Wir sprachen zwischen den beiden Trainingseinheiten am heutigen Mittwoch mit Borussias Rechtsverteidiger Tony Jantschke.
Tony, ihr habt gegen die Bayern gewonnen, jetzt in Stuttgart. Hättet ihr damit gerechnet, dass ihr so gut aus der Winterpause kommt?
Jantschke: Damit rechnen konnte man nicht. Wir wissen aber, was wir können. Zum Auftakt hatten wir ein Heimspiel. Das möchte man immer gewinnen. Wir glauben an unsere Stärke. Deshalb ist das für uns auch keine Riesen-Überraschung, dass wir so gut gestartet sind.
Habt Ihr die Kraft, um euer laufintensives Spielsystem ohne Einbrüche bis zum Ende der Saison durchzuziehen?
Jantschke: Ich denke nicht, dass das an der Kraft liegt. Wir sehen immer wieder in den Statistiken, dass wir mithalten können. Egal, wie viel der Gegner läuft, wir können immer noch eine Schippe drauflegen. Ob wir das so durchhalten können, das werden wir sehen.
Günter Netzer traut euch sogar die Meisterschaft zu. Kannst du seine Einschätzung nachvollziehen?
Jantschke: Was die Experten sagen, hat uns nicht zu interessieren. Wir konzentrieren uns nur auf uns. Wir wollen unser Spiel weiter so spielen und versuchen, erfolgreich zu sein und so viele Punkte wie möglich zu holen. Dann werden wir sehen, wofür das am Ende reicht.
Nach deinen konstant guten Leistungen sprechen manche Journalisten schon davon, dass Du ein Kandidat für die Nationalmannschaft sein könntest. Ist das für dich ein Thema?
Jantschke: Aktuell nicht unbedingt. Es ist natürlich der Traum eines jeden Fußballers, in der Nationalmannschaft zu spielen. Ob es dafür reicht, das wird man sehen. Ich bin in der U21 eine feste Größe. Und darauf konzentriere ich mich im Moment.
Am Samstag geht es für Borussia nach Wolfsburg. Was für ein Spiel erwartest du dort?
Jantschke: Wolfsburg ist sehr heimstark. Sie haben nur auswärts eine Menge Punkte liegenlassen. Zu Hause sind sie sehr gut aufgestellt und gewinnen ihre Spiele meistens. Wir werden versuchen, dagegen zu halten. Wir konzentrieren uns aber mehr auf uns. Und wenn wir unseren Stiefel weiter kontinuierlich herunterspielen, werden wir auch erfolgreich sein.
Ihr habt schon fünf Auswärtssiege auf dem Konto, habt jetzt auch in Stuttgart gewonnen. Was macht euch auswärts so stark?
Jantschke: Wir spielen auswärts genau so wie zu Hause. Das heißt, wir versuchen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Das gelingt uns ganz gut. Selbst in den Spielen, die wir auswärts verloren haben, waren wir nicht schlechter, sondern immer auf Augenhöhe. Die fünf Auswärtssiege waren in jedem Fall verdient. Und wir hoffen natürlich, dass noch einige dazukommen.
Wie wichtig ist für euch das Bewusstsein, dass ihr so wenig Gegentore bekommt und hinten so gut steht?
Jantschke: Das ist immer gut. Ich denke, es ist das Fundament jeder Mannschaft, wenn man wenig Gegentore bekommt. Dann reicht vorne manchmal schon ein Tor, um das Spiel zu gewinnen. Es macht vieles leichter. Wir wissen, dass wir nicht den Druck haben, vorne ein Tor nach dem anderen zu schießen. Wir können deshalb auch mal riuhiger spielen und auf unsere Torchancen warten.
Ihr seid momentan auf Platz vier hinter Bayern, Dortmund und Schalke. Auch wenn ihr euch nicht als Titelkandidat seht: Wie wohl fühlt ihr euch im Windschatten dieser drei Mannschaften an der Spitze?
Jantschke: Das ist uns eigentlich völlig egal. Wir schauen auch nicht, wie viele Punkte die anderen Teams haben. Wir schauen nur auf uns. Wir spielen eine gute Saison und wollen so weitermachen. Deshalb geht es für uns jetzt auch nur um das Spiel in Wolfsburg.














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Vom 18.05.2012
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