Der VfL gewann das Viertelfinale im DFB-Pokal mit 2:0 nach Verlängerung bei Hertha BSC. Mit einem verwandelten Foulelfmeter sorgte Filip Daems für die Führung, in der Nachspielzeit traf Oscar Wendt zum Endstand.
Borussias Trainer Lucien Favre bot exakt die Elf auf, die am vergangenen Samstag in Wolfsburg ein Remis holte. Roel Brouwers ersetzte den grippekranken Martin Stranzl erneut in der Innenverteidigung. Und der Niederländer war nach einer ereignisarmen Anfangsphase in der 18. Minute gleich zur Stelle, als Herthas einzige Sturmspitze Pierre-Michel Lasogga die erste Torchance der Partie hatte. Seinen Schussversuch von der Strafraumgrenze wehrte er gerade noch rechtzeitig zur Ecke ab. Offensiv gelang dem VfL trotz mehr Ballbesitz zunächst nicht viel. Immer wieder gab es Ballverluste im Spielaufbau. So auch in der 30. Minute. Raffael profitierte von einem Fehlpass in der Gladbacher Defensive und drang halblinks in den Strafraum ein. Sein strammer Linksschuss landete am Außennetz.
Berlin übernahm zunehmend die Spielkontrolle und drängte Borussia weit in die eigene Hälfte zurück. Lediglich Patrick Herrmann sorgte für ein wenig Gefahr, als er zwei Flanken vor dem Tor der Herthaner nicht richtig mit dem Kopf erwischte. Ansonsten erspielten sich die Borussen im ersten Durchgang keine zwingende Torchance. Hinten hatten sie aber acht Minuten vor der Halbzeit noch eine brenzlige Situation im Strafraum des VfL zu überstehen, als Lasogga nach einer schnellen Kombination freigespielt wurde. Borussias Schlussmann Marc-André ter Stegen klärte aber zur Ecke, so dass es zur Pause in einem wenig aufregenden Spiel beim torlosen Unentschieden blieb.
Borussia nach der Pause druckvoller
In der zweiten Hälfte agierte der VfL deutlich druckvoller und zwang die Herthaner zu Fehlern im Spielaufbau. Marco Reus war in der 50. Minute frei durch, das Zuspiel von Herrmann war aber einen Tick zu steil, so dass Berlins Torwart Thomas Kraft den Ball ohne große Mühe aufnehmen konnte. Hertha kam nach einer Stunde zu ihrer bis dato besten Torchance. Peter Niemeyer zirkelte den Ball aus knapp 18 Metern an den Außenpfosten. Kurz darauf lenkte ter Stegen einen Distanzschuss von Alfredo Morales mit einer Glanzparade um den Pfosten. Schiedsrichter Dr. Brych hatte aber ohnehin auf Abseits entschieden.
In der Folgezeit blieb es ein Spiel, das sich größtenteils zwischen beiden Strafraumgrenzen abspielte. Beide Teams hatten mitunter ihre liebe Mühe mit dem schwierig zu bespielenden Platz. Zwölf Minuten vor dem Ende tauchte Igor de Camargo nach Pass von Mike Hanke frei vor dem Tor auf, brachte den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle, so dass Kraft parieren konnte. Wenige Minuten später verpasste Hanke eine scharfe Hereingabe am Fünfmeterraum nur knapp. Borussia war in der Schlussphase das präsentere Team und riskierte mehr in der Offensive. Ganz vorne fehlte aber ein wenig die Durchschlagskraft.
Elfmeter bringt die Führung
In der Verlängerung knüpfte Borussia an die engagierte Schlussphase an und ging nach zehn Minuten in Führung. Herthas Innenverteidiger Roman Hubnik geriet nach einer harmlosen Aktion im Strafraum mit Igor de Camargo aneinander. Brych entschied auf Strafstoß für Borussia und zeigte Hubnik zudem die Rote Karte. Kapitän Filip Daems ließ sich von der Unruhe nach dieser Entscheidung nicht beeindrucken und verwandelte gewohnt souverän.
In Überzahl stand das Team von Favre defensiv sicher und ließ nicht mehr viel anbrennen. Ronny versuchte es für die Berliner noch einmal aus der Distanz, verfehlte aber den Kasten von Marc-André ter Stegen. Auf der anderen Seite ergaben sich noch Konterchancen für Borussia. Hanke scheiterte aber vier Minuten vor dem Ende an Kraft. Der eingewechselte Adrian Ramos hatte für Berlin noch einmal die große Chance auszugleichen, verzog aber deutlich. In der Nachspielzeit traf der gerade eingewechselte Oscar Wendt nach schöner Vorarbeit von Juan Arango zum Endstand. Borussia zieht damit zum ersten Mal seit 2004 wieder in das Halbfinale des DFB-Pokal ein.
Hertha BSC: Kraft – Morales, Mijatovic, Hubnik, Kobiashvili (80. Ronny) – Niemeyer, Ottl (116. Ramos) – Ebert, Lustenberger (60. Bastians), Raffael – Lasogga
Borussia: ter Stegen – Jantschke, Brouwers, Dante, Daems – Nordtveit, Neustädter – Herrmann (70. de Camargo), Arango – Reus (115. Marx), Hanke (120. Wendt)
Tore: 0:1 Daems (101. Foulelfmeter), 0:2 Wendt (120.+2)
Gelbe Karte: Ebert - Dante, de Camargo
Rote Karte: Hubnik
Zuschauer: 50.000
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych













Borussias Twitter Feed
Die Uefa war heute zu Gast im BORUSSIA-PARK: Es war ein erster Besuch wegen der Champions League. Ende Juni kommt erneut eine Delegation.
Vor ca. 2 Stunden
Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
Vorgestern
Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bei Facebook
Borussia bei Youtube
Videos aus unserem Youtube-Kanal