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NEWS: 11.02.2012

Schalke will geduldig sein

Schalke will geduldig sein
Jefferson Farfan könnte nach langer Verletzungspause am Samstag erstmals wieder in der Schalker Startelf stehen.

Borussias heutiger Gegner, der FC Schalke 04, ist wie der VfL mit zwei Siegen und einem Unentschieden in die Rückrunde gestartet.

Rein tabellarisch gibt es heute ab 18.30 Uhr ein Top-Spiel im BORUSSIA-PARK. Der Tabellenvierte empfängt den Dritten. Beide Teams trennt gerade mal ein Punkt. Die Bedeutung dieses Spiels möchte man in Gelsenkirchen aber nicht überbewerten. „Wie sonst geht es auch in diesem Spiel um drei Punkte, und die werden auch in den 13 noch folgenden Bundesligaspielen vergeben“, sagt Trainer Huub Stevens, der seit Ende September wieder auf der Trainerbank der Knappen sitzt. „Wir wollen aber natürlich wie immer ein gutes Ergebnis erzielen.“

Seine Mannschaft ist genauso gut aus der Winterpause gekommen wie Borussia. Gegen Stuttgart gab es einen 3:1-Erfolg, in Köln kamen die Knappen nach einem Halbzeit-Rückstand noch zu einem überzeugenden 4:1-Sieg. Am vergangenen Spieltag wollte Schalke mit dem sechsten Sieg in Folge einen Vereinsrekord einstellen. Gegen Mainz 05 stand in der heimischen Arena am Ende aber ein 1:1-Unentschieden, was bei den Fans etwas Unmut hervorrief. Die gestiegene Erwartungshaltung im Schalker Umfeld ist den Verantwortlichen ein Dorn im Auge. „Wenn einer glaubt, dass wir durch die Liga fliegen und jeden schlagen, der verkennt, dass dies die ausgeglichenste Liga in Europa ist", sagt Sportdirektor Horst Heldt.

Zweimal standen sich beide Teams in der laufenden Saison bereits gegenüber. Das Hinspiel gewann Schalke noch unter Ralf Rangnick durch ein Tor von Raúl 1:0. Es war damals Borussias erste Saisonniederlage. Vor rund sieben Wochen kam es im Achtelfinale des DFB-Pokals zum Aufeinandertreffen im BORUSSIA-PARK. Der VfL kam damals durch ein 3:1 weiter. „Aus diesem Spiel müssen wir die richtigen Lehren ziehen“, erklärt Stevens. Seine Elf schwächte sich damals durch den unnötigen Platzverweis gegen Klaas-Jan Huntelaar selbst.

Stevens fordert von seinem Team, geduldig zu spielen und die womöglich wenigen Torchancen effektiv zu nutzen. Die Offensive ist dabei das Prunkstück der Gelsenkirchener. Nach den Bayern (47) hat Schalke mit 46 die meisten Tore der Liga erzielt. Jefferson Farfan steht nach zweimonatiger Verletzungspause wieder als Option für die Startelf bereit. Der Peruaner könnte mit dem in der Winterpause von Liga-Konkurrent Hoffenheim ausgeliehenen Chinedu Obasi, dem spanischen Superstar Raúl und Klaas-Jan Huntelaar eine extrem gefährliche Offensivreihe bilden. Der holländische Torjäger hat in dieser Saison bereits 16 Treffer erzielt. In der Rückrunde war er bislang nur vom Elfmeterpunkt erfolgreich.

Jones und Holtby fehlen

Personell etwas improvisieren muss Stevens dahinter im zentralen Mittelfeld. Jermaine Jones fehlt noch bis zum 1. März wegen einer Sperre. Der US-Amerikaner war Marco Reus im Pokalspiel auf den lädierten Fuß getreten und nachträglich vom DFB für zwei Monate gesperrt worden. Zudem fehlt Lewis Holtby, der früher in der Jugend bei Borussia aktiv war. Der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft kann nach Sprunggelenksproblemen erst in den nächsten Tagen wieder ins Training einsteigen. Für die beiden dürften Marco Höger und Christoph Moritz in der Startelf stehen.

Zwei Ex-Borussen werden das Spiel an ihrer alten Wirkungsstätte derweil verpassen. Alexander Baumjohann konnte nach muskulären Problemen zuletzt nur Lauftraining absolvieren. Und Peer Kluge ist nach seiner Meniskusoperation noch im Aufbautraining. Dafür ist Kapitän Benedikt Höwedes nach seinem Jochbeinbruch am vergangenen Spieltag bereits wieder in die Mannschaft zurückgekehrt und wird wohl auf der rechten Außenbahn verteidigen. In der Innenverteidigung sind Joel Matip und Kyriakos Papadopoulos gesetzt. Auf der Linksverteidigerposition spielt in Christian Fuchs ein gefährlicher Flankengeber und Freistoßschütze.

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