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Borussia News

NEWS: 18.01.2013

„Ein Unentschieden hilft keinem weiter“

„Ein Unentschieden hilft keinem weiter“
Francisco Copado beendete im Sommer 2009 seine Profi-Karriere.

Francisco Copado lief 70 Mal für 1899 Hoffenheim in der 1. und 2. Bundesliga auf und erzielte 28 Tore. Mit den Kraichgauern stieg er 2008 ins deutsche Oberhaus auf. Wir sprachen mit dem früheren Angreifer.

Herr Copado, nach der Hinrunde steht 1899 Hoffenheim auf dem Relegationsplatz 16. Vor der Saison hat sich das Team mit namhaften Spielern verstärkt und die internationalen Plätze als Saisonziel ausgerufen. Wie ist diese Diskrepanz zu erklären?

Francisco Copado: Die Mannschaft hat auf jeden Fall mehr Potenzial als es ihr aktueller Tabellenplatz aussagt. Die Qualität, die in diesem Kader steckt, konnte in der Hinrunde jedoch zu selten abgerufen werden. Für mich bedeutet das, dass entweder die Mannschaft nicht intakt ist, oder das Konzept des Trainers nicht umgesetzt werden konnte – was für Gründe es hierfür auch gegeben haben mag.

Anfang Dezember hat der Verein auf die sportliche Situation reagiert und Trainer Markus Babbel gefeuert, der etatmäßige U23-Trainer Frank Kramer übernahm bis zur Winterpause. Jetzt wird Hoffenheim von Marco Kurz trainiert. Glauben sie, dass mit ihm ein drohender Abstieg verhindert werden kann?

Francisco Copado: Die Entlassung hat sicherlich nicht für Ruhe gesorgt, aber das ist nun mal der übliche Weg im Fußball. Wenn es nicht läuft, zieht der Verein die Reißleine und hofft, mit einem neuen Trainer neue Kräfte freizusetzen. Ich habe zu meiner aktiven Zeit häufig gegen Marco Kurz gespielt, er ist ein positiver Mensch. Seine Trainingsmethoden und sein Konzept kenne ich allerdings nicht. Ich wünsche mir einfach, dass er jetzt der Richtige ist und das Team wieder in die Spur bringt.

Geht es für 1899 in der Rückrunde allein um den Klassenerhalt?

Francisco Copado: Das oberste Ziel ist es, nicht abzusteigen. Da muss sich Hoffenheim keine anderen Ziele setzen. Wenn der Verein das nach dieser Hinrunde schafft, hat er schon viel geleistet. Wie eingangs schon gesagt: Die Mannschaft hat mehr Potenzial als sie bislang abgerufen hat. Deswegen traue ich ihr das absolut zu. Ich kann mich noch an unsere Aufstiegssaison erinnern. Nach 17 Spielen waren wir Achter, am Ende der Saison sind wir noch aufgestiegen. Als ehemaliger Hoffenheim-Spieler wünsche ich mir, dass der Club die Klasse hält.

Am Samstag (15.30 Uhr) steht das Duell Ihres Ex-Klubs gegen Borussia an. Haben Sie besondere Erinnerungen an Begegnungen gegen den VfL oder verbindet Sie etwas mit dem Klub?

Francisco Copado: Borussia war als Kind mein Lieblingsverein, eines meiner ersten Bundesligaspiele habe ich gegen diesen Club bestritten. Ich wünsche dem Verein immer das Beste, weil er mir wirklich am Herzen liegt. Eigentlich wünsche ich Borussia immer einen Sieg, am Wochenende ist das natürlich so eine Sache. Vielleicht sollte das Spiel unentschieden ausgehen, aber das hilft keinem der beiden weiter. Hoffenheim braucht Punkte gegen den Abstieg, Borussia, um den Kontakt zu den Europapokalplätzen zu halten. Ich wünsche mir, dass die bessere Mannschaft gewinnt.

Im Hinspiel setzte sich die Fohlenelf zum Auftakt der Saison 2:1 durch. Zuvor war Hoffenheim so etwas wie ein Angstgegner der Borussen...

Francisco Copado: Letztes Jahr war Borussia in der Defensive sehr stark, in der Vorrunde hat sie dort die eine oder andere Schwäche offenbart. Hoffenheim hat das gleiche Problem. Daher rechne ich mit einem torreichen Spiel. Borussia wird als Gastmannschaft, so wie ich Lucien Favre einschätze, kompakt stehen und auf Konter lauern. In Patrick Herrmann oder Juan Arango hat das Team die richtigen Spieler dafür. 1899 wird mit dem neuen Trainer besonders motiviert in die Partie gehen. Es wird eine spannende Angelegenheit.

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