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Borussia News

NEWS: 05.02.2012

Zufrieden mit dem einen Punkt

Zufrieden mit dem einen Punkt
Marco Reus vergab in der 69. Minute die wohl beste Chance des Spiels.

„Sind Sie verrückt“, fragte VfL-Coach Lucien Favre einen Journalisten, als er ihn nach dem Abpfiff die Frage stellte, ob das 0:0-Unentschieden gestern beim VfL Wolfsburg ein Rückschlag für ihn sei.

Diese Frage zeigt deutlich, dass die Ansprüche an Borussia von außen immer größer werden. Doch davon lassen sich die Verantwortlichen überhaupt nicht beeinflussen. „Ein 0:0 in Wolfsburg ist ein gutes Ergebnis. Mit dem Punkt kann ich gut leben“, sagte Favre. Sportdirektor Max Eberl pflichtete ihm bei: „Mit nun sieben Punkten aus den ersten drei Rückrundenspielen, davon zwei auswärts, stehen wir sehr gut da. Deshalb können wir mit dem Unentschieden zufrieden sein, auch wenn die Jungs enttäuscht waren und natürlich lieber gewonnen hätten.“

Die Möglichkeiten dazu waren vorhanden – gleich zweimal zappelte der Ball im ersten Durchgang sogar im Netz, doch beiden Treffern verweigerte Schiedsrichter Peter Gagelmann die Anerkennung. War beim Treffer von Roel Brouwers, der in gewohnt souveräner Manier den erkrankten Martin Stranzl vertrat, die Situation eindeutig (Dante steht deutlich zu weit vorne), so war die Entscheidung beim Abseitstor von Mike Hanke denkbar knapp. „Man sagt immer, im Zweifel soll für den Angreifer entschieden werden, daher hätte man das Tor vielleicht auch geben können. Aber für den Schiedsrichter ist das auch sehr schwer, zu entscheiden – auch wenn es natürlich bitter für uns ist“, sagte Hanke.

Reus vergab beste Chance

Ebenso bitter war es, dass ausgerechnet Borussias bester Torschütze, Marco Reus, in der 69. Minute die beste Gelegenheit des Spiels ausließ. Er lief allein auf Wölfe-Keeper Diego Benaglio zu, setzte das Spielgerät dann aber aus kurzer Distanz neben den linken Pfosten. „So etwas passiert mir auch nicht so oft. Ich wollte den Ball mit dem Außenrist ins lange Eck setzen, doch irgendwie ist er mir abgerutscht. Dafür gibt es keine Entschuldigung, der hätte sitzen müssen“, meinte Reus. Vorwürfe an den in dieser Saison schon zwölffachen Torschützen gab es aber nicht. „Marco hat für uns schon so viele wichtige Treffer erzielt, so etwas kann immer mal passieren“, sagte Eberl.

Und zumindest konnten sich die Borussen wieder einmal auf ihre starke Defensive verlassen. Bereits zum neunten Mal blieben sie in dieser Spielzeit ohne Gegentreffer und konnten damit zumindest einen Zähler aus der Autostadt entführen. „Es war eines der schwierigsten Spiele, die wir in dieser Saison hatten. Wir haben kaum Räume gefunden. Deswegen können wir mit dem Punkt leben“, sagte Hanke. Grund genug, um zufrieden den Heimweg anzutreten. Doch dieser gestaltete sich etwas schwieriger als gedacht. Auf Grund des großen Fanaufkommens am Wolfsburger Hauptbahnhof kam der Borussias-Tross mit erheblicher Verspätung dort erst los. Die Rückfahrt verzögerte sich dann noch einmal, da so mancher ohne gültigen Fahrschein den Rückweg nach Mönchengladbach antraten. Deshalb legte der ICE in Hannover einen Zwischenstopp ein, um die "Schwarzfahrer" aus dem Zug zu befördern.

Drei Spieler fehlten

Am heutigen Sonntagvormittag stand bei eisigen Temperaturen für die Stammkräfte ein Auslaufen und die Reservisten das Spielersatztraining an. Drei Akteure konnten nicht daran teilnehmen. Martin Stranzl (grippaler Infekt) hütete zuhause das Bett. Auch Marc-André ter Stegen ist über Nacht an einem grippalen Infekt erkrankt. Zudem zog sich Roman Neustädter einen Bluterguss am Steißbein zu und musste heute ebenfalls pausieren. Am morgigen Montag um 15 Uhr beginnt für die Borussen die Vorbereitung auf das DFB-Pokal-Viertelfinalspiel am Mittwoch (19 Uhr) bei Hertha BSC. „Wir haben nicht viel Zeit, uns zu erholen. Ab sofort gilt unsere Konzentration dem wichtigen Spiel in Berlin“, so Favre.

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