Die Gründe für die gestrige Niederlage gegen den FC Augsburg waren schnell gefunden und so ging der Sieg des Aufsteigers auch in Ordnung. Das musste auch Roman Neustädter eingestehen.
Roman, eine Woche nach dem Topspiel gegen den Tabellenführer, reist man zum Schlusslicht der Liga. Dass ihr den Gegner nicht unterschätzt habt, davon ist auszugehen, aber fehlt in solchen Spielen dann vielleicht die ganz große Spannung?
Roman Neustädter: Nein, dem war nicht so, ganz sicher nicht. Wir haben uns auf Augsburg genauso akribisch vorbereitet wie auf alle Gegner zuvor auch. Es wäre eh völlig vermessen, wenn wir irgendeinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen würden. Das kann man sich in der Bundesliga nicht leisten.
Ihr seid gut in die Partie gekommen und hattet einige gute Chancen, es sah zuerst so aus, als könntet ihr an die letzten Leistungen anknüpfen ...
Roman Neustädter: Das stimmt, wir haben gut in die Partie gefunden und hatten die Chance, in Führung zu gehen. Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn wir in Führung gehen. Aber es kam leider anders.
Wie ist dann so ein Bruch im Spiel zu erklären?
Roman Neustädter: Wir haben uns von den Augsburgern den Schneid abkaufen lassen, das haben wir uns vorzuwerfen und das wissen wir. Man hat gespürt, dass sie Respekt vor uns hatten, aber mit der Zeit sind sie immer selbstbewusster geworden.
Was habt ihr dann genau falsch gemacht?
Roman Neustädter: Einiges. Wir haben viel zu viele blöde Fouls begannen, das ist unnötig, da nicht nur unser Rhythmus verloren geht, sondern auch der Gegner durch Standardsituationen selbst Torgefahr ausstrahlen kann.
Durch eine Standardsituation fiel dann auch der Gegentreffer …
Roman Neustädter: Ja, aber es waren insgesamt zu viele. Und danach haben wir uns hinten reindrängen lassen, hatten keine Entlastung mehr und haben uns ganz schlecht bewegt.
Was meinst du mit schlecht bewegt?
Roman Neustädter: Wir haben nicht mehr intelligent gespielt, haben uns nicht an Vorgaben gehalten, und teilweise nur mit langen Bällen agiert. Dann rennst du diesen Bällen hinterher, ohne wirklich Ballkontrolle zu haben.
Wie kann man als Spieler dann noch Einfluss darauf nehmen und die Partie wieder an sich zu reißen?
Roman Neustädter: Das haben wir ja versucht, und hatten ja auch noch Torchancen, durch Mathew zum Beispiel oder nach Standards. Aber insgesamt war es zu wenig, um was Zählbares mitzunehmen.
Nach Niederlagen ist eine der häufigsten Fragen, wie man damit umgeht …
Roman Neustädter: So, wie wir es immer getan haben. Wir werden die Partie genau analysieren, aufarbeiten und daraus für die Zukunft etwas mitnehmen. Wir werden die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
Am kommenden Wochenende steht das letzte Bundesligaspiel der Hinrunde an. Wie wichtig wäre es, mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen?
Roman Neustädter: Da wir erst am Sonntag wieder spielen, haben wir einen Tag mehr. Wir haben nun zwei Tage frei und werden uns ab Mittwoch ganz gezielt auf Mainz vorbereiten. Mit dem Pokalspiel haben wir jetzt noch zwei Spiele vor uns und die Gelegenheit, die Hinrunde zu vergolden.













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