Am Tag nach dem 3:1-Sieg gegen Schalke fingen wir Marco Reus auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub ab und sprachen kurz mit dem 22-Jährigen.
Marco, das Fußballjahr 2011 hätte nicht besser enden können. Bist du froh, dass es nun in den Weihnachtsurlaub geht?
Reus: Wir sind gut drauf, irgendwie wäre es auch schön, wenn es jetzt ohne Pause einfach weitergehen würde. Aber dieses Jahr war für uns lang, turbulent und sehr hart, wir hatten durch die Relegationsspiele eine sehr kurze Sommerpause. Die Erholung wird uns sicher gut tun, es ist wichtig, dass wir uns nun ein paar Tage ausruhen. Wir können froh sein, dass wir 2011 hinter uns gebracht haben, und das auf diese Art und Weise.
Im letzten Pflichtspiel habt ihr den Zuschauern ein großes Spiel gegen den FC Schalke geliefert. Wie ist die Partie aus deiner Sicht gelaufen?
Reus: Wir haben Schalke mit ihren tollen Offensivspielern nur wenig Raum gelassen und das Spielfeld eng gemacht. Das hat lange Zeit sehr gut funktioniert. Unsere Überzahl in der zweiten Hälfte haben wir lange Zeit nicht gut ausgespielt und ein ärgerliches Gegentor kassiert, das Spiel wurde noch einmal spannend. Zum Glück haben wir uns dann aber wieder gefangen und kurz vor Schluss den Sack zugemacht. Wir haben Schalke aus dem Rennen geschossen, sind eine Runde weiter. Es hat enorm viel Spaß gemacht, es war ein sehr ordentliches Fußballspiel von uns, vor allem in der ersten Halbzeit, bei einer tollen Atmosphäre im Stadion. Nun haben wir allen Grund, schöne Weihnachten zu feiern.
Du warst mit einer Torvorlage und zwei Treffern nicht ganz unbeteiligt am Sieg, hattest bei beiden Treffern aber auch ein wenig Glück.
Reus: Sicherlich, ein wenig Glück gehört aber immer dazu. Aber man muss es bei beiden Treffern auch überhaupt erst einmal versuchen. Das habe ich getan, und es hat geklappt.
Weniger schön war der Tritt von Schalkes Jermaine Jones auf deinen lädierten Fuß…
Reus: Es hat ja jeder im Fernsehen sehen können. Er weiß es selber auch, der Schiedsrichter hat es nicht gesehen. Ich will da gar nicht drüber reden und mich nicht aufregen. Ich will mich eigentlich nur über unseren tollen Sieg freuen, wir haben mit unserem Sieg die richtige Antwort gegeben.
Unmittelbar nach dem Spiel wurde das Viertelfinale ausgelost, ihr müsst im Februar bei Hertha BSC antreten. Jetzt wollt ihr ins Finale, oder?
Reus: Natürlich. Jetzt sind wir schon so weit gekommen… Aber bis zum Endspiel ist es noch ein langer Weg. In zwei Spielen ist alles möglich, und wenn wir ins Finale wollen, müssen wir die schlagen, die noch kommen – ganz einfach.
In der Bundesliga auf Platz vier, im Pokal unter den besten Acht: Habt ihr euch neue Saisonziele gesetzt?
Reus: Erst einmal müssen wir uns nach diesem Jahr neu sammeln. Die Saison ist noch so lang und es sind noch ein paar Spiele – es tut uns allen gut, wenn wir weiter mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. Wenn wir nun ein paar Tage verschnauft haben, ist eine gute Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde wichtig.
Was wünscht du dir für 2012?
Reus: Ich wünsche mir, dass meine Familie, die Mannschaft, jeder aus dem Umfeld des Vereins und die Fans gesund bleiben und dass wir alle weiterhin Spaß an unserem Fußball haben.













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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
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