Suchen

Borussia News

NEWS: 15.02.2013

„Wir haben noch nichts verloren“

„Wir haben noch nichts verloren“
Marc-André ter Stegen streckt sich vergeblich - das 3:3 in der Nachspielzeit konnte der Keeper nicht verhindern.

Wir haben uns nach dem 3:3 im UEFA Europa League-Hinspiel gegen Lazio Rom mit Torhüter Marc-André ter Stegen unterhalten.

Marc, innerhalb von einer Woche gab es zwei spektakuläre Spiele im BORUSSIA-PARK, die beide 3:3 endeten. Ihr hättet Euch vor allem gestern aber vermutlich einen anderen Ausgang gewünscht...

ter Stegen: Ja, klar. Im Moment erleben wir packende Spiele. Die letzten beiden Partien waren für die Zuschauer mit Sicherheit sehenswert, für uns war es aber nicht so prickelnd, sechs Gegentore in zwei Spielen hinnehmen zu müssen. Daran müssen wir arbeiten.

Ihr habt drei Elfmeter zugesprochen bekommen. Hast Du so etwas schon einmal erlebt?

ter Stegen: Nein, so etwas habe ich bis jetzt noch nicht erlebt. Aber ich denke, alle drei Elfmeter waren berechtigt. Der Schiedsrichter hat richtig entschieden.

Wie bitter ist es, als Torhüter sechs Gegentore in zwei Spielen zu bekommen, bei denen man völlig machtlos ist?

ter Stegen: Das ärgert mich natürlich, aber auch alle anderen Spieler. Wir hätten uns am Ende gegen Rom einfach auf die Verteidigung konzentrieren müssen, haben das aber leider nicht geschafft. Das ist sehr enttäuschend.

Dabei lief das Spiel nach dem zwischenzeitlichen Rückstand kurz vor Ende wieder gut für Euch, als ihr 3:2 in Führung gegangen seid...

ter Stegen: Wenn man zuerst führt und dann zurückliegt, ist das natürlich keine schöne Situation. Man darf aber nie aufstecken. Das haben wir auch nicht getan. Wir haben uns wieder auf das Spiel nach vorne konzentriert und sind verdient wieder in Führung gegangen. Und bis zum 3:3 haben wir in der Defensive auch ordentlich agiert. Da hätten wir uns sagen müssen: Wir haben gemacht, was wir konnten, jetzt halten wir das 3:2. Deswegen muss man sich über das späte 3:3 so ärgern.

Was lief schief bei den Gegentoren?

ter Stegen: Wir waren phasenweise nicht gut geordnet und haben Lazio Rom dadurch zu Chancen kommen lassen, die man hätte verhindern können. Wir müssen uns deshalb an die eigene Nase fassen. Der Ausgleich darf uns einfach nicht passieren. Erst Recht nicht, weil Rom zu der Zeit in Unterzahl war. Da dürfen wir nach einer Standardsituation nicht so ungeordnet sein.

Was nehmt Ihr dennoch an positiven Erkenntnissen mit aus dem Spiel?

ter Stegen: Wir haben ein packendes Spiel geliefert und hätten die Partie auch gewinnen können, weil wir genügend Chancen hatten. Das muss uns positiv stimmen für das Rückspiel in einer Woche. Wir haben auch die Möglichkeit, dort zu gewinnen.

Was muss dafür besser werden?

ter Stegen: Wir müssen kompakt stehen und in der Defensive alle Wege machen, die wichtig sind. Im Spiel nach vorne müssen wir unsere vorhandenen Qualitäten einbringen. Wir sind derzeit enorm stark bei Standardsituationen und müssen mit 100 Prozent ins das Spiel gehen.

Wie groß ist die Zuversicht vor dem Rückspiel in einer Woche?

ter Stegen: Wir sind angesichts des Ergebnisses natürlich enttäuscht, die Stimmung in der Kabine war aber nicht geknickt. Wir haben noch nichts verloren und können immer noch in die nächste Runde kommen. Das ist unser Ziel und wir haben in dieser Saison im Europapokal schon gezeigt, dass wir auch auswärts gut Fußball spielen können.

Viele VfL-Fans werden mit nach Italien reisen. Wie wichtig ist diese Unterstützung für Euch und inwieweit haben Euch die Fans auch schon beim Hinspiel geholfen?

ter Stegen: Sie haben eine ganz wichtige Rolle gespielt. Es war enorm wichtig, dass es nach dem 1:2 keinen Knick gegeben hat, auch nicht bei den Fans. Sie haben uns weiter unterstützt. Das war sehr wichtig. Wenn man sieht, wie viele Fans uns immer begleiten, ob jetztnach Hamburg oder nach Rom, dann lässt es sich noch ein bisschen einfacher spielen.

Ihr habt derzeit ein hartes Programm. Kann der Februar schon vorentscheidend für Euch sein?

ter Stegen: Wir haben unsere Pflichtaufgaben in der Bundesliga zu erfüllen und müssen dort unsere Leistungen zeigen. Das ist das Wichtigste. Wenn es reicht, um am Ende wieder in der Europa League zu spielen, wäre das überragend. Aber wir müssen uns jetzt erst einmal auf das Spiel beim HSV konzentrieren. Wir stehen vor harten Wochen, aber anderen Mannschaften geht es genauso.

Abschließende Frage: Es gab gestern Medienberichte aus Spanien, nach denen Du einen Vorvertrag beim FC Barcelona unterschrieben hättest. Viele Journalisten haben Dich nach dem Spiel darauf angesprochen. Was hast Du Ihnen geantwortet?

ter Stegen: Es entspricht einfach nicht der Wahrheit, dass ich dort einen Vorvertrag unterschrieben haben soll. Es gibt auch keinen Kontakt. Und die Gerüchte interessieren mich nicht. Für mich ist nur wichtig, dass ich meine Leistung bei Borussia bringe.

Weitere News

Verlosung unter allen Rom-Fahrern

Verlosung unter allen Rom-Fahrern 23.02.2013

Borussen-Fans, die mit in Rom waren, können uns Bilder aus dem Stadion schicken und mit etwas Glück exklusive Preise aus dem Europapokal gewinnen.

Endstation Rom

Endstation Rom 22.02.2013

In die Enttäuschung nach der 0:2-Niederlage bei Lazio Rom und dem Ausscheiden aus dem Europapokal mischte sich bei den Borussen auch der Stolz auf die eigenen Anhänger sowie das Auftreten im internationalen Wettbewerb insgesamt.

Mitglied werden

Stadionführung

Böklunder

Borussia MitgliedschaftBitburger