Der FC Augsburg, Borussias heutiger Gegner, liegt derzeit mit elf Punkten am Tabellenende. Von Resignation ist in der Fuggerstadt aber keine Spur. Warum auch? Der Verein war auf eine schwierige Saison vorbereitet.
„Ab heute hat der Abstiegskampf begonnen“, erklärte Geschäftsführer Andreas Rettig bereits auf der Aufstiegsfeier im Mai. Die Euphorie in Augsburg war dennoch riesig. Mit 17.500 verkauften Dauerkarten stellte der FCA einen neuen vereinseigenen Rekord auf, alle waren gespannt auf das Abenteuer Bundesliga. Mit zwei Unentschieden zum Auftakt gegen Freiburg und in Kaiserslautern wähnte sich der FCA auf dem richtigen Weg, doch es folgten sechs weitere Spiele ohne Sieg und der Absturz auf den letzten Tabellenplatz.
Eins konnte man den Augsburgern aber nie vorwerfen: der Kampfgeist war immer großartig. So war es auch nur eine Frage der Zeit, wann sie den ersten Dreier einfahren würden. Am 9. Spieltag war es endlich so weit, mit 1:0 behielt das Team von Trainer Jos Luhukay in Mainz die Oberhand und sicherte sich damit den ersten Bundesliga-Erfolg. Auch in den nachfolgenden Partien war der FCA stets auf Augenhöhe und schnupperte beispielsweise gegen Hannover (0:0), Bremen (1:1) und sogar gegen Spitzenreiter Bayern München (1:2) am Sieg. „Wenn wir alles geben und über uns hinaus wachsen, können wir jede Mannschaft der Bundesliga schlagen“, meint Luhukay – und das stellte seine Mannschaft im jüngsten Heimspiel unter Beweis, als sie den VfL Wolfsburg mit 2:0 bezwang.
Jentzsch muss passen
Den Kasten der Fuggerstädter hütet normalerweise der erfahrene Simon Jentzsch. Er fällt jedoch momentan auf Grund einer Finger-OP aus und wird von Mohamed Amsif vertreten. „Simon hat es versucht. Aber die Rückrunde ist extrem wichtig, dass wir das Risiko nicht eingehen wollen, dass er wegen falschem Ehrgeiz vielleicht drei, vier Monate ausfällt“, so Luhukay. Abwehrchef ist der ehemalige Borusse Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Neben ihm verteidigt im Zentrum Gibril Sankoh, der Sebastian Langkamp (Muskelfaserriss) ersetzt. Auf den defensiven Außenbahnen kommen Dominik Reinhardt sowie Paul Verhaegh zum Einsatz.
Die Doppel-Sechs bilden Lorenzo Davids, Cousin des ehemaligen Weltklassespielers Edgar Davids, und der japanische Nationalspieler Hajime Hosogai. Für das Offensivspiel sind Daniel Baier, Daniel Brinkmann, Tobias Werner und die einzige Spitze Sascha Mölders zuständig. Neben Jentzsch und Langkamp müssen die Hausherren heute auch auf Axel Bellinghausen (Knie), Uwe Möhrle (Adduktoren) und die beiden Ex-Borussen Marcel Ndjeng (Knöchel-OP) und Nando Rafael (Adduktoren) verzichten.
"Wunderschöne Zeit in Gladbach"
Die beiden letztgenannten Spieler waren 2008 maßgeblich an Borussias Rückkehr ins Oberhaus beteiligt. Das gilt natürlich noch viel mehr für Jos Luhukay, der das Traineramt beim VfL im Januar 2007 übernahm und die Mannschaft nach dem Bundesliga-Abstieg gleich wieder zurück in die Eliteklasse führte. „Meine Zeit in Mönchengladbach war wunderschön. Vor allem die Aufstiegsfeier mit 100.000 Fans ist unvergesslich“, erinnert sich der Niederländer gerne an seine Amtsperiode bei Borussia Zeit zurück, die in der darauf folgenden Saison nach sechs Niederlagen in ersten sieben Spielen endete.
„Das Spiel gegen Borussia ist für mich ein ganz besonderes“, sagt Luhukay, der seine Mannschaft aber klar in der Außenseiterrolle sieht: „Gladbach ist meilenweit von uns entfernt. Eigentlich sind es keine zwei Vereine auf Augenhöhe.“ Doch kampflos will er die Punkte gegen seinen Ex-Club natürlich nicht her schenken. „Wir müssen einen superguten Tag erwischen und mit der Unterstützung der Fans muss die Mannschaft über sich hinauswachsen“, hofft Luhukay.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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