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Borussia News

NEWS: 20.11.2011

Etappenziel erreicht

Etappenziel erreicht
Die Fohlen haben derzeit jede Menge Gründe, um zu jubeln.

Bei der 5:0-Gala gegen Werder Bremen zeigte Borussia neben der gewohnt starken Abwehr ein Offensiv-Feuerwerk. Erwartungsgemäß sieht Lucien Favre aber noch Luft nach oben.

„Wenn der Trainer die Spieler mit einem Lachen im Gesicht empfängt, dann weiß man, dass er zufrieden ist“, berichtet Mike Hanke. „Heute hat er gelacht!“ Und überhaupt war die Stimmung beim heutigen Auslaufen sehr gut, denn das was die VfL-Profis am Tag zuvor geleistet haben, hat durchaus historischen Charakter. Das 5:0 ist der höchste Bundesligasieg seit 17 Jahren und damit logischerweise das beste Ergebnis, das je im BORUSSIA-PARK erzielt wiurde. Persönliche Rekorde stellte Marco Reus auf. Noch nie gelangen ihm in seiner Profi-Karriere drei Treffer in einem Pflichtspiel. Nach seinen beiden Doppelpacks zuvor ist er nun der einzige Borusse, dem je das Kunststück gelang in drei aufeinanderfolgenden Spielen mindestens zwei Tore zu erzielen.

1:0 als Türöffner

Logisch, dass der 22-Jährige damit gestern und auch heute noch in aller Munde war. Ein Umstand, der Trainer Lucien Favre gar nicht schmeckt: „Wir müssen aufhören immer über Marco zu sprechen. Er ist ein fantastischer Spieler, aber auch nur ein Teil der Mannschaft.“ Auf die Frage eines Journalisten ob Reus überhaupt noch besser werden könne, antwortete der Schweizer verschmitzt: "Er hat noch kein Tor mit dem Kopf gemacht.“ Ein eben solcher Treffer war aber seinem Mannschaftskollegen Patrick Herrmann gelungen, ebenfalls eine Premiere. Sein Coach wird nicht müde, die Wichtigkeit dieses Treffers hervor zu heben. „Das 1:0 war ganz wichtig für unser Spiel. Bis dahin hatten wir viel, viel Mühe.“

„Schlecht spielen und gewinnen“

Und überhaupt tut sich der Fußball-Lehrer gewohnt schwer in die Loblieder rund um den VfL einzustimmen. Den Stolz auf die gezeigten Leistungen konnte und wollte er aber nicht verhehlen. „Derzeit stimmt die Mischung bei uns“, so sein Kommentar auf die Frage nach der Offensivleistung seiner Elf. Seit seinem Amtsantritt hatte Favre keinen Hehl daraus gemacht, zunächst das Augenmerk auf die Stabilisierung der Defensive zu legen. Ein Vorhaben, welches dem Trainer beinahe in Rekordzeit gelang. Schaut man sich die teilweise großartig heraus kombinierten Tore gegen Werder an, ist die Handschrift des Schweizers nun auch in der Offensive klar zu erkennen. Die zweite Etappe auf dem Weg hin zu seinen Vorstellungen scheint erreicht, was also soll noch folgen? „Schlecht spielen und gewinnen“, lautet Favres Antwort auf diese Frage, „denn diese Fähigkeit zeichnet Spitzenmannschaften aus.“

Bayernverfolger?

Nach der Niederlage des FC Bayern gegen den BVB liegt der VfL nun nur noch zwei Punkte hinter den Münchnern und punktgleich mit den Dortmundern auf Platz drei in der Tabelle. Man könnte meinen Borussia wäre schon eine Spitzenmannschaft. Doch auch in diesem Punkt sind sich die Fohlen einig. Hanke steht stellvertretend für seine Kollegen wenn er sagt, dass man sich nicht als Bayernverfolger sehe. „Wenn man auf die Tabelle schaut, könnte man das vielleicht meinen, aber wir sind noch nicht soweit uns mit dem FC Bayern zu vergleichen. Wir dürfen den Moment genießen, das haben wir uns verdient. Aber wir dürfen jetzt kein bisschen nachlassen, sondern weiter ganz hart arbeiten.“

„Siege sind wichtiger“

Diese Mentalität hatte der Angreifer am gestrigen Samstag wieder einmal vorbildlich vorgelebt. Obwohl an beinahe allen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt, wartet der 28-Jährige weiter auf seinen ersten Saisontreffer. Zwar traf er gestern ins Tor, stand dabei nach eigenen Angaben „knapp neun Meter im Abseits.“ Dass Hanke so entspannt über die Situation plaudern kann, ist ein weiterer Beweis für die äußerst komfortable Situation des VfL. „Klar will ich auch mal wieder treffen“, so Borussias Nummer 19, „aber solange wir Erfolg haben bringt mich das nicht um den Schlaf. Siege sind wichtiger als eigene Tore, aber vielleicht gelingt mir ja ein Treffer gegen Köln.“ Das rheinische Derby am Freitagabend wäre sicherlich nicht der ungünstigste Zeitpunkt die Torlos-Serie zu beenden.

Weitere Untersuchungen folgen

Einer der normalerweise Tore verhindern soll, konnte dies gestern nur 28 Minuten tun. Martin Stranzl verdrehte sich das Knie und musste früh von Roel Brouwers (siehe Interview) ersetzt werden. Eine heute durchgeführte Kernspin-Untersuchung ergab noch keine genaue Diagnose über die Art der Verletzung. Weitere Untersuchungen werden zeigen, ob und wie lange der Österreicher ausfällt.

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