Vor der Abreise ins einwöchige Trainingslager in der Türkei sprachen wir mit Borussias Vize-Kapitän Martin Stranzl.
Martin, gestern war der Laktattest, wie ist es gelaufen?
Stranzl: Der Laktattest ist gut, um festzustellen, wie der Fitnesszustand der Mannschaft ist. Zum Trainingslager werden wir die Werte haben. Danach wird das Training dann ausgerichtet und gesteuert.
Hast du denn in den Ferien an deiner Fitness gearbeitet oder stand Regeneration auf dem Programm?
Stranzl: Ich glaube nicht, dass wir in den zwölf Tagen viel an Fitness verloren haben. Deshalb hat man die Pause wirklich zur Regeneration genutzt.
Im Winter wird die Bilanz der Hinrunde gezogen. Unter anderem auch vom Kicker, der dich in der Rangliste der besten Innenverteidiger der Bundesliga auf Rang fünf einstuft. Bekommt man so etwas mit und wie bewertest du dies?
Stranzl: Natürlich kriegt man so etwas mit und registriert das auch positiv. Jeder Spieler ist froh, wenn er gut bewertet wird. Man muss aber damit umgehen können und darf das nicht überbewerten. Die Berichterstattung kann schnell wieder in eine andere Richtung gehen. Das kennt man. Es ist ein schöner Abschluss gewesen, aber jetzt geht es wieder von vorne los und man muss sich wieder auf seine Arbeit konzentrieren.
Du bist jetzt beinahe genau seit einem Jahr beim VfL. Wie ordnest du das Jahr 2011 sportlich in deiner Karriere ein?
Stranzl: Für Borussia war 2011 ein super Jahr. Wir haben insgesamt 59 Punkte geholt und sind noch im DFB-Pokal dabei. Und für mich ist es bis auf ein paar Verletzungen auch sehr gut gelaufen. Daran wollen wir und will ich im neuen Jahr natürlich anknüpfen.
Die Zukunft sieht jetzt ein Trainingslager in Belek vor, bist du schon mal an der türkischen Riviera gewesen?
Stranzl: In der Türkei war ich mit Spartak Moskau schon sehr oft. Wenn das Wetter stimmt, hat man dort sehr gute Bedingungen. Ich habe in der Türkei aber auch schon monsunartige Regenfälle erlebt, so dass die Trainingsplätze nicht bespielbar waren. Wir wollen die Zeit im Trainingslager auf jeden Fall nutzen, um uns sehr gut auf die Rückrunde vorzubereiten.
Was erwartest du von den kommenden Tagen?
Stranzl: Es wird eine sehr intensive Woche. Wir haben drei Testspiele und ansonsten täglich zwei Trainingseinheiten. Ich gehe davon aus, dass wir nach der kurzen Pause schnell wieder in den normalen Trainingsrhythmus finden. Wir müssen nur schauen, dass sich niemand verletzt.
Neben dem Training stehen auch noch drei Testspiele auf dem Programm. Wie wichtig sind solche Partien in dieser Phase?
Stranzl: Testspiele sind für die Abstimmung in den einzelnen Mannschaftsteilen und für die Automatismen ganz wichtig. Das kriegt man im Training nicht so hin. Auch für die Kondition sind Testspiele wichtig. Außerdem spielt jeder Fußballer lieber gegen gute Gegner als zweimal am Tag nur zu trainieren.
Die Vorbereitung hat zwar eben erst begonnen und es kann noch viel passieren, aber Fakt ist, Dante ist für den Saisonauftakt gegen die Bayern gesperrt. Muss jetzt das Zusammenspiel mit Roel Brouwers speziell geübt werden?
Stranzl: Nein, da müssen wir nichts Spezielles üben. Wir kennen uns und haben schon öfter zusammen gespielt. Das hat immer sehr gut geklappt. Insofern brauchen wir auch keine Eingewöhnungszeit. Wir wollen einfach wieder einen guten Job machen.
Nicht nur das Spiel gegen den FCB, sondern das komplette Auftaktprogramm hat es in sich. Glaubst du euch kann ein ähnlich furioser Start gelingen wie zu Saisonbeginn?
Stranzl: Es ist zwar ein schwieriges Auftaktprogramm, aber das ist ganz gut, um sofort hellwach zu sein. Natürlich wollen wir in den Spielen wieder die Punkte holen so wie uns das im Sommer gelungen ist. Wir schauen aber nur von Spiel zu Spiel. Los geht es gegen Bayern München. Wir haben zu Hause bislang gut gespielt und viele Punkte geholt. Das wollen wir fortsetzen und erfolgreich in die Rückrunde starten.
Wie hat die Mannschaft die Nachricht aufgefasst, dass Marco Reus und Roman Neustädter Borussia zum Saisonende verlassen werden?
Stranzl Wir finden es natürlich sehr schade, dass die beiden gehen werden. Aber es ist eine Entscheidung jedes einzelnen Spielers. Ich bin mir sicher, dass das die Mannschaftsleistung in der Rückrunde nicht beeinflussen wird.












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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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