Wir haben zwischen den beiden heutigen Trainingseinheiten mit Innenverteidiger Martin Stranzl gesprochen.
Martin, am Sonntag steht das Auswärtsspiel in Stuttgart an. Du hast einige Jahre beim VfB gespielt. Ist das ein besonderes Spiel für dich?
Stranzl: Ich hatte eine schöne Zeit in Stuttgart. Von damals sind aber nicht mehr viele Spieler da. Ich kenne aber noch einige Leute aus dem Verein und freue mich, diese am Sonntag wieder zu sehen. Ein besonderes Spiel ist das für mich aber dennoch nicht.
Wie viel Selbstvertrauen hat Euch der 3:1-Sieg gegen die Bayern gegeben?
Stranzl: Es ist ja nicht nur der Sieg gegen die Bayern, der uns selbstbewusst macht, sondern die Leistungen, die wir seit einem Jahr zeigen. Das macht uns aber nicht überheblich. Wir wissen, woher wir kommen und wie schnell es wieder in die andere Richtung gehen kann.
Für viele Beobachter steht Stuttgart nach der Niederlage zum Rückrundenauftakt am Sonntag schon unter Druck. Kommt euch das entgegen?
Stranzl: Wir bereiten uns ganz normal auf das Spiel vor und werden dabei auch den Gegner analysieren. In der Rückrunde ist es immer so, dass die Spiele ab einem gewissen Zeitpunkt heruntergezählt werden. Und je weniger Punkte man dann holt, desto größer wird der Druck. Stuttgart will zu Hause natürlich die drei Punkte holen. Wir wollen aber auch punkten und werden dementsprechend auftreten.
In der vergangenen Saison gab es in Stuttgart eine deftige 0:7-Niederlage für Borussia. Du warst damals noch nicht Teil der Mannschaft. Ist das Spiel bei denen, die dabei waren, noch im Hinterkopf?
Stranzl: Nein. Das ist nur ein Thema in den Medien, aber nicht in der Mannschaft.
Wenn es gut in einer Mannschaft läuft, heißt es, es könnte sich eine Zufriedenheit und Bequemlichkeit einstellen. Siehst du diese Gefahr bei Borussia?
Stranzl: Absolut nicht. Wir arbeiten seit einem Jahr sehr gut zusammen. Das sieht man auch auf dem Platz. Wir spielen einen gepflegten Fußball.
Ihr habt aktuell zwölf Punkte Vorsprung auf den siebten Platz und werdet deshalb in Interviews immer öfter mit dem Thema Europapokal konfrontiert. Beschäftigt ihr euch damit?
Stranzl: Nein, das ist noch weit weg. Über das Thema sprechen wir auch nicht. Wir halten es weiterhin so, dass wir uns immer nur auf das nächste Spiel konzentrieren und darauf vorbereiten. Abgerechnet wird nach 34 Spieltagen. Dann wird man sehen, was dabei herausgekommen ist. Wenn wir die Leistungen aus der Hinrunde aber bestätigen, dann werden wir oben dabei bleiben. Das wollen wir natürlich versuchen. Aber jetzt von Champions League oder Europa League zu sprechen, ist zu früh. Und deshalb beschäftigen wir uns auch nicht damit.












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Vom 18.05.2012
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