenalin im Körper und das Spiel geht einem noch mal durch den Kopf. Ich glaube auch, dass es vielen Spielern so geht. Aber heute werde ich bestimmt gut schlafen können.
Was war nach dem Spiel gestern bei euch in der Kabine los?
Brouwers: Die Stimmung war natürlich sehr gut. Wenn man zu Hause 5:0 gegen Bremen gewinnt, dann kann es ja auch gar nicht anders sein. Auch während des Spiels herrschte im ganzen Stadion ja schon eine super Stimmung. Einfach super, wie uns die Fans wieder unterstützt haben. Später bin ich dann nach Hause gefahren und ich habe mit meiner Familie noch über das Spiel gesprochen, dass es ein schönes Spiel war, ein schöner Sieg. Aber das war es dann auch, es ist ja nicht so, dass wir dann auf den Tischen tanzen.
Du wurdest in der 28. Minute beim Stand von 2:0 für den angeschlagenen Martin Stranzl eingewechselt. Was geht einem da durch den Kopf?
Brouwers: Ich hatte nicht viel Zeit, mir Gedanken zu machen. Ich bin nur einmal hin und her gelaufen und dann wurde ich schon eingewechselt. Es ging alles ziemlich schnell und ich stand auf dem Platz. Das war nicht einfach, weil ich noch nicht richtig warm war und dann direkt ins Tempo gehen musste. Ich habe versucht, am Anfang nur die einfachen Sachen zu machen, um erst mal ins Spiel zu kommen. Und ich denke, dass es ganz gut geklappt hat und dass ich mit meiner Leistung zufrieden sein kann.
Marco Reus hat gestern eine sehr gute Leistung gezeigt. Vor allem mit seinen Tempodribblings hat er die Bremer Defensive ein paar Mal durcheinander gewirbelt. Du bist Abwehrspieler, wie verteidigt man gegen so jemanden wie Marco?
Brouwers: Das ist natürlich nicht einfach. Marco ist ziemlich schnell und wenn er voll im Tempo ist, dann ist es sehr schwer ihn zu stoppen. Man muss es dann irgendwie versuchen und zum Glück hat das bei Bremen nicht so gut geklappt. Aber gestern hat ja nicht nur Marco, sondern die ganze Mannschaft sehr gut gespielt, alle haben gut gestanden. Und dann ist es für Marco natürlich auch einfacher und er ist ein Spieler, der so eine Partie dann mit drei Toren entscheiden kann, aber auch er braucht die ganze Mannschaft.
Bayern-Verfolger, internationales Geschäft, in den Medien steht so einiges über euch. Wie siehst du das?
Brouwers: Sicherlich stehen wir im Moment ganz gut da und das müssen wir genießen. Wir wissen aber auch, wo wir herkommen. In der vergangenen Saison wären wir fast abgestiegen, das darf man nicht vergessen. Von daher ist es natürlich schön, dass es jetzt so gut läuft, aber die Saison ist noch lang. Wir müssen weiterhin von Spiel zu Spiel schauen und versuchen so viele Punkte wie möglich zu holen und dann werden wir am Ende sehen, wo wir stehen. Natürlich versuchen wir dort oben zu bleiben. Aber das das sehr schwierig ist, ist auch klar.
Am kommenden Freitag geht es zum Derby nach Köln. Was erwartest du für ein Spiel?
Brouwers: Ein Derby ist immer ein ganz besonderes Spiel, für die Fans natürlich und für den ganzen Verein. Wir müssen das Derby genauso angehen, wie die Spiele in den letzten Wochen. Wir müssen versuchen unser Spiel zu machen. Es wird natürlich nicht leicht. Köln wird versuchen die zwei Niederlagen aus der letzten Saison wieder gut zu machen. Aber wenn wir es schaffen, dass umzusetzen, was wir in den letzten Wochen gemacht haben, dann können wir hoffentlich die Punkte mit nach Mönchengladbach nehmen.














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