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Borussia News

NEWS: 20.12.2011

Festtag vor den Festtagen

Festtag vor den Festtagen
So jubelten die Borussen – hier Dante, Marco Reus, Marc-André ter Stegen und Roman Neustädter – nach dem glücklichen 4:3-Sieg im Elfmeterschießen in Heidenheim.

Königsblau vor der Brust, Weihnachten im Sinn – unter diesem Motto steht Borussias Achtelfinalspiel im DFB-Pokal.

Drei Tage vor den christlichen Festtagen steht für den VfL noch einmal ein sportlicher Festtag an, denn niemand Geringerer als Titelverteidiger Schalke 04 gastiert morgen Abend im BORUSSIA-PARK. Innerhalb weniger Stunden nach Öffnung der Ticketshops war das Stadion ausverkauft – die Rahmenbedingungen für einen rauschenden Pokalabend sind somit gegeben. „Wir sind sehr froh, dass wir ein Heimspiel haben und dann auch noch so einen attraktiven Westschlager. Wir freuen uns auf ein schönes Fußballfest bei uns im BORUSSIA-PARK mit unseren tollen Fans im Rücken gegen den Titelverteidiger“, freut sich Sportdirektor Max Eberl.

Erst zum dritten Mal ist der BORUSSIA-PARK Schauplatz eines Mönchengladbacher Pokal-Heimspiels. Fünfeinhalb Jahre hatte es nach der feierlichen Eröffnung des Stadions im Jahre 2004 gedauert, ehe dem VfL zum ersten Mal eine Pokal-Partie vor eigenem Publikum beschert wurde. Doch die Premiere ging gründlich in die Hose. Mit 0:1 unterlag Borussia am 22. September 2009 dem Zweitligisten MSV Duisburg. Rund ein Jahr später machten es die Fohlen besser. Nach einem packenden Pokal-Krimi über 120 Minuten (1:1) bezwangen sie Bayer Leverkusen mit 6:5 nach Elfmeterschießen und zogen ins Achtelfinale ein. In diesem scheiterte Borussia in der Vorsaison mit 0:2 an 1899 Hoffenheim.

Entscheidung im Elfmeterschießen

Dennoch war es das beste Abschneiden seit sieben Jahren. Fünfmal in Folge hatte der VfL zuvor in der zweiten Runde die Segel streichen müssen: 2005/06 bei Hertha BSC Berlin (0:3), 2006/07 beim VfL Osnabrück (1:2), 2007/08 beim FC Bayern München (1:3), 2008/09 bei Energie Cottbus (0:3) und eben 2009/10 gegen den MSV Duisburg (0:1). Beinahe wäre auch in dieser Saison bereits zum gleichen Zeitpunkt das vorzeitige Aus erfolgt. Drittligist Heidenheim machte den Borussen das Leben extrem schwer und zwang die Borussen nach 120 torlosen Minuten ins Elfmeterschießen, in dem Keeper Marc-André ter Stegen gleich zweimal parieren konnte. „Jetzt fragt doch keiner mehr danach, wie wir weiter gekommen sind. Im Pokal geht es nur darum, in die nächste Runde einzuziehen. Das Wie ist nebensächlich“, so ter Stegen.

In der ersten Runde hatte sich Borussia ebenfalls mit einem Drittligisten gemessen. Die Aufgabe bei Jahn Regensburg löste die Favre-Elf ungleich souveräner und gewann 3:1. „Der Pokalwettbewerb ist in Deutschland unglaublich schwierig. Du kannst dir keinen Fehler erlauben, sonst bist du sofort raus“, sagte Favre damals nach dem Spiel.

Er hat sicher schon einen Plan im Kopf, damit sich das im Pokalspiel nicht wiederholt. „Gerade zuhause haben wir in der Liga viele tolle Heimspiele abgeliefert. Wenn wir diese Leistung erneut abrufen, sind wir mit Schalke absolut auf Augenhöhe“, meint Innenverteidiger Martin Stranzl. Er stand vor wenigen Jahren mit seinem früheren Verein Spartak Moskau im russischen Pokalfinale, der Titelgewinn blieb ihm damals aber verwehrt. „Natürlich würde ich gerne noch einmal ins Endspiel einziehen und die Gelegenheit haben, es besser zu machen“, hofft Stranzl. In diesem Falle würde auch ein Platz in der Europa League winken, denn der Cupsieger ist direkt für das internationale Geschäft qualifiziert. „Der Pokal ist der schnellste Weg nach Europa, deswegen werden wir alles dafür tun, eine Runde weiterzukommen“, verspricht Stranzl.

Aber nicht nur die Aussicht auf eine mögliche Teilnahme am internationalen Fußball macht den DFB-Pokal so interessant. „Dieser Wettbewerb ist auch in finanzieller Hinsicht reizvoll“, meint Sportdirektor Max Eberl. Jedem Verein winken lukrative Einnahmen, die sich von Runde zu Runde steigern. Für den Einzug ins Viertelfinale gäbe es 1,1 Millionen Euro und für die Halbfinalteilnahme sogar 1,75 Millionen Euro. Der Verlierer des Finals kann sich mit weiteren zwei Millionen Euro trösten, der DFB-Pokalsieger erhält sogar eine Prämie in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Live-Übertragungen und geteilte Zuschauereinnahmen steigern die Summen zusätzlich.

Aber im Finale sind die Borussen längst noch nicht. Der Weg dorthin ist zwar vergleichsweise kurz, kann aber auch sehr steinig sein. Den ersten dicken Brocken wollen die Borussen morgen aus dem Weg räumen.

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