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Borussia News

NEWS: 02.01.2012

„Ein Schritt nach dem anderen“

„Ein Schritt nach dem anderen“
Borussias Sportdirektor Max Eberl.

Standpunkt: Sportdirektor Max Eberl über Transfers in der Winterpause, die gute Einstufung der VfL-Profis in der Kicker-Rangliste des deutschen Fußballs und die Zielstellungen für die Rückrunde.

Max, hast du nach der tollen Hinrunde die Weihnachtstage und den Jahreswechsel in Ruhe genießen können?

Max Eberl: Natürlich war diese Weihnachtspause angenehmer als die im vergangenen Jahr, aber auch jetzt gab es einiges zu tun. Denn wir wollen unseren Weg weitergehen und versuchen, die guten Leistungen zu bestätigen. Und da bis zum 31. Januar wieder Transfers getätigt werden dürfen, gibt es in dieser Zeit ohnehin immer etwas zu besprechen.

Wird sich bei Borussia etwas tun?

Max Eberl: Wir werden Tolga Cigerci vom VfL Wolfsburg ausleihen, einen jungen Mittelfeldspieler. Die Sache ist fast abgeschlossen, es fehlen noch die sportärztlichen Untersuchungen und die Unterschriften unter dem Vertrag. Wahrscheinlich wird er morgen beim Trainingsauftakt aber schon dabei sein.

Gespräche laufen auch mit Alexander Ring von HJK Helsinki. Wie sieht es da aus?

Max Eberl: Das ist ein sehr interessanter, junger Spieler, der im Mittelfeld alle vier Positionen spielen kann. Er ist erst 20, finnischer Nationalspieler, spricht fließend Deutsch. Wir würden ihn gerne verpflichten und sind in Gesprächen mit seinem Verein.

Wird es auch Abgänge geben?

Max Eberl: Ja, wir sprechen gerade mit Manchester United darüber, die Ausleihe von Joshua King schon jetzt zu beenden. Wir konnten ihm wegen seiner Verletzungen weniger Einsätze bieten, als er und Manchester sich das vorgestellt haben, deshalb sind sich alle drei Seiten einig, dass es besser wäre, wenn er jetzt nach England zurückkehrt.

Der VfL Osnabrück soll sich wegen Elias Kachunga gemeldet haben, der in der Regionalliga für Borussias U23 zwölf Tore gemacht hat? Wie ist da der Stand?

Max Eberl: Es stimmt, dass Osnabrück ihn ausleihen will. Wir werden darüber mit Elias sprechen und uns auch für uns Gedanken machen, ob das Sinn macht.

Der Kicker veröffentlicht in diesen Tagen wieder seine „Rangliste des deutschen Fußballs“. Bisher wurden sieben Positionen analysiert, acht Spieler von Borussia tauchen in der Rangliste auf: ter Stegen, Dante und Reus in der „Internationalen Klasse“, Daems als drittbester Außenverteidiger der Liga, auch Stranzl, Arango und Herrmann im „weiteren Kreis“. Solch eine gute Bewertung hat es in den letzten 15 Jahren für Borussia nicht mehr gegeben …

Max Eberl: Natürlich freut einen das, denn es zeigt die gute Gesamtentwicklung bei Borussia. Wenn du als Mannschaft Erfolg hast, dann steht auch jeder einzelne Spieler positiv im Fokus. Jeder Spieler verbessert seinen Stellenwert, wenn er mit seiner Mannschaft gute Leistungen zeigt. Und es sollte für jeden Spieler ein Ansporn sein, sich auf diesem Niveau zu halten. Genau wie für die ganze Mannschaft.

Vor dem Rückrundenstart fragt natürlich auch jeder nach den Zielen für die zweite Saisonhälfte. Wie sehen die aus?

Max Eberl: Wir wollen so weitermachen wie in der Hinrunde. Unser nächstes Ziel ist das Spiel gegen Bayern München am 20. Januar. Und danach nehmen wir das Auswärtsspiel in Stuttgart in Angriff. Wir müssen jede einzelne Aufgabe ernst nehmen und in jedem Spiel um den maximalen Erfolg kämpfen. Um jedes Unentschieden, um jeden Sieg. Wenn wir das weiter so gut hinkriegen wie in der Hinrunde, dann können wir uns vielleicht im Mai freuen, dass unter dem Strich etwas Gutes herausgekommen ist. Das gilt auch für den Pokal. Warum sollten wir vom Finale träumen, wenn wir erst im Viertelfinale sind und bei Hertha BSC eine schwere Aufgabe vor uns haben? Nein, nein, immer ein Schritt nach dem anderen.

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