Wir haben nach dem Pokalspiel in Berlin und vor dem Rückflug mit Borussias Torhüter Marc-André ter Stegen gesprochen.
Marc, ihr habt 2:0 nach 120 Minuten in Berlin gewonnen. Es war die erwartet schwere Aufgabe. Wie hast du das Spiel gesehen?
ter Stegen: Wir haben schwer ins Spiel gefunden. Nach etwa einer halben Stunde haben wir uns aber akklimatisiert. Der Platz war für beide Mannschaften schwer zu bespielen. Wir haben am Ende vielleicht ein bisschen glücklich, aber auch nicht unverdient gewonnen.
Es war kein Spiel, in dem die Torhüter ständig unter Beschuss standen. Die Begegnung hat sich überwiegend im Mittelfeld abgespielt. Wie hält man da als Torhüter die Konzentration hoch?
ter Stegen: Die Konzentration hoch zu halten, war nicht das Problem. Die Kälte war eher ein Problem. Aber nicht nur ich, sondern auch die anderen Akteure auf dem Platz, waren davon beeinträchtigt. Wir haben das Beste daraus gemacht und als Mannschaft wieder die Null gehalten. Das ist am Ende das, was zählt.
Das Spiel ging in die Verlängerung. Inwieweit beschäftigt man sich als Torhüter dann schon mit einem möglichen Elfmeterschießen?
ter Stegen: Erst einmal überhaupt nicht. Wir alle waren erst einmal auf die 120 Minuten fokussiert. Auf alles, was danach gekommen wäre, konzentriert man sich erst in dem Moment. Vorher gilt es, das Spiel konzentriert zu gestalten. Dass wir am Ende gewonnen haben und damit im Pokal-Halbfinale stehen, ist dann natürlich schön.
Jetzt wollt ihr natürlich auch ins Finale, oder?
ter Stegen: Die Konzentration gilt jetzt erst einmal dem Spiel am Samstag gegen Schalke. Wir können jetzt noch nicht darauf schauen, welcher Gegner im Halbfinale wartet. Wir müssen uns auf die Bundesliga konzentrieren. Der DFB-Pokal spielt erst dann wieder eine Rolle, wenn dort das nächste Spiel ansteht. Wir wollen aber generell jedes Spiel gewinnen und dementsprechend auch ins Finale einziehen.
Das Viertelfinale war ein sehr intensives Spiel über 120 Minuten. Könnte das eure Leistungsfähigkeit für das Spiel gegen Schalke beeinträchtigen?
ter Stegen: Es war natürlich ein anstrengendes Spiel, aber ich denke, dass wir trotzdem Vollgas geben können. Schalke kennt diesen Rhythmus durch die internationalen Spiele. Wir haben uns den Sieg gestern auch ein Stück weit erarbeitet, als wir uns in der zweiten Halbzeit zusammengerissen haben. Darauf können wir aufbauen, und damit wollen wir in das Spiel gegen Schalke gehen.
Es ist das Duell Vierter gegen Dritter. Wie wichtig ist das Spiel für euch?
ter Stegen: Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Wir wollen natürlich oben dran bleiben und weiter Punkte sammeln. Es ist klar, dass wir die drei Punkte zu Hause behalten wollen.
Vor rund sieben Wochen gab es im BORUSSIA-PARK das Pokal-Achtelfinale gegen Schalke. Ihr habt 3:1 gewonnen. Inwieweit spielt das am Samstag noch eine Rolle?
ter Stegen: Das spielt genau so wenig eine Rolle wie das Viertelfinale, das wir jetzt gespielt haben. Das ist Vergangenheit. Wir müssen schauen, dass wir am Samstag konzentriert ins Spiel gehen.
Am Samstagabend ist auch die Auslosung für das DFB-Pokal-Halbfinale. Greuther Fürth, Bayern München oder Borussia Dortmund sind die potenziellen Kontrahenten. Gibt es einen Wunschgegner für euch?
ter Stegen: Einen Wunschgegner gibt es nicht. Wir wollen einfach das Finale erreichen. Das ist unser Ziel. Wir warten jetzt ab, gegen wen es geht.
Du hältst seit dem vergangenen Wochenende einen Rekord. Prozentual gesehen hast du von allen Torhütern, die jemals in der Bundesliga gespielt haben, den höchsten Wert an Zu-Null-Spielen. Bedeuten dir solche Statistiken etwas?
Ter Stegen: Es ist eine Statistik, die vielleicht für mich spricht. Wichtiger ist aber für mich und für die Mannschaft, dass wir weiterhin konzentriert arbeiten und hoffentlich noch einige Spiele zu Null bestreiten.













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Vom 18.05.2012
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