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Borussia News

NEWS: 11.12.2011

Investition und Ertrag

Investition und Ertrag
Durch aggressives Zweikampfverhalten kämpften sich die Augsburger in die Partie, teilweise auch mit überhartem Einsatz, wie hier Sascha Mölders gegen Marc-André ter Stegen.

„Augsburg hat mehr investiert und daher auch verdient gewonnen“, fand Coach Lucien Favre nach der Niederlage gegen den FCA deutliche und klare Worte. Diese werden seine Schützlinge auch bei der Aufarbeitung der Partie zu hören bekommen, denn der Trainer sah einige Fehler seines Teams.

Dabei begann die Partie eigentlich ganz nach dem Geschmack der knapp 4.000 mitgereisten VfL-Anhänger. Borussia war vom Anpfiff an hellwach und vieles deutete daraufhin, dass die Fohlen an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen würden. Dabei hatte gleich zweimal Raul Bobadilla, der insgesamt fünf Torschüsse abgab, schon zu Spielbeginn die Führung auf dem Fuß. Aber anstatt den Schwung der ersten Minuten mitzunehmen und den Druck hochzuhalten, gaben die Borussen von Spielminute zu Spielminute die Kontrolle über die Partie an die Gastgeber ab. Die Augsburger machten wiederrum das, was in so einer Phase nötig ist, um ins Spiel zu kommen – sie kamen über den Kampf. „Dass Augsburg gerade in kämpferischer Hinsicht alles reinwerfen würde, war uns klar und hat uns nicht überrascht. Aber wir haben nicht genug dagegengehalten“, machte Kapitän Filip Daems aus. Coach Lucien Favre wollte von einer unfairen Spielweise der Gastgeber aber nichts wissen: „Das ist Bundesliga, damit müssen wir umgehen können, wenn der Gegner robust reingeht. Nein, das war für mich nicht spielentscheidend.“

Eine Kette von Fehlern

In den Zweikämpfen behielten die Fuggerstädter oftmals die Oberhand und agierten meist cleverer. Zu insgesamt 21 Fouls ließen sich die Borussen am gestrigen Tage hinreißen. Im Schnitt begehen die Favre-Schützlinge gerade einmal 12 Fouls pro Begegnung und liegen damit am Ende der „Foul-Tabelle“. Aber nicht nur die hohe Anzahl an eigenen Fouls gefiel dem Borussen-Coach überhaupt nicht. Bei eigenem Ballbesitz fanden die Fohlen anders als in der Wochen zuvor kein probates Mittel, um die kompakt stehende FCA-Defensive in Verlegenheit zu bringen. Dabei machte Favre eine Kette von Fehlern aus. „Wir hatten schon große Probleme, den Ball unter Kontrolle zu bringen. Wir wollen eigentlich immer mit wenigen Kontakten spielen, aber wenn du den Ball schlecht annimmst, verlierst du Zeit.“ Und auch die Anschlussaktion war dann überhaupt nicht nach dem Geschmack des Trainers: „Und danach haben wir uns meist nicht gut bewegt, sind nicht in die Räume gekommen, die notwendig sind. So war es schwer, Lösungen zu finden.“

Damit sich dies bis zum Spiel gegen Mainz 05 (Sonntag, Anstoß um 17.30 Uhr) wieder ändert, haben die Borussen zwei Tage frei, um die Niederlage aus den Köpfen zu bekommen, eine Analyse der Partie erfolgt dann per Videostudium am Mittwoch. Dann wird vielleicht auch eine Statistik zur Sprache kommen, mit der die Borussen gegen Augsburg für einen Saisonrekord sorgten: insgesamt 14-mal stand ein Akteur des FCA im Abseits, achtmal in Halbzeit eins. Entscheidend ist dabei insbesondere die Abstimmung innerhalb der Viererkette, aber auch der Druck, den die Mittelfeldspieler auf den Ballführenden ausüben. „Abseits kann man sich vorher nicht überlegen, das macht man absolut situationsabhängig. In Sekundenbruchteilen muss man entscheiden, ob man es versucht, vorzuschieben“, so Mittelfeldakteur Thorben Marx. Zumindest dies klappte am gestrigen Tage reibungslos.

Ter Stegen und Daems werden untersucht

Die gestrige Begegnung brachte aber nicht nur die ein oder andere, auch wenn nicht ganz so erfreuliche Erkenntnis mit sich, sondern auch einige körperliche Blessuren. Keeper Marc-André ter Stegen bekam gestern einen Schlag auf die Rippen und Kapitän Filip Daems einen Schlag auf das Sprunggelenk. Nach heutigen Untersuchungen gab es bei beiden Entwarnung: Gebrochen ist nichts, Daems hat eine Mittelfußprellung und ter Stegen eine Thoraxprellung. Gestern ebenfalls eine Prellung zugezogen hat sich Juan Arango, der heute, wie ter Stegen nicht am Auslaufen teilnahm. Bei Borussias Nummer 18 ist es die Schulter, die schmerzt. Den drei angeschlagenen Borussen dürfte es gelegen kommen, dass die Trainingswoche für das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Mainz 05 (Anpfiff: 17.30 Uhr) erst am Mittwoch beginnt.

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