Wir haben zwischen den beiden heutigen Trainingseinheiten mit Havard Nordtveit gesprochen.
Havard, nach dem 3:0 gegen Schalke sehen viele in euch nun einen ernsthaften Meisterschaftskandidaten. Prompt kommt die Frage, ob ihr euch jetzt neue Ziele setzen müsst?
Nordtveit: Als Fußballer muss man immer Ziele haben, die man erreichen möchte. Wir haben eine gute Position in der Liga, aber um die Meisterschaft zu gewinnen, müssen wir viele gute Spiele abliefern. Und wir dürfen nicht zu weit in die Zukunft denken. Das kann einen nur leicht ablenken. Es gibt noch 13 schwere Spiele für uns. Und wir müssen uns auf jedes einzelne davon konzentrieren. Danach werden wir sehen, was wir erreicht haben.
Nervt es euch, dass ihr immer wieder auf dieses Denken von Spiel zu Spiel angesprochen werdet?
Nordtveit: Nein. Aber es ist so, dass wir das total verinnerlicht haben. Man muss sich in der Bundesliga immer voll und ganz auf das nächste Spiel konzentrieren. Wenn man damit fertig ist, geht es direkt zum nächsten.
Mit dem 1. FC Kaiserslautern wartet am Samstag ein Gegner aus dem unteren Tabellendrittel auf euch. Gegen solche Teams habt ihr euch in der Vergangenheit mitunter schwer getan. Was macht dich optimistisch für das Duell auf dem Betzenberg?
Nordtveit: Es wird eine sehr schwierige Begegnung für uns. Wir müssen analysieren, was wir im Schalke-Spiel noch besser hätten machen können und das dann am Samstag in Kaiserslautern umsetzen und unser Spiel spielen. Ich hoffe, das reicht dann für die drei Punkte.
Du bist im zentralen Mittelfeld an der Seite von Roman Neustädter gesetzt. Wie siehst du deine persönliche Entwicklung in den vergangenen Monaten?
Nordtveit: Bevor ich zu Borussia gekommen bin, habe ich nicht im Mittelfeld gespielt, sondern war immer Innenverteidiger. Jetzt spiele ich seit anderthalb Jahren auf der Sechs. Und ich bin ziemlich zufrieden mit dem, was ich und was wir als Mannschaft bisher erreicht haben. Ich habe aber noch viel zu lernen und hoffe, dass ich mich positiv weiter entwickeln kann.
Eure Offensive war an fast allen Toren in den vergangenen Wochen beteiligt. Über die Defensivspieler wird deshalb eher weniger berichtet, obwohl ihr den größten Anteil an den wenigen Gegentreffern habt.
Nordtveit: Das ist nicht dramatisch. Unser Ziel als Mannschaft ist es schließlich, Tore zu erzielen. Deshalb ist es normal, dass unsere Spieler in der Offensive die meiste Aufmerksamkeit in den Medien bekommen. Wichtig für uns ist aber, was der Trainer sieht. Und er weiß, welche Arbeit wir in der Defensive leisten. Das sieht man ja an der Zahl von nur zwölf Gegentreffern.













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Vom 18.05.2012
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