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Borussia News

NEWS: 29.11.2011

„Lassen uns nicht von unserem Weg abbringen“

„Lassen uns nicht von unserem Weg abbringen“
Sportdirektor Max Eberl

Standpunkt: VfL-Sportdirektor Max Eberl spricht über den zurück liegenden Derbysieg, die aktuelle Tabellensituation und das kommende Spitzenspiel gegen Dortmund.

Borussia hat das Derby in Köln am Freitag souverän mit 3:0 für sich entschieden. Was hat dir an der Leistung besonders imponiert?

Max Eberl: Es war ein total verdienter Sieg für uns, weil wir es trotz eines emotionsgeladenen Derbys geschafft haben, einen kühlen Kopf zu bewahren und unsere Spielweise sachlich auf den Platz zu bringen. Allerdings möchte ich das Spiel am Freitag gar nicht einzeln herausnehmen, sondern es als ein Kapitel der gesamten Saison nehmen, in der wir bislang auf einem konstant hohen Niveau spielen.

Mike Hanke hat in Köln zum ersten Mal in dieser Saison getroffen – und das gleich doppelt. Wie sehr freust du dich für ihn?

Max Eberl: Natürlich haben wir uns alle für Mike gefreut, dass er wieder getroffen hat. Aber wir haben ja bereits in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass wir auch so zufrieden mit Mike waren. Er war immer extrem lauffreudig und hat sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt. Deshalb war es für mich nur eine Frage der Zeit, wann er auch wieder selbst treffen wird. Im Moment zeichnet uns aus, dass wir vorne gleich vier oder fünf Spieler haben, die Torgefahr ausstrahlen – das ist für eine Mannschaft enorm wichtig.

Kölns Trainer Stale Solbakken sagte nach dem Spiel, dass sein Team gegen die vielleicht derzeit beste Mannschaft der Bundesliga verloren habe. Was sagst du dazu?

Max Eberl: Es ist schön, ein solches Lob zu bekommen. Aber ich denke, dass es in der Bundesliga derzeit mehrere Mannschaften gibt, die auf sehr hohem Niveau spielen. Dazu gehören wir auch, und darüber freuen wir uns. Uns als beste Mannschaft zu bezeichnen, halte ich aber für übertrieben.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Borussia am Samstag im ZDF-Sportstudio sogar zu einem Titelkandidaten ernannt. Wie bewertest du das?

Max Eberl: Dieses Wahrnehmung ehrt uns, aber man darf nicht vergessen, dass erst 14 Spiele absolviert sind. Wir haben bislang 29 Punkte gesammelt, die wir uns durch gute Leistungen verdient haben und stehen deshalb auch zu Recht weit oben in der Tabelle. Dennoch lassen wir uns durch solche Äußerungen nicht von unserem Weg abbringen. Wir bleiben dabei, dass wir nur von Spiel zu Spiel und nicht an das große Ganze denken. Damit sind wir bislang gut gefahren und so werden wir es auch fortsetzen.

Am Samstag steigt im BORUSSIA-PARK das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund. Was erwartest du für eine Partie?

Max Eberl: Zuerst einmal erwarte ich ein tolles und interessantes Fußballspiel. Beide Mannschaften sind im Moment gut drauf, gehen mit einem Derbysieg im Rücken und entsprechendem Selbstvertrauen in die Partie, das Stadion ist ausverkauft – Fußballherz, was willst du mehr?! Ich sehe uns gegen den amtierenden Deutschen Meister allerdings in der Außenseiterrolle. Das waren wir am 31. Spieltag der vergangenen Saison aber auch, und damals haben wir dank einer beherzten Leistung 1:0 gewonnen. Wir sind derzeit eines der heimstärksten Teams der Bundesliga, brauchen uns somit nicht zu verstecken und werden am Samstag alles dafür tun, um unseren positiven Lauf fortzusetzen.

Möglicherweise wird die Begegnung ohne Marco Reus stattfinden, der sich in Köln den kleinen Zeh des linken Fußes gebrochen hat. Wie groß sind seine Einsatzchancen und wie sehr würde sein Ausfall schmerzen?

Max Eberl: Ich bin kein Arzt, daher kann ich keine Prognosen stellen, ob Marco am Samstag spielen kann. Wir müssen die Trainingswoche abwarten und dann sehen, ob er am Spieltag einsatzbereit ist. Marco ist heiß auf die Partie und wird alles dafür tun, dabei zu sein. Aber die Gesundheit geht vor, und wenn das Risiko zu groß ist, muss eben ein anderer für ihn in die Bresche springen. Natürlich würde uns sein Ausfall weh tun, denn Marco spielt bislang eine herausragende Saison. Aber auch für den Fall, dass er fehlt, wird der Trainer eine Lösung finden, um seinen Verlust im Kollektiv aufzufangen.

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