Der Zweite emfängt den Ersten, am Samstag trifft der VfL auf den BVB. Eine ähnliche Konstellation gab es schon einmal. In unserer Serie „Das Bild zum Spiel" blicken wir heute auf ein Duell der beiden Teams vom 26. November 1994.
In diesem Moment, so scheint es, könnte Holger Fach die ganze Welt umarmen. Gerade eben hat der Gladbacher in der 90. Minute für den 3:3-Endstand gegen Borussia Dortmund gesorgt. Die Angreifer Martin Max und Martin Dahlin rennen dem Torschützen hinterher, Dortmunds Knut Reinhardt kann es nicht fassen.
Es ist ein echtes Spitzenspiel zwischen Borussia und Borussia, das die 34.500 Zuschauer am 26. November 1994 auf dem Bökelberg geboten bekommen. Der VfL ist vor der Partie Dritter, der BVB Spitzenreiter, und genau um diese Nuance besser tritt die Mannschaft um den überragenden Libero Matthias Sammer in der ersten Halbzeit auch auf. Michael Zorcs Führungstor aus der zehnten Minute kann VfL-Angreifer Heiko Herrlich noch ausgleichen. Doch noch vor dem Halbzeitpfiff schraubt BVB-Angreifer Stephane Chapuisat den Zwischenstand auf 1:3 hoch.
Doch der von Bernd Krauss trainierte VfL zeigte nach dem Seitenwechsel eine leidenschaftliche Vorstellung, während Dortmund immer mehr nur versucht, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Und das sollte sich rächen. Recht spät (81.) erzielt Martin Dahlin per Kopf das 2:3, „ich dachte, das ist zu spät“, so Krauss. „Dortmund war so gut und so sicher.“ Dabei ist sein Team der Spätstarter der Liga: Vor dem Spiel hat Borussia in der Saison 21 der 29 Tore nach der Pause erzielt. Und auch dieses Mal haben die ganz in weiß gekleideten Gladbacher die Schlusspointe auf ihrer Seite: Der eingewechselte Holger Fach drückt den Ball nach einem Freistoß von Thomas Kastenmaier zum 3:3 über die Linie. „Wenn man die beiden letzten Tore streichen könnte, hätten wir heute ein Superspiel gemacht“, ist BVB-Coach Ottmar Hitzfeld ebenso überzeugt wie Krauss mit seiner Einschätzung: „Ich habe heute den künftigen deutschen Meister gesehen. Borussia Dortmund hat die kompletteste Mannschaft.“ Sammer bremst: „Die Meisterschaft wird sicher nicht im November entschieden, sondern im Juni.“
Am Ende haben sie alle Recht: Dortmund wird am Ende Meister, doch auch der VfL geht nicht leer aus – und holt den DFB-Pokal.













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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
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