Borussias Trainer Lucien Favre stehen für das Auswärtsspiel am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg alle Spieler aus dem Profikader zur Verfügung. „Das ist sehr gut“, sagte Favre bei der heutigen Pressekonferenz.
Die nach dem Spiel in Stuttgart angeschlagenen Mike Hanke und Dante konnten in dieser Woche komplett mittrainieren. Kapitän Filip Daems hat seine Grippe auskuriert und Innenverteidiger Roel Brouwers seine Rückenprellung überwunden. „Wir hatten gestern zwei sehr intensive Einheiten“, berichtete VfL-Trainer Lucien Favre den Journalisten. Deswegen ließen es die Borussen bei Dauerfrost heute etwas ruhiger angehen. Rund eine halbe Stunde blieben die Profis auf dem Trainingsplatz. Morgen steht vor der Abfahrt nach Wolfsburg noch die nicht-öffentliche Abschlusseinheit auf dem Programm.
Nach den zwei Siegen zum Rückrundenauftakt fährt der VfL mit viel Selbstbewusstsein in die Autostadt. Favre erwartet dort aber keine leichte Aufgabe. „Wolfsburg ist sehr gefährlich, gerade zu Hause. Da haben sie erst zwei Spiele in dieser Saison verloren. Und die Niederlage gegen die Bayern war auch noch unverdient“, sagte der Schweizer. Wolfsburg stehe sehr kompakt, laufe sehr viel und sei extrem aggressiv. „Es ist sehr schwer, gegen sie zu spielen“, so Favre. Das hätten am vergangenen Wochenende auch die Bayern gespürt, die sich nur wenige Torchancen gegen das Team von Felix Magath erarbeitet hätten.
Hinzu komme, dass sich die Niedersachsen in der Winterpause noch einmal personell verstärkt hätten. „Wolfsburg hatte schon vor der Winterpause sehr gute Spieler, ist jetzt aber noch einmal besser geworden. Mit Felipe Lopes und Ricardo Rodriguez haben sie gerade in der Abwehr zwei sehr gute Spieler dazu bekommen“, sagte Favre.
Dennoch wird Borussia alles versuchen, um den positiven Trend auch am Samstag zu bestätigen. „Wir sind gefestigt. Es ist schwer, gegen uns zu spielen. Wir erspielen uns viele Torchancen“, sagte Favre, der zugleich betonte, dass das nicht nur die Leistung seiner Defensivabteilung, sondern das Werk seiner gesamten Mannschaft sei. Luft nach oben sieht der Schweizer dennoch. „Wir müssen uns noch verbessern, beispielsweise bei der Ballannahme. Es ist, wie ich immer sage: Wir müssen weiter hart arbeiten und um jeden Punkt kämpfen.“ Wichtig sei es dabei aber auch, weiter intelligent zu spielen.
Kälte ist kein Problem
Dass die sibirische Kälte, die auch am Samstag im Stadion zu erwarten ist, ein Problem für seine Spieler darstellen könnte, glaubt der Coach nicht. „Es gibt keinen Regen und keinen Wind, und die Sonne scheint“, sagte er lächelnd auf die Nachfrage eines Journalisten.
Sportdirektor Max Eberl wurde derweil noch einmal explizit nach dem Stand der Verhandlungen mit Juan Arango gefragt. „Wir sind auf der Zielgeraden. Wenn es ein 400-Meter-Lauf ist, sind wir auf den letzten 100 Metern“, sagte er. Lucien Favre würde die Vertragsverlängerung des Venezolaners natürlich freuen: „Juan spielt sehr präzise mit seinem linken Fuß, sowohl kurze, als auch lange Bälle. Außerdem kann er ein Spiel sehr gut lesen.“
Die Volkswagen-Arena in Wolfsburg ist für das Spiel am Samstag ausverkauft (30.000 Plätze). Borussia rechnet mit mehr als 5.000 Gladbach-Fans in Wolfsburg. Wer das Spiel weder im Stadion noch im Fernsehen verfolgen kann, für den steht am Samstag ab etwa 15.20 Uhr wie gewohnt Borussias Liveticker zur Verfügung.













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Vom 18.05.2012
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